Smerwick / Dingle

unser Irlandurlaub vom 9.8. - 25.8.2007

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Nach 10 Jahren, die wir nicht in Irland waren, hatten wir uns dieses schöne Land mal wieder als Reiseziel für unseren Sommerurlaub ausgesucht. Nach einigen Abenden am Computer haben wir dann auch ein Haus im Internet gefunden. Ein neu gebautes Ferienhaus in der Bauernschaft Smerwick. Diese befindet sich im Südwesten von Irland, auf der nördlichen Seite der Halbinsel Dingle.

 
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Die Anreise / 09 - 11.08.07
Für die Reise zu unserem Urlaubsort haben wir uns für die lange Strecke im Auto entschieden. So fuhren wir dann endlich am Donnerstag früh zu Hause ab, in Richtung Hoek van Holland, wo wir die Fähre nach Harwich in England nahmen. Auf der Fähre hatten wir auch eine Kabine gebucht, so konnten wir das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und auf dem Schiff die erste Nacht verbringen. Am frühen Morgen in England angekommen, mussten wir dann quer durch das Land fahren, bis nach Fishguard in Südwales. Da wir für die Tour den ganzen Tag Zeit hatten war es auch nicht zu anstrengend, weil reichlich Pausen eingelegt werden konnten. Noch am selben Abend um 18 Uhr brachte uns dann die Schnellfähre nach Rosslare in Irland. Dort angekommen suchten wir uns ein Bed and Breakfast Haus. Davon gibt es in Rosslare wirklich reichlich. Unser Bett für die zweite Nacht war also schnell gefunden, sodass wir für das erste Guinnes noch einen gemütlichen Pub besucht haben.
Am nächsten Morgen, Samstag früh, fuhren wir nach einem wirklich guten Frühstück dann los Richtung Südirland, nach Smerwick. Auch diese Fahrt verlief reibungslos. Nur die sehr engen und kurvigen Strassen die teilweise zu befahren waren, sind sehr gewöhnungsbedürftig. Dazu der Linksverkehr und Sprühregen haben die Fahrerei nicht einfacher gemacht. Wir sind aber gut in Smerwick angekommen und haben nach etwas Sucherei dann auch unseren Hausvermittler Peter Sauerland gefunden, der uns unser Feriendomizil zeigte. Ein großes geräumiges Haus für 6 Leute, wo wir wirklich reichlich Platz hatten. Peter S. selber besitzt auch ein wunderschönes Ferienhaus in dem wir unbedingt auch noch einmal Urlaub machen wollen.
Nach dem Auspacken war der Regen auch endlich vorbei und wir sind dann noch auf eine kurze Erkundungstour gegangen, um die nähere Umgebung zu begutachten und eventuell die eine oder andere Stelle zu finden, an der wir dann von Land die Fische des Meeres beangeln können.
 
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1. Tag – 12.08.07
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute nach dem Frühstück nach Tralee gefahren. Dort sind die nächsten Aldi und Lidl Märkte wo man wirklich günstig einkaufen und sich für ein paar Tage mit Lebensmitteln eindecken kann. Hier in den kleinen Geschäften ist es doch sehr teuer, während zum Beispiel bei Aldi die Lebensmittel sogar teilweise günstiger sind als in Deutschland. Darüber waren wir sehr überrascht.

Nach dem Einkauf sind wir so noch etwas durch Tralee gefahren und haben die Hunde und Pferderennbahn gesucht, denn diese Spektakel wollen wir uns auch noch anschauen. Die kleinen Geschäfte in der Altstadt hatten leider am Sonntag geschlossen.

Nach dem Mittagessen, das es heute etwas später gab, wie ja eigentlich immer im Urlaub, sind wir dann wieder mit dem Auto losgefahren. Auch dieses Mal waren wir auf der Suche nach einer Angelstelle die Erfolg versprechend ist, von Land zu angeln. Leider konnten wir aber wieder nicht so richtig fündig werden. Die langen wirklich schönen Sandstrände sind alle zu flach und wo man tieferes Wasser erreichen könnte, sind die Klippen zu steil und zu gefährlich. So ganz ohne Insidertipps kommt man hier scheinbar nicht weiter. Wir geben es aber nicht auf und werden die nächsten Tage weiter suchen und auch mal den einen oder anderen Iren ansprechen. Vielleicht rücken die ja bei einem Guinnes mit ihren Geheimstellen raus. ;-)))
Am Abend wollten wir das erste Mal grillen, doch leider hatten wir Briketts für den Kamin gekauft und nicht für den Barbecue Grill. Also haben wir die Pfanne heiß gemacht und unsere Steaks zubereitet.
Später haben wir dann noch eine Runde Karten gespielt und so ging der erste Tag zu Ende.
 
