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Unser Sommerurlaub 2008
/ 1 x Nordkap und zurück. |
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| 1. Tag –
9.8.08 |
| Am frühen
Samstagmorgen um 4.50 Uhr stand unser Auto voll gepackt vor der Hausür
und wollte mit uns einige tausend Kilometer zurücklegen. Der Plan:
Einmal Nordkap und zurück. Damit wir die E6 nicht hin und zurückfahren,
planten wir den Hinweg über Dänemark und Schweden. Wir wollten die
norwegischen Regionen kennen lernen, in denen wir noch nie waren. Die
Jungs wollten / konnten dieses Jahr nicht dabei sein, so fuhren Karola
und ich alleine los. |
| Über die
Fährlinien Puttgarden – Rødby und Helsingør – Helsingborg ging unsere
Fahrtroute Richtung Stockholm. Dort irgendwo in der Nähe von Uppsala,
wollten wir die erste Nacht verbringen. Gelandet sind wir am Ende einige
Kilometer hinter Uppsala in einem kleinen Fischercamp in dem kleinen
Örtchen Alvkarleby bei Gävle. Dort haben wir uns eine kleine Hütte für
die Nacht gemietet. |
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2. Tag – 10.8.08 |
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Heute früh ging es bei sonnigem Wetter weiter Richtung Norden. Wir
fuhren die Ostsee entlang bis sie zu Ende war und noch ein bisschen
weiter. Dabei überquerten wir den Polarkreis. Nach 1060 Kilometern haben
wir in Finnland an einem netten Fluss ein Quartier für die Nacht
gefunden. Unterwegs gab es eigentlich „nur“ drei aufregende
Zwischenfälle. |
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Als erstes wollte ein vor uns fahrender, dreirädriger Riesentraktor mit
Kalkanhänger, die Mittelleitplanke der Schnellstrasse durchbrechen. Ich
konnte aber rechtzeitig bremsen und den herumliegen Teilen an
Leitplankenresten und Kalkbrocken ausweichen. |
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Als nächste sprang ein
Rentier aus dem Wald und rannte dem vor uns fahrenden Transporter in die
Seite. So wurde das erstes wilde Rentier, das wir zu Gesicht bekamen,
vom Auto überfahren. :-( |
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Zuletzt hatten wir dann noch ein
Rentier vor der Motorhaube, welches wir aber rechtzeitig sahen und daher
ausweichen konnten. |
| Nach dem
Essen haben wir dann noch einen kleinen Gang am Fluss entlang gemacht,
die Natur genossen und dann ging es müde ins Bett. |
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3.
Tag – 11.8.08 |
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Da es in den nordischen Nächten kaum dunkel wird und morgens sehr früh
hell, war ich schon um 4 Uhr wieder wach. So gegen 5 Uhr machte dann
auch Karola die Augen auf, sah den Sonnenaufgang und kroch dann auch aus
ihrem Bett. Nach einem Pott Kaffee packten wir unsere Sachen und fuhren
dem Nordkap entgegen. Irgendwo am Porsangerfjord wollten wir uns die
nächste Hütte suchen. |
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Die Fahrt verlief wieder reibungslos. Selbst an der finnisch-
norwegischen Grenze war kein Mensch zu sehen. Es ging durch endlose
Wälder, Hochebenen und kleine Städte. An einem schönen Fluß packten wir
dann unsere Picknicktasche aus und aßen in freier Natur Frühstück. Auf
norwegischer Seite wunderten wir uns über das so flache Land. Bisher
gehörten zu Norwegen hohe Felsen, tiefe Fjorde und Tannenwälder. Hier
wuchsen massenhaft Birken und es gab viele Seen. Heute hielten wir
gezielt Ausschau nach Rentieren und vielleicht Elchen. Schon bald sahen
wir im morgendlichen Sonnenschein einzelne Tiere und starteten
Bremsaktionen damit wir ein schönes Foto bekamen. Die Mühe hätten wir
uns gar nicht machen müssen, denn einige Zeit später trafen wir auf
große Herden die langsam die Straße entlang trotteten.
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So fuhren wir weiter bis nach
Alta. Dort wollten wir Geld holen und einiges einkaufen. Auf dem Weg
dorthin las Karola von dem Alta- Museum mit den Steinritzungen aus dem
Jahre 4000. Na klar, Kultur muss ja auch sein. Die Aktion war mit einem
kleinen Fußmarsch verbunden, den wir nach etwa gesamt 2600 Kilometern
Autofahrt in 2 Tagen , aber auch gut gebrauchen konnten. |
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Anschließend sind wir dann
weiter zum Porsanger Fjord gefahren. Auf dem Weg dorthin sind uns dann
noch so einige Rentiere über den Weg gelaufen. Wir konnten aus dem Auto
sogar ihre behaarten Geweihe berühren. |
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Auf einer kleinen Halbinsel (Repvåg)
mitten im Porsangerfjord haben wir dann unsere Hütte für die Nacht
gefunden. Am Abend haben wir noch bei sehr schönem Wetter unseren Grill
angeworfen und bis spät draußen gesessen. Temperaturen von 16 – 18 Grad
sind hier oben bestimmt nicht so üblich. |
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4.
Tag – 12.8.08 |
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Um halb drei wurde ich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Das war
natürlich viel zu früh zum Aufstehen und so versuchte ich wieder
einzuschlafen. Um sechs war dann aber die Nacht für mich endgültig zu
Ende. Mit den weißen Nächten hier, komme ich irgendwie nicht klar.
Abends bin ich nicht müde und morgens kann ich nicht mehr schlafen.
