Sandviknes am Vanylvsfjord

unser Norwegenurlaub vom 30.07 - 16.08.2006

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Sonntag, 30. Juli 2006
Endlich geht’s los! Um 10 Uhr waren wir mit unseren Freunden und Mitreisenden in Lützow an der Tankstelle verabredet, um erst mal die Reise nach Kiel anzutreten. Die zwei Stunden Fahrzeit haben wir auch schnell und problemlos überstanden, so dass wir pünktlich etwa um 13 Uhr auf unsere Fähre, die Color Fantasy fahren konnten. Das Wetter war wunderschön.Wir hatten während der gesamten Überfahrt kaum Wind und reichlich Sonne. Bis spät in die Nacht haben wir an Deck gesessen und den Tag ausklingen lassen.
Die Fantasy ist zwar etwas teurer als andere Fähren oder Fährlinien, aber wir wollten uns die Überfahrt mit dem neuesten Schiff der Color Line einfach mal gönnen und hatten sehr viel Spaß dabei.
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Montag, 31. Juli 2006
Frühstück gab es natürlich auf der Color Fantasy am Buffet. Für etwa 12 Euro kann man dort essen bist der Arzt kommt und das war super gut.

Mit unserem Parkplatz auf der Fähre hatten wir alle dieses Jahr  großes Glück, so dass wir mit die Ersten waren, die das Schiff verlassen konnten. Auch am Zoll gab es keinen Stress, so konnten wir unsere Reise Richtung Westkap direkt antreten. Leider hatten wir auf der Reise einen Stau, den ich in dieser Form in Norwegen noch nicht erlebt hatte. Die E15 auf der wir von Otta Richtung Maloy fahren wollten, war zwischen Vågåmo und Lom gesperrt und wir wurden über eine sehr kleine Seitenstrasse umgeleitet. Durch das hohe Verkehrsaufkommen war auf der Strecke natürlich keine Zeit gut zu machen, im Gegenteil, wir haben durch etwa eine Stunde Standzeit und das Gejuckel im Stop and Go Verkehr mehr als 1,5 Stunden verloren. Nachdem wir dann aber wieder auf der E15 unterwegs waren verlief der Rest der Reise zum Weskap absolut zügig und problemlos. Um 20 Uhr konnten wir von unserem Vermieter Per Sandviknes unser Haus für die nächsten zwei Wochen und unser Boot in Empfang nehmen. Nach einer gründlichen Einweisung in Bootstechnik und Angelrevier ging es natürlich schnell ins Bett, denn am kommenden Tag wollten wir gleich angeln fahren.

 
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Dienstag, 01. August 2006 (erster Angeltag)
Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches wir bei herrlichem Sonnenwetter auf der Terrasse eingenommen hatten, sollte es nun endlich auf den Fjord gehen. Wir waren alle gespannt was uns wohl erwarten würde. Meine größte Sorge galt dabei der Köderbeschaffung, aber zum Glück ging das besser und schneller als zu erwarten war. Die Makrelen waren zwar sehr klein aber reichlich vorhanden, so dass unsere Tagesration schnell gefangen war. Für das anschließende Naturköderangeln bin ich dann an die Stellen gefahren, wo wir im vergangenen Jahr  sehr gute Lumben gefangen hatten. Und siehe da, es gibt sie noch. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich zwei schöne Lumben aus 160 Metern an die Oberfläche gepumpt. Die anderen Mitfahrer sind an dieser Stelle leider leer ausgegangen.
So schön wie der Angeltag begonnen hatte so schnell war er dann aber auch leider wieder zu Ende, denn plötzlich nahm der Wind stark zu und wir traten zügig die Heimreise quer über den Fjord an. Wie sich später herausstellen sollte, war das  genau die richtige Entscheidung, denn als wir endlich im sicheren Hafen waren nahm der Wind immer weiter bis zum Sturm zu.
Den Abend haben wir dann am Fjord mit einem traditionellen Lagerfeuer beendet. Natürlich nicht ohne unsere eben so traditionellen Senfmakrelenfilets im Feuer zu rösten.
 