     
 

 
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2. Tag – 13.08.07
Heute sind wir zuerst nach Dingle gefahren, um uns die kleine Stadt anzusehen die unserer Halbinsel den Namen gibt. Dingle ist ein wirklich hübscher Küstenort mit vielen kleinen Geschäften und Pubs, einem kleinen Hafen und einem Meeresaquarium, welches wir sicher auch noch besuchen werden.
Nach dem Mittag sind wir dann zu Peter Sauerland gefahren, ein Deutscher der sich hier vor vielen Jahren niedergelassen hat und über dessen Vermittlung wir unser Urlaubshaus gemietet haben. Peter S. hat auch ein kleines Boot, mit dem wir ab und an mal angeln fahren dürfen. Leider ging das heute nicht, aber Morgen sagt er wäre das Boot frei. Hoffentlich ist morgen so ein schönes Wetter wie heute. Dann geht’s endlich mal raus zum fischen.
So sind wir noch etwas die Küste entlang gefahren bis die Straße zu Ende war und von dort weiter gewandert. Es ging über Wiesen und direkt an den Klippen entlang. So haben wir den höchsten Berg, der eigentlich eine riesige Klippe ist, bei uns auf der Halbinsel erklommen. Das war ein ganz schöner Marsch, aber als wir oben waren wurden wir mit einem tollen Blick über den Atlantik und die zerklüftete Küste belohnt. Auf dem Rückweg sahen wir uns noch das `Gallarus Oratory` an. Das ist ein Steinhaus aus dem 7.Jh. in Form eines umgedrehten Bootes.
Zurück zu Hause waren wir alle ganz schön kaputt und haben uns auf einen ruhigen Abend gefreut, doch es kam anders. Plötzlich kam ein Mann zur Tür herein und stellte sich als unser Vermieter vor. Bisher hatten wir ja immer nur mit Peter S. zu tun, der uns alles zeigte, aber nun kannten wir endlich auch den Besitzer unseres Ferienhauses. Während der Unterhaltung mit ihm, kamen wir natürlich auch auf das Angeln zu sprechen und so kam es, wie wir es uns schon seit zwei Tagen gewünscht hatten. Endlich zeigte uns einer die beste Angelstelle der Gegend. Aber auch dieses war eine kleine Wanderung, ca. 15 Minuten, über Wiesen und an Klippen  vorbei. Es hat sich gelohnt. Die Stelle scheint wirklich gut zu sein, denn Angler vor Ort hatten schon Makrelen, Pollak und kleine Haie gefangen. Jetzt müssen wir nur drauf hoffen, dass das Wetter so schön bleibt wie es heute war, denn wenn es zu windig ist kann man dort nicht fischen gehen, weil es zu gefährlich ist.
Am Abend gab es dann noch die Runde Kartenspiel und ein leckeres Guiness dazu.
 
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3. Tag - 14.08.07

Augen auf, die Sonne scheint. Leider kamen aber mit rasender Geschwindigkeit die Regenwolken und es regnete wie aus Eimern. Was tun? Nach dem Frühstück spielten wir erst mal eine Runde Karten und hofften auf besseres Wetter.

Leider ging unser Wunsch vorläufig nicht in Erfüllung und so setzten wir uns ins Auto und fuhren zum Blasket Center. Das ist ein kleines Museum, welches über die Geschichte von Great Blasket berichtet. Blasket ist eine vorgelagerte Insel, wo schon seit frühen Jahren eine kleine Gruppe Iren lebte. Zum Mittag suchten wir uns dann einen gemütlichen Pub und hofften, dass es endlich aufhört zu regnen, denn wir wollten ja schließlich noch mit dem Boot zum angeln fahren.