Dazwischen wache ich ständig auf. Ist irgendwie blöd das ganze. |
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Nach dem Frühstück sind wir dann
endlich zu unserem Ziel, dem Nordkap, gefahren. Überall liefen und
standen wieder die Rentiere auf der Strasse, was inzwischen ganz normal
für uns war. Welche Ruhe die Tiere weg haben, ist schon gewaltig. Sie
stehen auf der Strasse, ohne sich zu bewegen. Da könnte man Stunden mit
dem Auto stehen, ohne vorbei zu kommen. Erst wenn man aussteigt aus dem
Auto bewegen sich die behaarten Geweihe und gehen beiseite. Am Nordkap
dann war es sehr kalt und windig, aber schön. Ist doch was ganz
besonderes am nördlichsten Zipfel von Norwegen zu stehen. Das Südkap und
das Westkap hatten wir ja auch schon mal besucht und somit haben wir nun
alle Kaps Norwegens besucht. |
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Der nördlichsten Stadt der Welt wollten wir kurz entschlossen auch einen Besuch abstatten,
darum fuhren wir vom Nordkap direkt nach Hammerfest. Die Stadt selber
hatte aber leider überhaupt nichts für uns zu bieten, so dass wir sehr
enttäuscht waren und dort nicht lange blieben. Der Wettergott hatte
heute leider für uns nicht das beste Wetter bestellt und es zogen dunkle
Wolken auf. |
| Die nächste
Station auf unserer Reiseroute sollte Tromsø sein. Da es anfing zu
regnen, suchten wir uns bei Hammerfest gar keine Übernachtung mehr,
sondern fuhren gleich schon Richtung Tromsø. Denn bei Regen in einer
Hütte sitzen und auf den Abend warten, wollten wir nicht. Gegen Abend
wurden die Wolken etwas heller und auf der halben Strecke Richtung
Tromsø, am Ende des Langfjorden, haben wir dann beim Alta Camping eine
kleine Hütte für die Nacht bezogen. Der Regen hatte nun zum Glück
nachgelassen, so dass wir den Abend draußen auf der Terrasse verbringen
konnten. |
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5.
Tag – 13.8.08 |
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Ein schönes Frühstück auf der Terrasse unserer bescheidenen Hütte gab
uns Kraft für den Tag, an dem wir Tromsø besuchen wollten. Während der
Fahrt dorthin hingen dicke Wolken an den Bergen, so dass wir gar nicht
die schöne Landschaft genießen konnten. |
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In der Nähe von Tromsø wollten
wir uns erst einmal eine weitere Hütte oder ähnliches für die nächsten
zwei Nächte suchen, denn Tromsø stand für zwei Tage auf unserem
Tourenplan. Die Suche gestaltete sich aber so schwierig, dass wir den
ganzen Nachmittag dafür verplemperten. Auf dem Tromsø Campingplatz
bezahlten wir für eine kleine Hütte 450 Kronen. Nachdem wir dann vor der
Hütte standen, konnten wir es nicht glauben. Wir kamen uns vor, wie auf
einem Parkplatz. Auf dem Asphalt standen mehrere kleine Holzschuppen
(wir würden Geräteschuppen dazu sagen) mit einem Doppelstockbett. Wir
wollten gerne preisgünstig übernachten, aber nicht so. Also gingen wir
die Hütte stornieren. |
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Von Troms sahen wir wegen der
weiteren Übernachtungssuche nur die Kirche und die Seilbahn von der
Ferne. Um 16 Uhr wollten wir nur noch eine Hütte und entspannen. Dazu
fuhren wir zum Ramsfjord , ca halbe Stunde Fahrzeit, auf einen
Campingplatz zurück, wo wir mittags schon Hütten gesehen hatten. Da
saßen wir nun endlich! Weil es wieder angefangen hatte zu regnen, gab es
heute leider nicht wie geplant gegrillte Würstchen und Lagerfeuer,
sondern Gulasch vom Herd. |
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Den Abend verbrachten wir aber
trotzdem ganz gemütlich vor unserer kleinen Hütte an dem rauschenden
Bach. |
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Morgen sehen wir uns Tromsø an und dann geht’s ab nach Andørja.
Hoffentlich kommen wir da endlich zum Angeln und Fische fangen, incl.
aufessen. |
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6.
Tag – 14.8.08 |
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| Heute sahen
wir uns die Stadt Tromsø an. Wir suchten uns einen zentralen Parkplatz und begannen mit unserer Tour. Zuerst ging es zum alten Zentrum, mit
der alten Holzkirche. Danach sahen wir uns das Ølmuseum an, dieses war
eine große urige Kneipe mit ganz viel Erinnerungsstücken aus alten
Zeiten. Oberhalb der Kneipe befand sich die Bierbrauerei Mack. |
| Norwegens
nördlichste Brauerei. Wie wir in Prospekten lasen, kann man dort auch an
Führungen durch die Brauerei teilnehmen. Da wir der norwegischen Sprache
leider nicht mächtig sind, haben wir uns lieber unserem nächsten
Besichtigungspunkt, der Glasbläserei, gewidmet. Zu unserem Erstaunen,
war diese gleich um die Ecke. Dort konnten wir direkt bei der
Herstellung von Gläsern zusehen. 3 junge Frauen waren damit beschäftigt
für die Gäste Glas zu schmelzen und Stück für Stück zu einem schönen
Weinglas zu formen. Man konnte diese Stücke auch kaufen. Danach ging es
ins Polarmuseum. Es gab Informationen über Polarexpeditionen, über das
Leben im Eis und die Robbenjagd. Das war ein interessantes Museum. Nun
sollte es mit der Seilbahn auf den Berg gehen, damit wir einen Blick aus
luftiger Höhe über Tromsø werfen können. Leider hing der Berg noch in
den Wolken. Somit sahen wir uns den Botanischen Garten an und hofften
auf Auflösung der Wolken. |
| Leider wurde
das Wetter nicht viel besser, aber wir wagten die Fahrt in die Höhe, da
es für den Moment etwas aufgelockert hatte. Nach 4 Minuten oben
angekommen, reichte es gerade für ein paar schnelle Fotos und einen
Rundblick, bevor uns eine dicke Wolke verschluckte und wir im Regen
standen. Das war Tromsø. |
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Nun ging es weiter auf die Insel
Andørja, wo uns Knurri, von
Knurris-Angeltouren, für die nächsten 3
Nächte in der Anlage „Andørja Havfiske-Senter“ ein Ferienhaus
reserviert hatte. Dort waren wir um ca. 18 Uhr und auch hier regnete es. |
| Aber das
macht nichts denn morgen geht es endlich zum Angeln raus. |
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7.