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Mittwoch, 02. August 2006
Heute wollten wir gleich noch einmal angeln fahren. Dieses mal aber ohne Frauen. So machten wir 5 „Männer“ uns zeitig nach dem Frühstück wieder auf  den Weg, um neue Stellen im Fjord zu finden. Die Köderbeschaffung verlief wieder recht zügig, sodass wir schnell mit dem Naturköderangeln beginnen konnten. Ich hatte eine Erhebung im Fjord für die erste Drift ausgesucht wo es von 90 Meter auf etwa 160 Meter runter ging. Der Grund war schön steinig und so ließen die ersten Fische nicht lange auf sich warten. Matthias hatte als erster einen Biss und konnte einen guten Leng fangen. Als nächstes bekam ich dann wieder einen Lumb und einen Augenblick später gleich den zweiten. Der war auch gleichzeitig der größte des Tages mit 85 Zentimeter. So fischten wir diese Drift noch zweimal ab und konnten während dessen noch weitere Leng und sogar einen Seehecht fangen.
Mit der Zeit machten sich dann unsere Mägen bemerkbar und wir beschlossen rein zufahren. Am Abend sollte es aber noch einmal losgehen.
Nach dem Abendessen sind dann die Erwachsenen noch einmal zum angeln gefahren. Gleich in der nächsten Bucht sollten uns jetzt die Fische an die Haken gehen, doch leider wollten die anfangs nicht so wie wir. Matthias war dann der erste mit einem kleinen Lumb. Im folgenden konnte dann nur noch Karola zwei schöne Fische in ihr Fangbuch eintragen. Einen Leng von 95 Zentimeter, welcher jetzt der größte Fisch des Urlaubs ist und einen schönen Seehecht legte sie in die Fischbox. Mit dem Sonnenuntergang beschlossen wir dann wieder Heim zu fahren. Als wir in unserer Hafeneinfahrt waren, sahen wir auf dem Fjord zwei heftig winkende Personen in ihrem Boot. Also haben wir das Schiff gewendet und sind schnell mit Kurs auf das vermutlich havarierte Boot zu den zwei Leuten gefahren. Wie sich dann herausstellte war die Reisleine des Motors defekt. Also haben wir die zwei Thüringer an die lange Leine genommen und in ihren Heimathafen geschleppt, welcher zum Glück nicht mehr so weit weg war. Mit einiger Verspätung kamen wir dann auch endlich zu Hause an, konnten noch schnell beim letzten Tageslicht die Fische versorgen und einen richtig schönen Tag bei einem kühlen Bier ausklingen lassen.
 
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Donnerstag, 3. August 2006
Heute war der erste angelfreie Tag. Wir waren zum Kannestein und an einem alten verlassenen Leuchtturm am Meer, haben Blaubeeren gesammelt und sind zwischen den Steinen geklettert. Anschließend machten wir einen Stadtbummel durch Maløy und kauften einiges an Angelsachen nach, denn die ersten Tage waren doch schon sehr verlustreich. Am Abend wurde gegrillt und der nächste Angeltag geplant.
 
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Freitag, 4. August 2006
Nach einem angelfreien Tag wollten wir heute wieder aufs Wasser. Wir hatten uns um 5:30 Uhr mit den Nachbarmännern Torsten, Bernd und Dr. E. verabredet, um gemeinsam auf den Fjord zu fahren. Alle waren pünktlich am Steg und los ging die Bootspartie. Zu erst stand wie immer das Makrelenangeln auf dem Programm, was wiederum sehr schnell ging und dann sollte es auf Leng und Co gehen. Doch leider bissen auch heute hauptsächlich nur Lumben. Der Vanylvsfjord scheint randvoll mit Lumb zu sein. Matthias hat es dann eine Weile mit der Pilkrute auf Seelachse versucht und dann endlich klappte es auch. Matthias konnte die ersten schönen Seelachse ins Boot heben. Nach einem erfolgreichen aber auch anstrengenden Vormittag, sind wir dann hungrig wie die Wölfe zum essen gefahren.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause sind wir dann am Abend noch einmal mit unseren Frauen auf den Fjord gefahren und zum ersten mal gab es nicht einen Lumb. Stattdessen hat Karola wieder einen schönen Leng gefangen. Conny und Matthias hatten kleinere Lengfische und ich einen schönen Seelachs.
So kurz vor dem Tagesende hatte dann Matthias einen großen Rotbarsch, der uns dazu veranlasste an dieser Stelle doch noch ein wenig zu verweilen. Und siehe da, während der nächsten drei Driften konnten wir einige schöne Rotbarsche fangen, die wir dann am nächsten Tag räuchern wollten.
 