Den ganzen Tag hörte es nicht auf zu regnen. Das ist unglaublich wie ergiebig es hier ununterbrochen regnen kann. So spielten wir den Rest des Tages Karten und hofften auf den nächsten Tag. Sonne, wo bist du ???

 
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4. Tag – 15.08-07
Heute sollten wir endlich zu den ersten Fischen kommen aber dazu komm ich später. ;-)
Am Morgen sind wir vom starken Nordwestwind geweckt worden, der an den Fenstern rüttelte. So ein Mist dachten wir, es wird ja wohl wieder nichts mit angeln. Aber egal, irgendetwas werden wir aus dem Tag schon machen.
So sind wir nach Tralee gefahren und haben die Jungs am Aqua Dom abgesetzt. Die wollten eine Runde im Wasser plantschen. Karola und ich sind weiter gefahren und haben das Angelgeschäft gesucht. Peter hatte mir da einen Tipp gegeben, wo ich das finde. Einkaufen wollten wir auch wieder. So haben wir ein Einkaufszentrum nach dem anderen abgeklappert und haben bei der Gelegenheit auch gleich 4L Motoröl für unser Auto gekauft. Das ist hier doch deutlich günstiger als in Deutschland, so wie auch Benzin und manch andere Sachen. Kleinkram im Angelgeschäft kann man auch gut einkaufen.
Dann sind wir noch eine Weile durch das Town Center geschlendert und haben unsere Kinder wie vereinbart wieder abgeholt. Auf der Rücktour nach Smerwick waren wir dann noch in der Brandon Bay, wo es einen Bootsverleih gibt, der Boote zum selber fahren vermietet. Doch bei einem Preis von 150 Euro pro Tag haben wir beschlossen doch vielleicht einmal mit Peters Boot zu fahren. Hoffentlich wird der Wind bald weniger!!!
Zu Hause angekommen gab es wie immer verspätetes Mittag und dann sind Hannes, Peter und ich zu dem Felsen gefahren, den uns unser Vermieter gezeigt hatte. Es war zwar immer noch sehr windig, aber wir wollten jetzt endlich mal einen Fisch an der Leine haben.
Dort angekommen stellten wir fest, dass die Wellen ganz schön hoch waren, aber durch die Windrichtung waren wir etwas geschützt. Schnell hatten wir zwei Ruten zum Makrelenangeln vorbereitet und los ging es. Immer mit einem wachsamen Auge auf die hereinrollenden Wellen, haben wir dann auch ein paar Makrelen fangen können.
Ich habe dann auf eine Grundmontage umgestellt und wollte mal versuchen, ob da unten in der tosenden Brandung auch Fische zu fangen sind. Nach einigen Hängern, die mir fast die Montage gekostet hatten, hatte ich dann doch tatsächlich auch mal ein ungleichmäßiges Zupfen in der Rutenspitze. Der Anschlag saß und so konnte ich, nach kurzem Drill, einen schönen Pollack auf den Felsen heben. Zack, da war er, der erste anständige Fisch nach 3 Tagen. Freu!!!
Der nächste Wurf saß dann aber gleich wieder am Grund fest, so dass ich alles verlor. Also stellte ich auf Posenmontage um. Damit hatten die Einheimischen scheinbar ganz gut gefangen, als wir vorgestern zum gucken da waren.
Leider hatten wir auf Pose gar keine Bisse bekommen, wahrscheinlich ging das nicht so gut wegen der Wellen und der wechselnden Strömung. Aber wir werden das weiter versuchen.
Am Ende hatten wir diesen einen schönen Pollack, Peter noch einen kleineren und einige Makrelen.
Morgen gib´s Fisch zu essen ….
 