Tag – 15.8.08 |
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| Wie auf
Wunsch schien heute früh die Sonne und ich konnte kaum meinen ersten
Angeltag erwarten. Ich hatte mich mit Christian und Dirk verabredet, die
mich mit ihrem Boot mit auf das Wasser nehmen wollten. Welche Fische ich
hier fangen werde, wusste ich noch nicht, aber von gefangenem Heilbutt
hatte ich schon gehört. Das war natürlich auch mein Traum. Karola hat
den heutigen Tag auf dem Balkon mit lesen verbracht und einer Wanderung
zu den Bunkeranlagen in der Nähe. Dabei suchte sie nebenbei ein paar
Birkenpilze, die sie zum Abendbrot brutzeln wollte. Die gefundenen
Blaubeeren hat sie gleich zum Kaffee auf einer Waffel mit Schlagsahne
verspeist. |
| Die Fänge
der Jungs in der letzten Woche waren nicht so berauschend, aber egal
dachte ich, Hauptsache endlich angeln. Der Wind war am Morgen sehr
frisch, so dass wir in den Straumen gefahren sind. Das ist ein kleiner
Seitenfjord, wo man windgeschützt angeln konnte. Leider ging da gar
nichts mit Fisch. Zwei mittelprächtige Köhler waren der Erfolg.
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| Nach einiger
Zeit erfolglosem Angeln, ließ dann der Wind wieder nach und ich
überredete meine Mitstreiter dazu, doch wieder aus dem Straumen raus zu
fahren. Wir fuhren dann an die Insel ziemlich dicht heran und fingen ein
paar kleine Köhler, die ich als Naturköder verwenden wollte. Makrelen
gibt`s hier oben nämlich nicht. |
| Chris und
Dirk waren davon nicht so überzeugt, weil sie am liebsten Kunstköder
fischen, aber ich wollte wie immer mein Naturköderangeln durchziehen.
Christian ist dann in die Schellfischbucht gefahren, was das auch immer
zu sagen hat. Knurri hat die Stelle so getauft. Aber das ging gut. Ich
hatte beim ersten runterlassen des Pilkers einen Schellfisch von etwa 10
Zentimeter. Der Fisch hat mir endgültig gezeigt, dass ich doch jetzt
bitte endlich mit Naturköder angeln sollte. Ich baute also meine 20 Ibs
Rute um und beköderte den 8,0er Haken mit einem kleinen Köhler. So als
Nachläufer am Grund in etwa 30-40 Meter Tiefe angeboten, dauerte es gar
nicht lange und die Rutenspitze rubbelte. Ach dachte ich, macht sich
doch gleich ein Schelli an meinem Köhler zu schaffen. Ich schlug an und,
was war das? Die Rutenspitze tauchte plötzlich ganz rasant in den Fjord
ein und es begann ein Drill den ich so schnell nicht vergessen werde.
Der Fisch zog Schnur von der Rolle ich stemmte mich mit all meiner Kraft
dagegen. Ein hin und her begann, bis ich nach einiger Zeit den Fisch zur
Oberfläche pumpen konnte. Früh sah ich was da aus den Tiefen des Fjordes
nach oben kam. Eine Platte sagte ich noch ganz leise, doch als der Fisch
dann klar zu erkennen war rief ich es laut aus. „eine Platte“ und was
für eine. Chrisi machte das Gaff klar, aber der Butt wollte noch nicht.
Er drehte sich um und zog in Windes Eile noch mal 10-15 Meter Schnur von
meiner Rolle. Doch diese Flucht war seine letzte! Nach ein paar Minuten
erneutem kraftraubenden pumpen lag der Heili dann zum gaffen bereit und
Chris lies sich auch nicht lange bitten. |
| Natürlich
war die Freude groß, bei mir sowieso und bei den anderen Beiden auch.
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| In der Folge
lief es dann wieder etwas schleppend. Chris fing dann irgendwann noch
einen kleinen Steinbeißer und Dirk hatte kurz vor Feierabend auch noch
sein Erlebnis. Er konnte einen Dorsch von 116 Zentimeter und 14 Kilo ins
Boot heben. |
| Am Ende
waren wir alle glücklich über den schönen Angeltag und vor allem über
das schöne Wetter das wir hatten, denn der Wetterbericht hatte
eigentlich das volle Gegenteil für heute vorher gesagt. |
| Was aber
auch noch erwähnt werden muss, waren zwei Seeadler, die sich des Öfteren
blicken ließen. Sie holten sich auf der Wasseroberfläche herumtreibende
Fische. Das war schon sehr imposant. |
| Am Abend
sind wir mit Knurri und seinen Leuten in eine Grillhütte auf den Berg
gefahren und haben bei herrlicher Aussicht auf den Fjord die gefangenen
Fische zubereitet und verzehrt. |
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Andørja ist schon eine super
Ecke, das kann ich nach dem ersten Tag den wir hier sind, fest
behaupten. Zwei Tage haben wir ja noch, wenn es so weiter geht ... |
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8.