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Samstag, 5. August 2006
Weil unsere Kinder auch mal wieder ein paar Fische fangen wollten, sind Matthias und ich, mit Peter, Hannes, Sophie und Vincent zum Angeln gefahren. Leider sind wir aber zur denkbar ungünstigsten Zeit, bei ablaufendem Wasser raus gefahren, darum wollten die Fische  heute einfach nicht beißen. Weder Seelachs noch Leng oder Lumb wollten uns so richtig an die Haken gehen. So haben wir mit nur einem Seelachs, einem Pollack und zwei Lumb die Heimreise angetreten. Dafür hatten die Kinder dann aber nach dem Angeln beim Baden und Bootfahren mit Geislers Boot ihren Spaß.
Am Abend haben wir noch schön gemütlich die Rotbarsche geräuchert und schon war wieder ein Urlaubstag zu Ende.
 
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Sonntag, 6. August 2006
Kurz entschlossen haben wir für heute noch einmal einen Angeltag angesagt, weil der Wetterbericht noch einigermaßen gutes, windstilles Wetter versprach und das Wetter dann erst mal schlechter werden sollte. Also haben wir mit unseren Nachbarn wieder eine Männertour gemacht.
Früh um 4:15 Uhr klingelte der Wecker und um 5 Uhr ging es los.
Pünktlich standen auch alle am Steg und der Angeltag konnte mit dem schon traditionellen Makrelenangeln beginnen. Als das erledigt war ging es hinaus auf den Fjord. Doch komischerweise wollten die Fische heute anfangs nicht so beißen. Der erste, der nach einer geraumen Zeit einen Fisch ins Boot heben konnte, war Bernd. Und was für ein Fisch! Ein Lumb von 85 Zentimeter konnte er in 160 Meter haken und sicher an die Oberfläche pumpen. Da haben wir uns natürlich alle mit ihm gefreut und voller Hoffnung weiter geangelt. Aber es war einfach so, dass Bernd im Moment nur ganz alleine Fische fangen konnte. Wir haben alles gegeben, aber nichts ging. Torsten konnte mit Köhlerangeln ebenso wenig Fische überlisten wie wir anderen mit dem Naturköderangeln am Grund. Als Bernd dann noch einen großen Leng von 115 Zentimeter in die Fischkiste gelegt hatte und einen kleineren Lumb nachlegte, konnte ich auch endlich einen Fisch fangen. Ein schöner Lumb von 83 Zentimeter sollte ich mein Eigen nennen können. Während der folgenden Driften konnten wir dann noch einige schöne Lumben und Köhler fangen, bis wir zur Mittagszeit dann nach Hause gefahren sind. Schließlich wollten wir mit Katja noch Geburtstag feiern.
Als wir an Land kamen, waren die Kinder gerade dabei von dem alten Schiffsanleger bei uns in der Bucht zu springen. Das hat wie man sehen kann sehr viel Spaß gemacht. Danach ging es dann aber zum Kaffee trinken und Geburtstag feiern zu den Nachbarn.
 
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Montag, 7. August 2006
Weil der Wetterbericht für unsere Region nicht all zu gutes Wetter angesagt hatte, haben wir beschlossen am heutigen Tag unsere geplante Tour zum Gletscher zu unternehmen. Zum Briksdalsbreen, einem Ausläufer vom Jostedalsbreen sind wir gefahren. An dieser Gletscherzunge kann man nämlich an geführten Wander- und Klettertouren auf dem Gletscher teilnehmen und das hatten wir uns vorgenommen. Mit Eispickel, Helm und Spikes ausgestattet, wurden wir dann an der Leine an Gletscherspalten vorbeigeführt. Es war einfach schön mitten im uralten Eis zu stehen. Die Tour hat allen großen Spaß gemacht. Am Abend, pünktlich zum Essen, waren wir wieder zu Hause.
 