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5. Tag - 16.08.07
So gegen 7 Uhr morgens wurde ich vom Pfeifen und Klappern des Windes an unserem Schlafzimmerfenster daran erinnert, dass es heute wohl wieder nichts werden wird, mit dem Bootsangeln. Aus dem Grund beschlossen wir kurzfristig im Familienrat, den für die zweite Urlaubswoche geplanten Tagestrip zu den Cliffs of Moher zu machen. Nach dem Frühstück ging es auch gleich los, denn wir hatten einige Kilometer zu fahren. Unser Weg führte uns mit einer Fähre über den Shannon River und dann per Auto weiter bis direkt an die Cliffs. Der Wind dort oben hat ganz schön streng gepustet, aber zum Glück hatte es wenigstens nicht geregnet. Die Aussicht und die Cliffs sind schon gigantisch. Bis über 200 Meter erhebt sich die Steilküste über den Atlantik, einfach toll.
Auf dem Rückweg sind wir über Limerick, einer richtigen Großstadt, gefahren. Doch der Ort hat uns sehr enttäuscht. Dort gab es keinen typischen irischen Flair sondern nur Dreck und verstopfte Strassen. So haben wir es dort nicht lange ausgehalten und sind wieder nach Hause gefahren. Dort hatten wir doch noch in Senf eingelegte Makrelenfilets im Kühlschrank, die wir heute noch essen wollten. Leider haben wir all die Tage kein passendes Holz für ein Feuer gefunden, darum haben wir die Makrelen über Grillbriketts am Spieß gedreht. Das ging genau so gut.
Nach dem schon üblichen Kartenspiel ging es ins Bett.
 
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6. Tag – 17.08.07
Heute Morgen war endlich mal kein Wind, also haben wir nach dem Frühstück unsere sieben Sachen gepackt und sind zu Peter S. gefahren, um endlich mal zum Bootsangeln zu kommen. Leider wollten aber die anderen Gäste von Peter S. das letzte Mal vor ihrer Abreise Boot fahren, so dass wir uns noch bis Mittag gedulden mussten.
Und es kam wie es kommen musste. Als wir mittags wieder zum Bootshaus kamen, hatte der Wind inzwischen so doll zugenommen, dass in der Bucht alles voller Schaumkronen war. Da war an Angeln natürlich nicht mehr zu denken und so fuhren wir wieder nach Hause und machten uns einen gemütlichen Nachmittag mit Karten spielen usw.
Am Abend ging es dann noch in den Pub, denn heute war Live Musik angekündigt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
 
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7. Tag – 18.08.07
Der starke Wind nahm die Nacht nicht ab und sollte uns wohl auch wieder den ganzen Tag erhalten bleiben. So war wieder Landgang angesagt. Nach dem Frühstück, was heute etwas später stattfand, sind wir erst mal wieder zu Peter S. gefahren. Heute waren nämlich seine Gäste abgereist und wir konnten uns mal sein Gästehaus ansehen, welches er ja auch vermietet. Für uns war es leider nicht mehr frei gewesen. Ein wirklich schönes Objekt direkt am Wasser mit reichlich Platz. Das Haus verfügt zwar über 10 Schlafplätze wäre aber ziemlich eng wenn 10 Leute anwesend sin. Besser wären so 6 – 8 Personen.
Von Peter S. aus sind wir dann direkt nach Tralee gefahren, dort fand dieses Wochenende das Rosenfestival statt. „The Rose of Tralee“ ein Fest mit vielen Bühnen, Schaustellern, einem großen Rosengarten und mächtig was los. So zogen wir den ganzen Tag durch die Strassen, Geschäfte und auch Pubs. Zum Mittag hatten wir einen sehr schönen Pub gefunden wo wir sehr gut gespeist haben, das Essen war richtig lecker und günstig obendrein.
Am Abend war dann noch eine traditionelle Parade. Mit dabei waren auch Schotten in ihren Schottenröcken und mit Dudelsäcken. Es war Alles sehr schön anzusehen. Nach dem Umzug sind wir dann müde und platt nach Hause gefahren mit den Erinnerungen an einen sehr schönen Tag, auch ohne Angeln.
 
