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Losna - Norwegen im Juli 2004 Unser Norwegenurlaub vom 19. Juli bis 2.August 2004 |
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In diesem Jahr wollten wir einmal Urlaub mit unserer Familie verbringen und weil meine Eltern und auch meine Schwester mit ihrem Freund und den Kindern einmal Norwegen kennen lernen wollten, haben wir uns ein großes Haus gesucht. Fündig wurden wir schnell bei Elchferien. Wir buchten das Objekt SOF 251-0, welches sich mitten im Sognefjord dicht am Meer auf der Insel Losna befand.
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Auf der ca. 6 mal 2 Kilometer großen Insel haben Bergwanderfreunde ein wahres Eldorado gefunden. Denn außer der grünen einigermaßen flachen Ecke von Losna, wo sich auch die paar Wohnhäuser befinden, ist die Insel ein einziger riesiger Felsen mit 4 Gipfeln die alle über 400 Meter über dem Meer liegen. Einen dieser Gipfel haben wir auch erstiegen und zwar genau den hinter unserem Haus. Das ist ja inzwischen für uns ein Muss. Der Berg hinterm Haus wird bestiegen, ob mit oder ohne Wanderweg. Dort oben kann man auch einige Blaubeeren finden, aber für eine große Suppe hat es leider nicht gereicht. Die nötige Menge an Beeren mussten wir uns vom Festland mitbringen. Es ist doch aber immer wieder schön so von oben, auf die norwegische Fjordlandschaft herab zu blicken. |
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Bei einem Ausflug auf die Inselgruppe von Solund, welche mit der Fähre nach Krakella einfach zu erreichen ist, sind wir auch viel auf den Felsen gewandert und geklettert. Von den höheren Bergen kann man bis auf das Meer sehen und landeinwärts bis ins Fjell und zum Gletscher. Das ist besonders für die Kinder immer ein riesiger Spaß. Auf der Inselgruppe gibt es auch kleine Wälder wo man gut Blaubeeren und Pilze sammeln kann. |
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Natürlich war auf und nach unseren Wanderungen, Ausflügen und Angeltouren auch immer für die nötige Verpflegung gesorgt. Am liebsten waren uns da die frisch über dem Feuer gerösteten Makrelenfilets oder Jagdwurstscheiben. Die Makrelen müssen nach dem Fang filetiert, gesalzen und in mittelscharfem Senf eingelegt werden. Nach ca. 4 Stunden kann man diese auf Spieße stecken und im offenen Birkenfeuer drehen. Knusprig braun sind so die Makrelen ein Top Genuss. Gebraten geht natürlich auch, aber im Feuer ist für uns immer etwas ganz besonderes. |
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Unsere erste Angelwoche verlief sehr durchwachsen. Am ersten Tag sind wir wie immer gleich auf das Wasser gefahren, um das Boot kennen zu lernen und die Gegend zu erkunden. Solch eine Bootserkundungstour ist für mich sehr wichtig. Man lernt doch schnell die Macken und eventuellen Tücken des Bootes kennen und es ist ein sichereres Gefühl, wenn man dann später weiter weg fährt. Der erste Tag brachte aber, außer einigen Makrelen und zwei kleinen Lengfischen, nichts besonderes hervor. Wir hatten aber spätestens am zweiten Tag gleich einen Hotspot gefunden, wo wir in den folgenden Tagen immer unsere nötigen Ködermakrelen bekommen sollten. Unsere Nachbarn erzählten, dass es nur sehr wenige bis gar keine Makrelen geben würde, aber zum Glück war dem nicht so, denn wir fingen immer reichlich und hatten nie Probleme die nötige Menge zu fangen. Ansonsten ging der zweite Tag auch schon etwas besser mit der Angelei. Wir fingen schöne Leng zwischen 80 bis 100 Zentimeter, mittelgroße Pollak und auch Schellfisch. Auch Dorsch hatten wir beim Naturköderfischen in guten Größen an den Haken. |
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Nach und nach wurden unsere Fänge immer besser. Peter war der erste der einen von den Big Fischen vom Grund an die Oberfläche pumpen durfte. Mann, war das ein Leng! Solch einen Riesen hatten wir alle noch nicht gesehen. Ich war gerade am hochpumpen eines größeren Fisches als sich Peters 30 Ibs Rute plötzlich bis zur Wasseroberfläche durchbog. Peter kämpfte und schwitzte, denn wir angelten bei ca. 140 Meter Tiefe. Es dauerte eine ganze Weile bis endlich etwas großes weißes zur Oberfläche kam. Ich hatte inzwischen einen schönen Meterleng gelandet und versorgt und wartete auf Peters Fisch. "Ein Leng" rief ich, boaa und was für einer. Nachdem ich den Fisch mit dem Gaff ins Boot gezogen hatte war die Freude natürlich groß und Peter war fix und fertig. Was für ein erfolgreicher Angelabend. So könnte es weiter gehen dachten wir. |