Tag – 16.8.08 |
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| Heute
bekamen wir am Vormittag Besuch von Freunden aus dem Anglerboard die in
der Nähe leben bzw. Urlaub machen und haben mit denen ein paar nette
Stunden mir Kaffee trinken und erzählen verbracht. |
| Anschließend
nach einem etwas verspäteten Mittag bin ich dann mit Christian angeln
gefahren. Unterwegs zu den Fischgründen haben wir Dirk aufgesammelt.
Dirk war schon am Vormittag mit anderen Kumpels aus seiner Truppe los
gefahren und nun zu uns übergestiegen. Gefangen hatte Dirk bis dahin
einige Dorsche die gut waren für die Küche aber überwältigend war das
wohl nicht. |
| Wir haben
als erstes ein paar Köderköhler gefangen und sind dann in eine
Windgeschützte Ecke gefahren um mit Naturköder den Grundfischen
nachzustellen. Der Wind war heute ziemlich frisch so das man nicht alle
Stellen anfahren konnte wo man gerne hingefahren wäre. Aber außer ein
paar kleinen Lumben war auch das nicht sehr Erfolg versprechend. |
| Christian
ist dann noch auf ein Plateau mitten im Fjord gefahren wo die Tage schon
gute Seelachse gefangen wurden. Dort haben wir noch ein paar Dorsche und
Köhler überlisten können bevor wir alle irgendwie platt waren und nach
Hause wollten. Die gefangenen Fische wollten ja auch noch versorg
werden. |
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Morgen soll der Wind sehr viel weniger pusten und dann wollen wir noch
einmal angreifen um eventuell noch einen netten Butt zu fangen. |
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9. Tag – 17.8.08 |
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| Der letzte
Tag bei Knurri auf Andørja. Da wollte ich natürlich gerne noch mal
angeln fahren. Wer weiß wann ich auf unserer Tour wieder dazu komme.
Also bin ich wieder bei Dirk und Christian ins Boot gestiegen. Der Plan
war heute ein 20 Kilometer entferntes Plateau aufzusuchen, denn dort
sollten die letzten Tage Seelachse von über einem Meter gefangen worden
sein. Die Fahrt dorthin ging Dank der großen und gut motorisierten
Boote, sehr sicher und zügig, so dass unsere Pilker schnell in die
Tiefen des Fjordes hinab gelassen werden konnten. Knurri mit seiner Frau
und Schwager im zweiten Boot und Lutz mit Bruno im dritten Boot waren
uns gefolgt und wir suchten gemeinsam die Seelachse. Es dauerte auch
nicht sehr lange da kam der erste Köhler ins Boot. Noch nicht sehr groß
aber ok. |
| Das Wetter
war Klasse. Sonne, wenig Wolken und fast kein Wind. Da wurde es richtig
warm und man konnte sogar mal seine Jacke ausziehen. |
| Nach einiger
Zeit hatte ich dann auch einen Biss an meiner Rute. Schnell war mir klar
was da am anderen Ende der Schnur zieht und zerrt. Die Bremse war zum
Glück richtig eingestellt und so konnte mein Gegner einige Meter Schnur
gewinnen. Es dauerte ziemlich lange bis ich von der Schnur Meter um
Meter zurück gewann auf meine Rolle wickelte. Nach etwa 8 Minuten hob
ich dann einen Köhler von knapp einem Meter und 8,6 Kilo ins Boot. Das
war schon ein schönes Teil. |
| In den
Nachbarbooten wurde inzwischen auch sehr gut gefangen. Einige Köhler von
einem Meter und knapp darüber wurden gefangen. Manchmal waren bei Knurri
und seiner Crew alle Ruten gleichzeitig krumm. Es war herrlich
anzusehen. |
| Nach einiger
Zeit hatte ich dann noch mal einen Fisch, der mir beim hochkurbeln des
Pilkers, ziemlich heftig eingestiegen ist. Der Drill verlief ähnlich wie
der erste. Erst riss der Fisch mir etliche Meter Schnur von der Rolle
und dann konnte ich dieselbe Meter für Meter unter großer
Kraftanstrengung zurück gewinnen. Dieser Fisch sollte am Ende mein
größter Seelachs sein. 106 Zentimeter und ebenfalls 8,6 Kilo Gewicht.