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8. Tag – 19.08.07
Der Wind war endlich weniger und nahm weiter ab, also wollten wir endlich Boot fahren. Die Sachen waren schnell gepackt und schon saßen wir im Auto und es ging los. Karola wollte nicht mit, also fuhren Peter, Hannes und ich alleine.
Dort angekommen waren die neuen Gäste von Peter S. schon da und wir machten uns erst mal bekannt. Der Sohn, der Franz hieß fragte uns ob er mitkommen kann, weil er auch gerne mal angeln würde. Das stellte für uns kein Problem dar. Dann stachen Peter, Hannes, Franz und ich in See. Doch die Dünung war noch sehr hoch, so dass wir in der geschützten Bucht bleiben mussten. Da war leider kein Fisch, wahrscheinlich bei 18 Metern Wassertiefe zu flach für diese Gegend. Na ja, jedenfalls pilkten wir so mit und auch ohne Makrelenvorfach und fingen nur kleine Wittlinge. Weiter nichts.
Nach einer Weile sagte Franz, dass es ihm nicht gut ginge und so wollten wir ihn nach Hause bringen. Peter, Hannes und ich wollten dann gleich noch einmal los, denn die Wellen wurden immer weniger und kleiner. Leider fiel aber auf der Hälfte der Strecke zum Bootshaus der Motor aus und mussten den Rest rudern. Der Motor war nicht mehr dazu zu bewegen noch einmal anzuspringen. Sehr schade, denn so mussten wir alle an Land bleiben. Nun muss Peter S. extra noch einmal nach Tralee fahren, um den Motor zum Service zu bringen, denn dort war er letzte Woche gerade gewesen.
Wir sind nach Hause, haben etwas Pause gemacht und Mittag gegessen und sind dann am Nachmittag noch einmal auf den Felsen gegangen, um von Land zu angeln.
Das ging leider aber auch in die Hose, denn als wir dort waren fing es nach einer halben Stunde an zu regnen, so dass wir eine weitere halbe Stunde später keine Lust mehr hatten und wieder heimkehrten. Gefangen hatten wir wenigstens zwei Makrelen. Nun haben wir schon 11 Fische in diesem Urlaub gefangen.  :-o

Spät nach dem Abendessen und Kartenspielen haben wir uns dann noch aufgerafft und sind zum Pub nach Ballyferriter gefahren. Dort war heute Livemusik und das war absolut Klasse. Da treffen sich scheinbar jeden Sonntag einige Bewohner der Umgebung und machen miteinander bei Guinnes und guter Stimmung Musik. Wir sind dann auch bis weit nach Mitternacht da geblieben und haben uns alles angehört. Nur schön.

Für morgen ist schon wieder Starkwind angesagt, also geht es wieder auf Erkundungstour.
Aber vielleicht, hoffentlich, irrt sich der Wetterbericht ja auch mal. Morgen dann mehr dazu.
 
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9. Tag -20.08.07
Der Wetterbericht hat sich nicht geirrt, so sind wir nach Killarney gefahren und haben unterwegs alle möglichen Sehenswürdigkeiten der Gegend mitgenommen. Das waren Castles, ein Wasserfall, natürlich die Innenstadt von Killarney, die Mainistir Mhucrois Abby bei Killarney und der große breite Inch Strand in der Dingle Bay. Dort sind wir dann sogar mit dem Auto am Strand entlang gefahren. Zum baden war es zu kalt und zu stürmisch.
Das Wetter war, außer dass es sehr stürmisch war, aber schön heute. Wir hatten nach einer Woche endlich mal keinen Regen und wir spürten die warmen Sonnenstrahlen auf unseren Körpern.
 
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10. Tag – 21.08.07
Heute kam der Wind mit frischen sechs Windstärken aus dem Norden. So war für uns klar, dass wir nur von Land angeln können, denn durch die Windrichtung war unsere Bucht geschützt. So machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur „Angelklippe“. Vor Ort war es zwar windig aber nicht so wellig wie die anderen Male als wir dort waren, also war  das Angeln ohne Probleme möglich.
Doch leider wollten die Makrelen heute nicht so wie wir es von den beiden anderen Malen gewohnt waren. Vereinzelt kam immer mal eine an unsere Paternoster, aber doll war es nicht. Hannes und später auch ich stellten dann auf Posenmontage um und wir versuchten so kurz über Grund oder im Mittelwasser die Fische zu überlisten, aber auch das wollte heute nicht funktionieren. Nachdem das Wasser dann schon ganz schön durch die Ebbe zurückgegangen war, stellten wir das Angeln ein. Gefangen hatten wir fünf Makrelen, einen kleinen Pollak und Karola einen Hornhecht. Danach wollten wir noch auf den Berg steigen, wo die Engländer im Krieg eine kleine Festung hatten.
Die Wanderung zu der kleinen Festung hoch oben über unserer Bucht war dann bei dem schönen Wetter auch sehr schön aber auch anstrengend. Von dort oben hatten wir einen tollen Blick die Küste entlang und in unsere Bucht hinunter. Einfach herrlich dieses grüne weite Land.
Nach dem Abendessen spielten wir wie üblich unser Kartenspiel und dann ging es ins Bett. Der Wetterbericht vom irischen Fernsehen um 21.20, sagte uns einen sonnigen Tag und ein Hochdruckgebiet voraus, welches uns hoffentlich jetzt noch die letzten Tage begleiten wird.
 