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Zwei Mal kamen auch Achim und Basti vom Eidsfjord zu uns herüber, um mit Peter und mir angeln zu fahren. Der zweite Tag mit den beiden, sollte auch gleich der bis dahin erfolgreichste Tag für uns alle werden. Ich hatte extra am Abend nicht die Fischgräten nach dem Filetieren auf den Fjord gefahren, sondern wollte den beiden vorher die "Riesengräte" von Peter präsentieren. Die Jungs staunten auch nicht schlecht und waren nun richtig heiß auch so einen Brocken zu fangen. Nachdem wir Achim und Basti direkt am Fähranleger mit unserem Boot abgeholt hatten, ging es sofort in die Fanggründe. Für ausreichend Makrelen hatte ich mit Peter vorher schon gesorgt. Wir fuhren auf die Südseite der Insel, in das Gebiet rund um den Berg, der sich dort auf 20 Meter erhebt. Auf der Karte ist das gut an der großen blauen Umrandung südlich von Losna zu erkennen. Gefischt haben wir wie immer bei 110 bis 150 Meter. Es ging auch gleich gut los. Kaum hatte ich den Motor ausgestellt sausten auch schon die Köder zum Grund. Wir fischten mit Nachläufer Naturködermontagen. Noch bevor ich meine Montage beködert hatte hatte Achim schon einen starken Biss am Grund. Es dauerte auch gar nicht lange, da konnte Achim einen 80iger Leng ins Boot heben. Von nun an sollte es Schlag auf Schlag gehen. Wir fingen einen Leng nach dem anderen und alle um den Meter groß. Nicht ein kleinerer war dabei. Lediglich die Lumben die wir fingen waren alle ziemlich klein, aber was soll man machen, das kann sich keiner aussuchen. Der einzigste der nicht ganz so prächtig Fische fing war der Basti. Er war auch schon ziemlich geknickt. Doch kurz vor Schluss hatte er dann auch noch sein Erlebnis. Ein kräftiger Biss und los ging der Drill. Basti hatte was großes am anderen Ende der Leine, das konnte man sofort sehen. Nach 15 Minuten Anstrengung hatte Basti es endlich geschafft und den Kampf mit dem Fisch gewonnen. Das Ergebnis war ein 131 Zentimeter großer Leng der in unserem Boot lag. Basti war überglücklich. Nun war es aber auch genug, denn wir hatten noch reichlich Arbeit vor uns. Die vielen Fische mussten ja auch noch versorgt und filetiert werden, bevor die Fähre wieder abfuhr, um die beiden ans Festland nach Rutledal zu bringen. Nach der Arbeit gab es dann noch eine Stärkung am Feuer in Form von gerösteten Jagdwurstscheiben und dann brachte ich die Jungs zur Fähre. |
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| So langsam neigte sich unser Urlaub dem Ende zu. Aber die letzten beiden Tage wollten wir noch einmal zum angeln nutzen. Am Samstag vor unserer Abreise, sind wir vier Schneiders dann nach dem Frühstück los, um noch einmal einen super Tag auf dem Wasser zu erleben. Das Wetter war in der zweiten Woche durchgehend herrlich und super warm, so konnten wir wie auf den Bildern gut zu sehen ist, auch ein wenig Körperfarbe bekommen. Nur mit den Makrelen ging es plötzlich nicht mehr so fix. Wir mussten lange suchen bis wir nach und nach eine Makrele nach der anderen fangen konnten. Die Schwärme waren lange nicht mehr so stark wie an den vorherigen Tagen. Warum das so war konnten wir bei dem ruhigen Wasser auch sogleich bemerken. Nicht weit von uns kamen plötzlich Schweinswale an die Oberfläche zum Luftholen. Aber egal wir hatten trotzdem genug Makrelen für den Tag, so dass wir zu unserer Lieblingsangelstelle fahren konnten. Dort angekommen bereitete ich die Köder vor und beköderte die Haken. Neben wiederum reichlichen metrigen Lengfischen, konnte Karola auch einen super Rotbarsch an einer mit Makrele garnierten 400 Gramm Dorschbombe fangen. Komischerweise ging der Fisch nicht am Grund an den Haken, sondern beim hochkurbeln als der Köder schon einige Meter vom Boden entfernt war. | ||