Der Drill war der Hammer, an meiner leichten Pilkrute mindestens ebenso
Klasse wie der des Heilbutt vor zwei Tagen. |
| Den Vogel
schoss kurz vor dem Abhupen aber noch Nachbar Dirk ab. Er hatte den
ganzen Tag kein Glück gehabt, außer einem kleinen Köhler, doch jetzt war
auch seine Zeit gekommen. Er hatte einen Biss und sofort sah man, dass
da auch etwas ganz dickes am Haken hing. Der Drill dauerte einige Zeit
und am Ende brauchte ich gleich zwei Gaffs um den Fang zu landen. Ein
Seelachs maß einen Meter und hing am Beifänger, damit aber nicht genug,
denn den Pilker zierte ein eben so prächtiges Tier. Dieser Köhler war
104 Zentimeter lang und wog über 9 Kilo. Das war die größte Doublette
die ich bisher gesehen habe. Wahnsinn!!! |
| Nun sind
aber unsere vier Tage in Andørja zu Ende und morgen geht es weiter nach
Andenes auf den Westeralen. Dazu morgen mehr. |
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10. Tag – 18.8.08 |
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| Wir hatten
auf Grund der Wetterlage und des zu erwartenden Windes incl. Regen
beschlossen so früh wie möglich nach Andenes zu fahren, denn dort
wollten wir an einer
Walsafari teilnehmen. Für heute hatte der
Wetterbericht die bessere Vorhersage. Sonnig und gegenüber Dienstag
wenig Wind. |
| Die erste
Fähre die in Richtung Westeralen fuhr wollten wir nehmen und darum hieß
es wieder früh aufstehen. |
| Um 5
klingelte der Wecker. Nachdem unsere Schlafsäcke eingepackt waren und
wir einen frischen Kaffee im Bauch hatten, ging es auch schon los. Die
Fahrt zur ersten Fähre verlief schneller als uns vorausgesagt wurde,
aber das war nicht so schlimm, denn so hatten wir Zeit an der Fähre zu
frühstücken. |
| In der Folge
fuhren wir durch wunderschöne Landschaften, die wir Dank des wirklich
tollen Wetters auch endlich mal sehen und genießen konnten. |
| Pünktlich um
11 Uhr waren wir in Andenes, am Startpunkt der Walsafari. Wir meldeten
uns an und es wurde gesagt, dass erst mal die übliche Führung durch das
Museum stattfinden wird. Danach, wenn das Schiff welches gerade draußen
ist grünes Licht gibt, würden wir auch raus fahren. Inzwischen hatte der
Wind draußen auf See so sehr zu genommen, dass eine Tour zu den Walen
sehr fraglich war. |
| Wir bekamen
aber grünes Licht, freuten uns, zogen schnell noch warme Sachen an und
los ging es. Warme Unterwäsche, dicke Jacken und warme Mütze waren
angesagt, denn draußen auf dem Nordmeer sollte es eiskalt sein. So kam
es auch. Ein kräftiger Wind blies uns um die Nasen. |
| Wir fuhren
mit einem alten Fischkutter der für die Waltouren umgebaut wurde. Ein
etwa 20 Meter Schiff, welches schön in den Wellen schaukelte, aber immer
sicher war. |
| Die Fahrt
ging zu einer Rinne die etwa 20 Kilometer vor der Küste lag und von 200
Meter Tiefe auf 600 und weiter auf 1000 Meter abfiel. Dort an der Stelle
kommen immer wieder die Pottwale an die Oberfläche, um nach ihrer Jagd
auf die Tiefseefische, Luft zu holen. Bis zu 2,5 Stunden und bis 3000
Meter Tiefe kann so ein Pottwal tauchen. |
| Durch die
recht aufgewühlte See gefahren, kreuzte das Schiff nun in dem Gebiet wo
immer wieder Wale gesichtet werden. 600 Meter hatten wir unter dem Kiel,
als der Skipper eine Walsichtung ausrief. Natürlich waren alle
Fotografen und Zuschauer sofort zur Stelle und das Schauspiel begann.
Etwa 8 Minuten lag der Pottwal an der Oberfläche, zeigte uns seinen
breiten Rücken bis er genug Luft getankt hatte und in einem Schwall
wieder abtauchte. Das natürlich nicht, ohne uns seine Fluke zu zeigen.
Das sah schon überwältigend aus. |
| Der Wind
hatte weiter zugenommen, dennoch blieb der Skipper auf See, in der
Hoffnung uns solch ein Naturerlebnis noch einmal zeigen zu können. Etwa
eine Stunde kreuzten wir auf See in dem Gebiet, wo der erste Wal
aufgetaucht war. |
| Plötzlich
wieder der Ausruf, Wal voraus. Das gleiche Schauspiel begann von neuem.
Der Wal dümpelte in den Wellen, tankte Luft für seinen nächsten
Tauchgang und stieß die verbrauchte Luft mit einer Wasserfontäne aus. Es
dauerte wieder so acht Minuten, bis die Muskeln und Lungen voll waren
mit frischem Sauerstoff. |
| Das
eigentliche Erlebnis, nämlich wenn der Wal auf Tauchgang geht, ist dann
leider immer viel zu schnell vorbei. Es dauert etwa 3-5 Sekunden in
denen man Zeit hat die riesige Fluke abzulichten, dann ist der größte
Zahnwal in den Meerestiefen wieder verschwunden. |
| Der Wind
hatte noch weiter zugenommen, aus diesem Grund wurde die Safari nach
diesem zweiten Meeressäuger abgebrochen und wir fuhren zurück in den
sicheren Hafen. |
| Das war auch
höchste Zeit, denn vielen der mitgefahrenen Touristen war inzwischen das
Essen aus dem Gesicht gefallen. Uns schmeckte die heiße Suppe mit
Brötchen trotzdem, auch wenn es bei dem Wellengang ziemlich schwierig
war, nichts von der leckeren Suppe zu verschütten. |
| Sicher im
Hafen von Andenes zurück, suchten wir uns nur noch einen passenden
Campingplatz, wo wir eine kleine Hütte für die Nacht mieten konnten.
Nach etwa 80 Kilometer Fahrt hatten wir dann auch etwas Schönes
gefunden. Eine nette kleine Hütte mit WC und fließend Wasser beim Andøy
Friluftsenter. Die hat uns gefallen und dort sind wir geblieben. |
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11. Tag – 19.8.08 |
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| Der neue Tag
begann mit dunklen Wolken und Regen, aber da wir Richtung Lofoten einige
Kilometer zu fahren hatten, fanden wir es gar nicht so schlimm. Es ging
durch grüne Täler vorbei an riesig hohen Bergen, dazwischen viel Wasser.