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11. Tag – 22.08.07
Es war Bootsangelwetter.
Heute früh musste alles schnell gehen, denn wir wollten endlich ein paar Fische angeln.
So sind wir nach dem Frühstück zu Peter S. gefahren, haben das Boot klar gemacht und konnten endlich in See stechen. Der Wind kam immer noch aus dem Norden, blies aber deutlich weniger stark als in den letzten Tagen.
Zuerst sind wir sehr vorsichtig Richtung Atlantik gefahren. Ich wollte das Boot etwas kennen lernen und auch sehen ob der Motor heute gut läuft. Aber das Problem mit dem Motor war behoben und er lief heute wie eine Biene.
Der Grund für den Ausfall vorgestern war, dass unseren Vorgängern wahrscheinlich Wasser in das Benzin geraten ist. Peter S. war mit der Maschine beim Service und diese war im Vergaser und in den Zylindern voller Wasser. Das erklärt natürlich unseren Ausfall.
Egal und vergessen. Heute war ein neuer Angeltag und der sollte sich lohnen. In den Tiefen so um die 20 Meter ging wieder nichts, also haben wir uns trotz der Dünung etwas weiter in den Ausgang der Bucht getraut. Dort ging es dann gleich auch richtig gut los.
Wir fischten mit Makrelenpaternoster und Pilker und haben bei etwa 40 Meter Wassertiefe plötzlich richtig viele und große Pollak gefangen. Es dauerte nur zwei Driften da war unsere Kiste schon gut gefüllt.
Ich hatte noch eine Weile versucht mit Makrele am Grund zu fischen, so wie wir es aus Norwegen gewohnt sind, aber da hatte ich nur kleine Zupfer am anderen Ende meiner Leine.
Um 2.00 pm sind wir dann mit unserer gut gefüllten Fischkiste Richtung „Hafen„ gefahren, weil die  neuen Gäste die Samstag gekommen waren, auch eine erste Bootstour unternehmen wollten.
Außerdem hatten wir noch eine ganze Menge Fische zu filetieren, wollten noch grillen und dann spät nach Dingle fahren, um ein letztes Mal für diesen Urlaub Live Musik im Pub zu hören.
Um halb Zehn sind wir los und haben noch bis Mitternacht eine Pubwanderung gemacht. Es war sehr schön, denn in fast jedem Pub wurde dort Musik gespielt. Hier wurden die Titel überwiegend mit Akkordeon, Gitarre, Geige und Trommel gespielt. Im Gegensatz zu dem Abend in Bellyferitter, wo noch Banjo, Flöte und Mundharmonika benutzt wurden. Geschafft sind wir dann ins Bett. Am nächsten Morgen wollten wir noch einmal mit dem Boot auf das Meer hinaus.
 
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12. Tag – 23.08.07
Wie geplant und erhofft, konnten wir heute noch einmal mit dem Boot zum Angeln fahren. Der Wind kam nur noch schwach aus dem Norden, sodass fast keine Wellen mehr auf dem Meer waren und wir etwas weiter zum Buchtausgang fahren konnten.
Am Anfang haben wir dicht am Land an den Klippen versucht ein paar Makrelen zu fangen, denn am Abend sollte es noch einmal Senfmakrelen geben. Leider gelang das Vorhaben gar nicht. So sind wir weiter hinaus gefahren bis wir etwa 45 Meter Wasser unter dem Kiel hatten. Anfänglich blieb es sehr ruhig an unseren Angeln. Wir pilkten mit vorgeschaltetem Makrelenvorfach und hatten so die Option auf Makrelen, Pollak oder auch Köhler. Möglicherweise ja auch mal ein Leng oder Dorsch am Grund, aber all das gelang nicht und so mussten wir mit dem Boot öfters den Platz wechseln. Während dieser Fahrerei fand ich dann einen Berg, welcher sich aus 50 Metern auf 36 Meter erhob. Dort oben setzten wir an und sofort waren unsere Ruten krumm. Jetzt kamen innerhalb kürzester Zeit Pollak um Pollak in das Boot und unsere Kiste war bald gut gefüllt. Da waren ein paar dicke Brocken bei, mein Größter maß 75 Zentimeter. Diese gingen richtig in die gut angezogene Bremse, das hat riesigen Spaß gemacht. Endlich hatten wir Angelspaß, der uns durch das schlechte Wetter und dem vielen Wind gut eineinhalb Wochen verwährt geblieben war.
Glücklich und mit einer Kiste voll großer Pollak und einigen Makrelen, die wir auch noch gefangen haben, sind wir dann nach Hause gefahren.
Nach der üblichen Nacharbeit, dem Fische filetieren, sind wir dann noch einmal zu Peter S. und seinen Gästen gefahren. Wir wollten gemeinsam Makrelen rösten und Bratwurst grillen.
Wir hatten gemeinsam einen schönen Abend und haben viel erzählt und gelacht.
 