| Als unsere Kiste schon gut gefüllt war, setzte ich am heutigen Tag den i - Punkt. Ich hatte plötzlich einen Hänger der sich nach kräftigem ziehen vom Boden zu lösen schien. Allerdings war da keine Bewegung am anderen Ende der Schnur. Na ja was soll`s und ich begann das was da auch immer dran war hoch zu pumpen. Doch plötzlich, ich hatte schon gut 20 Meter auf der Rolle, begann da unten doch kräftig etwas in die andere Richtung zu ziehen. Meine Rutenspitze bog sich bedenklich durch, aber das sollte kein Problem darstellen, war doch die Bremse an meiner 10000er ABU richtig eingestellt. So also, na dann mal los dachte ich und begann den Kumpel da unten zu drillen und in Richtung Sonnenlicht zu pumpen. Nach einiger Zeit, mir schmerzte schon ganz schön der Arm sichtete Peter in der Tiefe etwas großes weißes nach oben kommen. Noch einen kurzen Augenblick und ich konnte sicher mein Gaff in dem Kiemendeckel verhaken und den Koloss ins Boot ziehen. Baff, ich hatte es also auch geschafft und meinen persönlichen Lengrekord auf 128 Zentimeter steigern können. Ich war fix und fertig und natürlich auch glücklich über den schönen Fang der den tollen Tag so richtig abrundete. | ||
| Am letzten Tag sollte die obligatorische Abschiedstur auch noch mal zum kurzen angeln genutzt werden. Dies mal war meine Mutter noch einmal dabei und der kleine Christian, Sohn meiner Schwester. Makrelen waren, die paar die wir brauchten, schnell gefangen und ab ging es ein letztes mal zur Südspitze von Losna. Heute lies sich die Angelei aber gar nicht so gut an. Irgend wie wollte heute kein Fisch beißen. Nach langer Zeit hatte ich einen Biss den ich auch in Form eines 1,05 Meter großen Leng verwerten konnte. Das war es dann aber auch schon wieder. Als ich schon am aufräumen war und die Sachen begann einzupacken, schrie Hannes plötzlich los. "Mutti, Papa da ist was." Jo, und was wohl? Ein riesen Widerstand hatte sich am Haken festgemacht und wollte Hannes ein wenig was von seinen Kräften abverlangen. Junge hat der Hannes geschwitzt, aber er wollte alles alleine schaffen, die Mutti durfte nicht helfend mit anfassen. So warteten wir und drückten die Daumen das alles gut geht und nach ca. 15-20 Minuten kam ein Leng zur Oberfläche, der alles in den Schatten stellen sollte. Ganze 1,44 Meter maß das Teil und wog 13,5 Kilo auf meiner alten Waage. Kann auch mehr gewesen sein, denn ich bin mir nicht sicher ob die olle Waage noch 100prozentig richtig funktioniert. Aber das ist egal, die Länge zählt und die war enorm. Hannes war ko. und wir konnten zufrieden die Heimreise antreten. | ||
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Nun hieß es alles sauber machen, Angelgeräte sowie Haus und Boot, Auto voll packen und ab ging es am Montag früh mit der ersten Fähre Richtung Bergen. Bei herrlichem Wetter nahmen wir Abschied von der Insel Losna wo wir in zwei Wochen reichlich Spaß und eine super Fischwaid hatten. Die Fahrt nach Bergen verlief locker und stressfrei und um 14 Uhr befuhren wir die "MS Bergen", welche uns wieder nach Hanstholm in Dänemark bringen sollte. Auf der Fähre saßen wir aber noch den ganzen Abend beim Bier zusammen und ließen noch einmal den Urlaub Revue passieren. Kurz vor Haugesund wurde es dann aber richtig gespenstisch. Innerhalb von Sekunden zog ein Nebel auf, in dem man keine 50 Meter mehr weit gucken konnte. Nach oben zum Himmel war die Sicht frei aber auf dem Wasser war gar nichts mehr zu sehen. Das Schiff begann auch alle 2 Minuten das Nebelhorn ertönen zu lassen. Das war schon was, warm, feucht, nichts zu sehen und immer das Hupen, da kann man schon ein wenig Angst bekommen. In Haugesund angekommen war der Spuk dann aber vorbei und fort an ging die Fahrt bei klarer Sicht weiter. Am nächsten Morgen lief das Schiff mit einer Stunde Verspätung in Hanstholm ein und nach weiteren 7 Stunden Autofahrt sind wir wohlbehalten zu Hause wieder angekommen. |
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Abschließend kann man sagen, dass wir wieder mal einen super Urlaub in Norwegen hatten und uns schon auf das nächste Mal freuen. |
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(c) 2004 Meeresangler-Schwerin