Da fingen wir an uns schon ein wenig zu ärgern, da bei Sonnenschein
alles viel imposanter wirkt. Von den Westeralen setzten wir mit der
Fähre zu den Lofoten über. Mit dem Blick in Richtung Lofoten klarte der
Himmel immer mehr auf. Wir hielten an so vielen Stellen, an denen die
Landschaft einfach umwerfend war und wir mussten diese unbedingt
fotografieren. Beeindruckt von der schönen Landschaft waren wir dann bis
Solvӕr gefahren und dort gingen wir in die
Ausstellung „Magic Ice“. Mit Handschuhen, Mütze und dicker Jacke
bekleidet sahen wir uns bei frostigen Temperaturen Eisskulpturen an. Das
Thema war das Meer und die Seefahrt. Zum Abschluss trank Karola dort an
der Eisbar, aus einem aus Eis geformten Glas, einen norwegischen Likör.
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| Weiter
ging´s durch die wunderschöne Landschaft der Lofoten in Richtung Borg.
Dort befindet sich das Wikingermuseum welches wir uns unbedingt ansehen
wollten. In einem nachgebauten Häuptlingshaus konnten wir sehen, wie
die Wikinger damals lebten. Ein nachgebautes Wikingerschiff lag zur
Besichtigung im Wasser. Leider gab es keine Ausfahrt mehr. Hier hat seit
dieser Woche wohl die Nachsaison begonnen. |
| Nun ging es
langsam an die Übernachtungssuche. Es sollte soweit wie möglich in
Richtung südlichem Zipfel der Lofoten gehen, da wir von dort von
Moskenes, am nächsten Morgen mit der Fähre nach Bodø fahren wollten.
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Wir schliefen dann in Fredvang in einem kleinen Rorbuer. |
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12. Tag – 20.8.08 |
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| Der Wecker
klingelte um 4:40 Uhr, denn unsere Fähre nach Bodø fuhr schon 6 Uhr
morgens. Wir entschieden uns für diese Fähre, damit wir nach 3h20min
Fahrzeit, noch etwas von dem Tag in Nordnorwegens zweitgrößter Stadt
hatten. Denn die nächste Fähre wäre erst um 14Uhr gefahren.
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| In Bodø
angekommen, suchten wir uns am 35 Kilometer entfernten Saltstraumen eine
Unterkunft. Im Fiskecamp, direkt am Wasser, haben wir uns ein kleines
Zimmer mit Dusche und WC ausgesucht und dort hatten wir auch die
Möglichkeit, eventuell ein Boot zu mieten. Für morgen sind zwar alle
Boote vermietet, aber vielleicht wird noch eins frei, sagte uns der
Vermieter. Nachdem wir die Unterkunft bezahlt hatten, fuhren wir dann
zurück nach Bodø, um uns die Stadt anzuschauen. Am Ortseingang war
gleich Norwegens Luftfahrtsmuseum, dort machten wir Halt und gingen in
die Ausstellung. |
| Das Museum
befand sich gleich am Flughafen in dem alten Tower und dem dazu
gehörenden Gebäude. In zwei Abteilungen wurde dort über die
Internationale und die Norwegische Luftfahrt berichtet. In einer großen
Halle sind die zivilen Luftschiffe und Flugzeuge ausgestellt und in
einer zweiten Halle ging es um die Luftfahrt im ersten und zweiten
Weltkrieg und natürlich auch danach. Es war schon sehr interessant was
dort geboten wurde. |
| Anschließend
besuchten wir die Innenstadt von Bodø. Da die Stadt noch sehr jung ist,
gab es nur neuzeitliche Gebäude. Alte Häuser und Hafenspeicher, wie wir
sie aus Bergen, Haugesund oder Trondheim kannten, gab es hier nicht.
Dennoch schlenderten wir ein wenig durch die Strassen und Geschäfte.
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| Nun wollten
wir aber zum Saltstraumen zurück. Die größte Strömung war schon vorbei
als wir ankamen, aber was wir sahen war schon sehr imposant. Das Wasser
drückte sich unter Getöse und Rauschen durch die Meerenge in den Fjord
hinein. Die großen Strudel die es hier geben soll, sahen wir heute
leider nicht. Morgen müssen wir unbedingt pünktlich sein um uns das
Spektakel anzusehen. |
| Geangelt
habe ich auch in dem Straumen, aber außer drei kleinen Köhlern und zwei
abgerissenen Blinkern war dort nichts zu holen. |
| Am Abend
rösteten wir uns an der Angelstelle noch ein paar Bratwürste in einem
kleinen Feuer und dann zogen wir uns in unsere kleine Wohnung zurück.