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13. Tag – 24.08.07 / Sachen packen und aufräumen.
Nach dem Frühstück war allgemeines aufräumen und Sachen packen angesagt. Ich habe mich um den Angelkram gekümmert und Karola und die Jungs um die übrigen Klamotten und das Haus.
Nachdem die gröbsten Sachen erledigt waren, sind wir dann noch einmal nach Tralee gefahren, zu einer letzten Shoppingtour und Lunch im Pub. Unterwegs haben wir uns noch eine alte Steinbehausung der alten Iren und eine alte Kirche angesehen.
Am Abend nach unserer Rückkehr verabschiedeten wir uns  dann von unseren Vermietern und sind ein letztes Mal zu Peter S. gefahren. Dort haben wir uns auch von ihm und seinen Gästen verabschiedet, denn morgen in aller Frühe müssen wir aufbrechen. Zurück nach Rosslare und weiter durch England nach Harwich.
 
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Die Heimreise / 25. – 26.08.07
Samstag früh um 2 Uhr klingelte der Wecker und die Heimreise sollte beginnen.
Da wir das Auto schon am Abend gepackt hatten und das Haus bereits gereinigt war brauchten wir nur noch einen Kaffe trinken, den Rest wie Waschzeug usw. im Auto verstauen und losfahren. Die Fahrt durch das nächtlich vernieselte Irland war nicht so schön. Die schlechte Sicht, der ständige Niesel, der sich mit Nebel abwechselte und die schlechten Strassen sorgten immer dafür, dass alle hellwach waren. Dennoch sind wir gut nach Rosslare gekommen, wo um 9 Uhr unsere Fähre nach Fishguard ablegte. Während der Überfahrt versuchten wir noch ein wenig zu ruhen. Durch die lauten Nebengeräusche war es aber gar nicht einfach etwas Schlaf zu finden, aber irgendwie gingen die 4 Stunden doch schnell vorbei.
Von Fishguard aus sind wir dann wieder quer durch England nach Harwich gefahren. Der Verkehr auf der Autobahn war ganz schön dick, aber auch diese Tour verlief reibungslos. In England hatten wir das schönste Wetter dieses Urlaubs. Blauer Himmel und Temperaturen bis 28°C sorgten dafür, dass wir zügig fahren konnten und schnell in Harwich waren. Dort haben wir dann den Strand aufgesucht, aber zum Baden war es den Kindern dann doch schon zu kalt, da die Sonne schon beim Untergang war. So haben wir noch ein Picknick gemacht und sind dann zur Fähre gefahren, die uns nach Holland brachte.
Morgens in Hoek van Holland angekommen, hieß es dann nur noch die letzten 500 Kilometer in Angriff zu nehmen, auch das ging sehr zügig. So sind wir um 15 Uhr wieder wohl behalten zu Hause angekommen.
 
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Abschließend können wir sagen, auch wenn das Wetter nicht immer das beste ist. Irland ist immer eine Reise wert.

 
 

Und ein herzliches Dankeschön an Peter Sauerland für seine Freundlichkeit, uns alles zu zeigen und das wir sein Boot benutzen durften.

 
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Unser Tipp für Südwestirland

Atlantic Bay Rest

 

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(c) 2007 Meeresangler-Schwerin

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