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Dienstag, 8. August 2006
Heute waren Karola und ich alleine auf dem Wasser, denn die Kinder wollten mal etwas länger schlafen. Das Makrelenangeln ging super schnell, wie es scheint sind die jetzt richtig im Fjord unterwegs, so dass man auf Ansagen an bestimmten Stellen die gestreiften Räuber fangen kann.
Karola hatte sich für den Tag vorgenommen, den einen oder anderen Seelachs zu fangen, was später auch in Erfüllung gehen sollte. Ich habe mich wie fast immer auf die Grundangelei eingestellt, weil ich endlich mal einen größeren Leng oder vielleicht auch einen Steinbeißer erwischen wollte. Doch leider kamen wieder nur Lumben aus den Tiefen des Fjords an die Oberfläche. Aber ich konnte am heutigen Tag meinen persönlichen Lumbrekord um einen Zentimeter auf 89 Zentimeter erhöhen. Das war doch allein den Tag schon wert.
Am Ende konnte Karola drei sehenswerte Seelachse in die Kiste legen und ich hatte neben einem kleinen Leng und zwei kleinen Lumben das Glück, zwei große Lumben von 85 und 89 Zentimeter zu fangen.
Nach einer kurzen Mittagspause sind wir dann noch zum Westkap gefahren. Im letzten Jahr konnten wir dort oben, wegen dem starken Nebel, nicht sehr viel sehen. Aber dieses Mal war es besser. Die Aussicht ist schon toll von dort oben. Danach haben wir noch den Strand von Ervik besucht, wo Bernd und die Kinder ordentlich in der mächtigen Brandung gebadet haben.
Am Abend hatten wir dann mit allen Familien gemeinsam auf der Nachbarterrasse einen netten und sehr schönen Grillabend, an dem ich mich für die Frauen der "Reisegruppe" als Angelguide angeboten hatte. Natürlich wurde das Angebot sehr gerne und sofort angenommen und so sollte es am kommenden Tag, nach dem Frühstück, zum Frauenangeln aufs Wasser gehen .
 
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Mittwoch, 9. August 2006  (Frauenangeln)
Nach dem Frühstück um 9 Uhr bin ich also mit fünf verheirateten Frauen in See gestochen, um sie an den Fisch zu bringen. Die dazu gehörenden Männer haben uns im gehörigen Sicherheitsabstand immer verfolgt und im Auge behalten. Das hat ihnen aber nicht viel gebracht. „Meine“ Frauen sollten am Ende des Tages alle Männer an die Wand geangelt haben. ;-))))
Los ging es an einer Stelle mitten im Fjord wo es nur 90 Meter tief ist. Von dort sind wir auf etwa 140 Meter herunter gedriftet. Leider wollte dort noch kein Fisch an die Köder gehen, obwohl der Grund richtig schön holperig und steinig war. Das Ergebnis war ein mächtiger Hänger einer „meiner Frauen“, welcher den kompletten Systemverlust zur Folge hatte. Also bin ich hier schnell abgehauen, bevor ich mein komplettes Equipment im Fjord lasse.
Als nächstes bin ich eine Stelle angefahren, wo wir im vergangenen Jahr und auch dieses Jahr schon, gut gefangen hatten. Heute war da aber nichts los, oder es war noch keine Beißzeit. Auf jeden Fall bin ich nach zwei Driften ohne Fisch die nächste und in diesem Urlaub erfolgreichste Stelle angefahren, ein Berg der sich aus ringsum  200 Meter auf 145 Meter erhebt. Dort sollte jeder „meiner Frauen“ ihren Fisch fangen, hatte ich gehofft. Und so kam es dann auch. Karola eröffnete den Reigen mit einem mittelgroßen Lumb den Michi sofort mit einem schönen Leng konterte. Nun ließen sich die anderen Mädels natürlich nicht lange bitten und zogen ihrerseits mit guten Fischen nach. Christine konnte einen schönen Schellfisch vom Grund hochpumpen und Conny einen Lumb von 85 Zentimeter über die Bordwand heben.
Wie sich später herausstellen sollte, war heute Conny`s Tag, denn sie fing als nächstes einen Leng von 110 Zentimeter und noch zwei weitere große Lumben.
Inzwischen hatten auch die Seelachse den Weg zu unseren Pilkern gefunden, so dass Michi einen Superköhler von 89 Zentimeter in die Fischkiste dazu tun konnte. So ging es dann noch einige Stunden weiter, mal wurde ein Lumb gefangen dann wieder ein Köhler. Am Ende des Tages war die Fischkiste sehr gut gefüllt und alle hatten ihren Spaß. Erschöpft und glücklich sind wir dann die Heimfahrt angetreten, denn es standen noch einige Überminuten an Fischfiletieren an.
Zum Essen gab es noch einen leckeren Fischauflauf und dann sind alle Anwesenden erschöpft in ihren Kissen versunken.
Es sollte aber noch erwähnt werden, dass die Männer auch sehr erfolgreich in unserem Fahrwasser waren. Torsten hatte einen eben so großen Köhler wie Michi, und Bernd einen Lumb von 89 Zentimeter. Insgesamt war die Fischkiste im Nachbarboot auch recht gut gefüllt.
Nach diesem doch sehr erfolgreichen Tag haben sich für Morgen die Kinder angemeldet zum Angeln. :-o
 