Der Tag war lang und wir waren müde. |
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13. Tag – 21.8.08 |
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| Nachdem wir
etwas länger als sonst geschlafen und ausgiebig gefrühstückt hatten,
wollten wir heute den „Berg hinterm Haus“ erwandern. Wir haben also
unsere sieben Sachen gepackt und sind losmarschiert. Die Wanderung war
nicht sehr beschwerlich, denn auf den Berg, der nur 175 Meter hoch war,
konnte man ganz gut auf leicht bis steil ansteigenden Felsen laufen. So
hat es auch nicht lange gedauert und wir konnten von oben auf den
Saltstraumen blicken und die teilweise noch mit Schnee bedeckten Berge
ringsum betrachten. Durch das sehr schöne Wetter hatten wir eine tolle
Sicht und konnten sehr weit gucken. Auf dem Rückweg sammelte Karola
einige Blau- und Himbeeren und ich war für die Pilze zuständig, die hier
in guten Größen zu finden waren. Da Pilze suchen wohl etwas schneller
geht als Blaubeeren pflücken, bin ich schon am Auto gewesen, als Karola
noch irgendwo auf dem Berg war. Da hörte ich neben dem Parkplatz im Wald
ein rascheln. Da bewegte sich auch was. Hmmm… Karola konnte das nicht
sein und bei näheren hinsehen sah ich…Ihn. Meinen ersten Elch in der
Wildnis. Es war in diesem Fall eine Elchkuh, aber als ich so beim
heranpirschen und fotografieren war, da lief mir doch tatsächlich noch
ihr Mann vor die Linse. So konnte ich in aller Eile ein Elchpärchen
ablichten, bevor es von mir die Nase voll hatte und im Dickicht
verschwand. |
| Nach der
Wanderung haben wir die Pilze und Beeren für das Abendmahl vorbereitet
und sind dann noch an den Straumen gefahren, denn um 14:57 Uhr sollte
heute der größte Strom sein. So war es dann auch, als wir ankamen
strömte das Wasser bereits mit voller Kraft und unter großem Getöse in
den Svefjord. Ein tolles Naturereignis das wir uns etwa 1,5 Stunden
angesehen und reichlich fotografiert haben. |
| Den Abend
ließen wir ganz in Ruhe ausklingen. Eigentlich wollten wir eventuell
noch eine Runde mit dem Boot fahren, aber das haben wir angesichts
unserer langen Autofahrt am morgigen Tag sein gelassen. Morgen gehts
Richtung Vikna. |
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Es gab zum Abendbrot gebratene Pilze mit frischem Loftbrød (Weizenbrot)
und Blaubeerpudding, danach noch einen Film und dann war Zubettgehzeit. |
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14. Tag – 22.8.08 |
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| Heute stand
wieder nur den ganzen Tag Auto fahren auf dem Zettel. Wir haben den
Saltstraumen verlassen und sind auf die Insel Vikna gefahren. Dort hat
Knurri uns, für unsere letzten 5 Urlaubstage, eine Wohnung und ein Boot
beim
Angelcamp Austafjord gebucht. |
614
Kilometer durch schöne Landschaften, vorbei an tollen Wasserfällen,
hohen Bergen und vorbei am Lachsmuseum am Fluss Namsen. Leider war das
Lachsmuseum schon geschlossen, weil keine Saison mehr war. Darum konnten
wir uns die Lachstreppe und alles Weitere nicht mehr anschauen. Auch
überquerten wir in diesem Urlaub zum zweiten Mal den Polarkreis.
Abends gegen 17:30 Uhr sind wir dann in der Anlage auf Vikna
eingetroffen. Wir wurden ganz herzlich von Herrn Kunzler, unserem
Vermieter, begrüßt. Der erste Eindruck ist sehr gut. Die Wohnung die wir
bekommen haben ist für 6-7 Personen. Sie ist geräumig, hat 3 Schlafzimmer,
zwei Toiletten, Dusche und eine große Wohnküche. Damit ist sie zwar
etwas überdimensioniert für uns Zwei, aber deshalb auch sehr schön. Die
Aluboote am Steg sehen auch sehr vertrauenserweckend aus. Eins davon
werden wir morgen dann in der Praxis testen. |
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15. Tag – 23.8.08 |
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| Ein
herrlicher Tag begann. Nach längerem Ausschlafen, gab es um 9 Uhr
Frühstück. Danach baute ich das Angelgeschirr zusammen und ließ mir von
unserem Vermieter das Boot zeigen, mit dem es dann etwas später aufs
Meer gehen sollte. Gegen 11 Uhr machten wir uns startklar. Hochwasser
war erst um 17 Uhr, daher hatten wir genügend Zeit das Gewässer
auszuloten und für uns gute Angelplätze zu suchen. |
| Zuerst war
Köderbeschaffung angesagt, denn wir wollten mit Naturköder am Grund
angeln. Makrelen haben wir nur eine gefangen, aber reichlich kleine
Köhler die zur Not ja auch gut geeignet sind. |
| Die
Bootsfahrt aus dem Langsund ist zu beiden Seiten ziemlich lang um aufs
offene Wasser zu kommen, aber mit den großen und gut motorisierten
Alubooten die hier liegen, war das kein Problem.. |
| Heute sind
wir Richtung Norden gefahren. Dort hatte ich mir einige Stellen auf der
Seekarte ausgesucht die wir beangeln wollten. Wir haben an den Stellen
auch Fische gefangen, leider keine besonders großen. Einige Lumben, zwei
Leng, Dorsch und ein Schellfisch fanden den Weg in unsere Fischkiste. |
| Bis um 20
Uhr haben wir durchgehalten und sind dann wieder nach Hause gefahren,
denn die Fische wollten ja auch noch versorgt und eingetütet werden. Für
das Einfrieren der Fische gibt es hier ein großes Kühlhaus, was
natürlich besonders praktisch ist. Nach dem anschließenden Abendessen
ging es dann erschöpft zu Bett. |
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16. Tag – 24.8.08 |
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| Über den
heutigen Tag gibt es nicht sehr viel zu schreiben. Nach dem Frühstück
sind wir angeln gefahren und den ganzen Tag auf dem Wasser geblieben.
Nachdem wir gestern ja mit Naturköder geangelt haben, stand heute pilken
auf dem Plan. Wir wollten am liebsten Seelachse fangen, doch als wir an
der Angelstelle die uns empfohlen wurde ankamen und mit pilken begannen,
bissen erstmal die Dorsche. Diese waren aber dafür schon in ordentlichen
Größen vorhanden. |
| Später
konnte Karola dann noch zwei schöne Seelachse von etwa 80 Zentimeter an
ihre Pilkmontage locken, aber mehr wollten heute nicht. Insgesamt haben
wir Dorsch, Wittling, Pollak, Köhler, Makrele und Knurrhahn gefangen. |
| Der Tag war
auch Dank des tollen Wetters, nur Sonne und wenig bis kein Wind, einfach
toll. |
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17. Tag – 25.8.08 |
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| Heute sind
wir nach dem Frühstück zunächst in die Stadt gefahren. Dort in Rørvik
haben wir uns etwas die Stadt angesehen und unsere Vorräte aufgefrischt. |
| Dann, als
wir zurück waren, gab es noch schnell Mittag. Anschließend sind wir in
unser Aluboot gestiegen, um wieder einige Fische zu fangen.
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| Leider war
es heute sehr windig, ja fast schon stürmisch. Durch die günstige Lage
der Anlage hier, war es aber möglich dennoch angeln zu fahren. Aufgrund
der vielen Sunde und Buchten, findet man immer eine Stelle, wo man
windgeschützt fischen kann. |
| So waren die
Wellen nicht das Problem, sondern die starke Drift, die durch den Wind
entstand. Mit Hilfe meiner beiden Treibanker konnte ich die
Driftgeschwindigkeit so weit reduzieren, dass ein Angeln so einigermaßen
möglich war. Leider wussten aber offensichtlich auch die Fische, dass es
nicht so toll ist und waren sehr sparsam mit ihren Bissen. Gefangen
haben wir am Ende so 7 oder 8 Dorsche in normalen Größen. Also keine
Ausreißer nach oben dabei, eher nach unten. |
| Morgen ist
unser letzter Angeltag, der Wind soll wieder weniger sein und das wollen
wir dann noch einmal ausnutzen. |
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18. Tag – 26.8.08 |
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Letzter Tag im Angelcamp Austafjord, letzter Angeltag, das wollten wir
natürlich noch einmal ordentlich ausnutzen und hoffentlich den einen
oder anderen Meeresräuber auf die Schuppen legen. Das Wetter war
insofern besser als gestern, denn heute hatten wir keinen Starkwind
mehr. Dafür aber Regen am Vormittag. Gegen Regen gibt es bekanntlich
gute Sachen und darum machte uns das nichts aus. |
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Heute fuhren wir in ein für uns ganz neues Gebiet. Nach genauer
Betrachtung der Seekarte hatte ich für uns drei Stellen auf dem GPS
markiert, die wir ausprobieren wollten. Gleich an der ersten Stelle
bissen die Dorsche so gut, dass wir nach einer Stunde die Kiste schon
gut gefüllt hatten. Das sah schon mal nicht schlecht aus.
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Nun versuchten wir auch die anderen Stellen die ich ausgesucht hatte,
aber die waren alle nicht so gut wie die erste. Darum beschlossen wir
nach zwei Stunden mehr oder weniger erfolglosem fischen, wieder an die
erste Stelle zu fahren. |
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Und siehe da, kaum waren die Pilker am Grund, schon waren unsere Ruten
wieder krumm. Karola konnte in der Folge noch zwei richtig schöne dicke
Dorsche überlisten, der größte maß 88 Zentimeter. |
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Dann irgend wann, gegen 15 Uhr hatten wir genug gefangen und nahmen Kurs
auf den Heimathafen. Schließlich mussten wir noch die ganzen Angelsachen
und Klamotten vom Salz befreien, das Auto packen usw. |
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Morgen früh halb fünf nehmen wir die erste Etappe unserer Heimreise in
Angriff. |
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19. Tag – 27.8.08 |
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| Der erste
Tag unserer Heimreise verlief problemlos und gut. Wir sind früh um 4:30
Uhr in Austafjord los gefahren, um die erste Fähre um 6 Uhr ab Hoffles
zu bekommen. Der morgentliche Nebel war zwar anstrengend beim Fahren,
hatte aber auch seinen Reiz, wenn die Bergspitzen heraus ragten.
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| Weiter ging
die Fahrt über Namsos, Trondheim, dann die E3 weiter Richtung Oslo. Die
E3 verläuft parallel zur E6 und lässt sich besser und schneller fahren,
darum haben wir diese Strecke gewählt. In Oslo hatten wir einen Stau,
der uns 20 Minuten Fahrzeit gekostet hat. Kurz vor der schwedischen
Grenze in Utne, haben wir einen Campingplatz gefunden, auf dem wir
wieder eine der üblichen Hütten für die Nacht gemietet haben. |
| Während der
Fahrt heute gab es sogar noch einmal Elche zu sehen. Einmal gleich noch
auf Vikna. Da stand so ein hochbeiniger schwarzer Geselle mitten auf der
Strasse und guckte uns groß an, bevor er im Wald verschwand. Dann sahen
wir noch einen auf der E3. Karola hat sich etwas Moos gesammelt und als
wir wieder los wollten lief der Elch vor uns über die Strasse. Von dem
flüchtenden Elch konnten wir sogar noch auf die schnelle ein Foto
schießen. |
| Gegen 19 Uhr
erreichten wir dann den Zeltplatz und bereiteten uns auf die Nachtruhe
vor. |
| Morgen
stehen noch einmal 794 Kilometer auf dem Plan und dann ist der Urlaub
leider endgültig zu Ende. |
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20. Tag – 28.8.08 |
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| Früh um halb
sechs klingelte der Wecker und wir haben unsere letzte Etappe in Angriff
genommen. Die Fahrt verlief absolut problemlos. Wir sind über Göteborg,
Helsinborg und Rødby gefahren. Um 15 Uhr 30 wahren wir zu Hause. |
| Insgesamt
haben wir in diesen 20 Tagen Urlaub 6797 Kilometer mit unserem Auto
zurückgelegt. |
| Manch einer
mag jetzt denken „Was ein Stress“, aber so schlimm empfanden wir das gar
nicht denn durch die vielen Stationen die wir hinter uns haben war es
doch immer spannend und interessant. |
| Wieder
einmal ein schöner Urlaub in dem wir sehr viel Neues gesehen und erlebt
haben. |
| Hier geht es
zu einer Google Karte mit all unseren Stationen.
Klick hier |
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