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Donnerstag, 10. August 2006
Conny und Matthias sind heute nach Ålesund gefahren und die Gelegenheit haben wir genutzt, um in Familie angeln zu fahren. Weil noch ein Platz im Boot frei war, haben wir Katja von den Nachbarn mitgenommen. Leider wollten die Fische heute aber nichts so wie wir es die letzten Tage gewohnt waren. Schon das Makrelenangeln hat länger gedauert, um die nötigen Köder zu bekommen. Dann beim Naturköderangeln und auch beim Pilken hat es sehr lange gedauert, bis der erste kleinere Leng an die Angel ging. So ging es weiter, hin und wieder wurde mal ein Fisch gefangen, aber alle ziemlich klein. Dafür war die Artenvielfalt heute sehr umfangreich. Neben den üblichen Leng und Lumb hatten Karola, Hannes und ich je einen schönen Flügelbutt. Auch einen Seehecht konnte ich heute überlisten.
Insgesamt hatten wir heute Makrele, Rotbarsch (Blaumaul), Flügelbutt, Seehecht, Leng und Lumb. Aber es müssen ja nicht immer die Massenfänge sein. Wir hatten wieder einen sehr schönen Tag auf dem Wasser.
 
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Freitag, 11. August 2006
Heute war erst mal wieder angelfrei und wir haben bei herrlich warmen Sonnenwetter einen Strandtag eingelegt. Wir sind nach Hoddevika gefahren, zu einem der schönsten und größten Sandstrände am Westkap. Dort wurde natürlich im Atlantik gebadet und in den Wanderdünen geklettert. Am späten Nachmittag haben wir dann, nachdem Conny, Matthias und Familie vom Angeln zurück waren, gegrillt.
 
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Samstag, 12. August 2006
Das letzte Mal Männerangeln war angesagt. Nach dem Frühstück ging es auf den Fjord, um noch einmal gemeinsam ein paar Lumben und Leng an die Angel zu locken. Zum Anfang ging das auch ganz gut. Doktor E. hatte ganz schnell einen schönen Lumb in Arbeit und Matthias und ich konnten auch je einen schönen fangen. Doch nach und nach wurde das Angeln durch den zunehmenden Wind immer schwerer. Die Bleigewichte mussten ständig gewechselt und erhöht werden und wir waren immer viel zu schnell von unserem Berg herunter gedriftet. Selbst der Treibanker hat nicht mehr sehr viel Entspannung gebracht. So fingen wir bei immer schneller werdender Drift doch noch ein paar schöne Fische für die Kiste, bis wir dann, leider viel zu früh, das Angeln abgebrochen haben.
Der Wind und die Wellen wurden einfach zu stark und damit war kein sicheres Angeln mehr möglich. Schließlich mussten wir ja auch noch quer über den Fjord nach Hause fahren. Nachdem wir uns alle einigermaßen seefest gemacht hatten, ging es dann los. Die Überfahrt war ziemlich holperig, aber dank unserem seetüchtigen Boot, doch kein Problem. Einzig Doktor E. war durch das Spritzwasser, welches reichlich über die Bordwand kam, nass bis auf die Knochen. Er vergaß sein Regenzeug :-(((  Wir haben aber unseren Hafen sicher erreicht und dann gemeinsam die Fische filetiert.
Die Frauen waren derweil auf den Berg gewandert um sich den Vanylvsfjord und die Landschaft von oben anzugucken. Leider war es etwas diesig, aber der Ausblick von so hoch oben ist doch immer wieder schön und eine Wanderung wert.
 
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Sonntag, 13. August 2006
Heute sollte der absolut letzte Angeltag sein. Taufis sind zum Geirangerfjord gefahren und so hatten wir noch einmal die Möglichkeit in Familie den Fischen des Fjordes nachzustellen. Wir hatten Torsten und Jan mitgenommen, weil noch Platz im Boot war und die beiden auch noch mal angeln wollten.
Nach dem Frühstück ging es um 8 Uhr los.  Super schnell hatten wir die nötigen Makrelen zusammen. Dann beim Schleppen konnte ich ganz schnell vier schöne Lumben vorlegen, bevor alle anderen zu ihren Fischen kamen. Auch bei Torsten hat es endlich geklappt, er hat einen 86 Zentimeter großen Lumb ins Boot gehoben. Später bissen dann auch noch die großen Seelachse, so war die Kiste am Nachmittag gefüllt, wie den ganzen Urlaub noch nicht. Für alle war dies der schönste und erfolgreichste Angeltag. Bernd im Nachbarboot konnte sogar einen Lumb von 95 Zentimeter fangen. Katja die auch noch einmal mit auf dem Wasser war, hatte auch endlich ihren Lumb gefangen. Petri Heil kann man da nur sagen.
Am Nachmittag, nach dem Angeln und Filetieren, sind wir dann alle noch einmal gemeinsam baden gegangen. Da ich den Kindern versprochen hatte auch einmal von der Mole zu springen, war ich dieses Mal wohl dran. Die Kinder glaubten mir zwar nicht, dass ich das tun würde, aber dann habe ich alle doch ein wenig überrascht. Ich hatte meine Angelhose, die sowieso den Geist aufgegeben hatte, über den Knien abgeschnitten und angezogen. So sah es aus, als wenn ich nur zugucken würde, denn ich hatte ja schließlich keine Badehose an. Am Steg angekommen kam auch Torsten mit dem Boot angefahren und wollte Michi einladen, um zum Strand zu fahren. Da habe ich wie aus heiterem Himmel eine Arschbombe dicht neben das Boot gesetzt, so dass Torsten reichlich Wasser genommen hatte. *gg* Das fanden alle Anwesenden natürlich recht lustig. In der Folge haben wir dann noch ein paar Sprünge gemacht, bis es dann zu frisch wurde und wir zum Abendessen nach oben gegangen sind.
 
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Montag, 14. August 2006 (letzter Tag)
Heute stand nur noch Aufräumen auf dem Plan. Gleich nach dem Frühstück ging das auch gleich los, alle Angelsachen aus dem Boot holen und dasselbe von den Angelrückständen befreien, sprich sauber machen. Das übernahmen wie immer die Kinder und Matthias und ich haben die Angelsachen gereinigt und verpackt. Nach diesem ersten Arbeitsgang, der bis zum Mittag dauerte, sind wir dann noch nach Selje gefahren, um zu baden. Der Wind war aber ziemlich aufgefrischt, darum machte das Liegen am Strand keinen Spaß. Der Wind peitschte uns die Sandkörnchen ins Gesicht und wir fuhren zum Haus zurück und nahmen ein herrliches Sonnenbad auf der windgeschützten Terrasse. Die Kinder sind später dann noch ein letztes Mal am Anleger baden und springen gewesen. Abends haben wir zum letzten Mal in diesem Urlaub gegrillt. Danach war Hausputz angesagt.
 
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Dienstag und Mittwoch (die Heimreise)
Früh um 6 Uhr klingelte der Wecker und die Heimreise sollte beginnen. Nachdem gefrühstückt war, Kaffee für die Fahrt gekocht war, der Fisch und alle anderen Sachen im Auto verstaut waren, ging es dann um Punkt 8 Uhr los Richtung Oslo. Da wir reichlich Zeit hatten, sind wir hinter Stryn von der E15 abgefahren, um den alten "Gamleweg" über das Stryn Fjellet zu fahren. Das war eine wunderschöne Serpentinenstrasse, die dann durch das Hochland führte. Das war richtig toll, dort durch das Winterskigebiet und an den Bergsehen entlang zu fahren. Im weiteren Verlauf der Fahrt haben wir dann noch der Olympiastadt Lillehammer einen einstündigen Besuch abgestattet. Auch dort war es sehr schön. Es gab noch Mal ein schönes großes, norwegisches Softeis.
Am Abend haben wir dann pünktlich den Hafen von Oslo erreicht und sind auf die Color Festival gefahren, welche uns über das Kategat nach Dänemark brachte.
 
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Am nächsten Tag standen dann nur noch einmal etwa 6 Stunden Auto fahren auf dem Programm, bis wir um 14:50 Uhr wieder zu Hause ankamen.
Abschließend können wir noch sagen, dass Norwegen und speziell der fischreiche Vanylvsfjord immer wieder eine Reise wert sind. Wir kommen bestimmt wieder.
 
 

 

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Herzlich bedanken möchten wir uns auch noch bei unserem freundlichen Gastgeber und Vermieter Per Sandviknes.

 
 

Tusen Takk Per!

 

 

(c) 2006 Meeresangler-Schwerin

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