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Wir auch in Norwegen Ein Norwegenreisebericht von Achim und Sebastian Hennig |
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Unser Familien- und Angelurlaub führte uns ebenfalls, in der selben Zeit wie unser Angelfreund Jörg, nach Norwegen. Wir, das sind meine Schwester Renate nebst Gatte Lothar, unser Freund Gerhard mit seiner Marlies , meine Frau Petra, unsere Tochter Maria und natürlich wir, Sebastian und Achim – Mitglieder des Schweriner Meeresangelvereins. |
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Über dansommer buchten wir ein Haus (260 m²/3500m² Grundstück) in Dafjordeid auf der Insel Stord. Das Örtchen liegt nördlich von Sagvag direkt am Stokksund. Unser Haus hatte eine traumhafte Lage mit freiem Blick über den Sund zur Insel Bomlo. Leider mussten wir aber erfahren, das die Angaben im Katalog zum Teil nur die halbe Wahrheit angaben. |
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Die Entfernung zum eigenen Steg am Wasser sollte 30 m betragen. Das war schon richtig, jedoch ging es 30 m steil die Felsen bergab! Selbst nach 2 Wochen ging uns noch die Puste aus, wenn wir wieder oben waren. Für Kreislauf- oder Herzkranke wäre das Objekt eine Katastrophe gewesen. |
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Petrus aber, hatte in diesem Sommer für alle Norwegen-fahrer das beste „Spanienwetter“ eingerichtet. Wir hatten 14 Tage Sonne pur und kaum Wind, also ruhige See. Die Drift des Bootes bestimmte allein Ebbe und Flut. Unser „Hausgewässer“, der Stokksund zwischen den Inseln, bot für alle Angelvarianten beste Voraussetzungen. Die ersten beiden Tage beeindruckte uns das angeln auf Makrele und Köhler |
| welche wir sogar vom eigenen Steg aus fangen konnten. Dank Echolot fanden wir in kürzester Zeit in 10 m Tiefe große Makrelenschwärme und in 30 m Tiefe ebenso üppige Köhlerschwärme. Es ist schon ein tolles Erlebnis, am Makrelen-Vorfach 5 Stück dieser blitzschnellen, kräftigen Fische an der Angel zu haben. Unmittelbar an unserem felsigen Ufer fiel der Gewässergrund auf ca. 60 m. In Richtung Bomlo folgte dann eine ca. 240 m tiefe Rinne längs des Sundes. Zwischen dieser Rinne und ein paar vorgelagerten Inseln fanden wir das Angelrevier für die größeren Fänge. Auf ebenen, felsigen Grund waren wir zwischen 140 bis 180m Tiefe erfolgreich. |
| Wir konnten mehrere Leng, Lumb, Dornenhaie und einen Fleckenhai fangen. Leider gingen uns zwei enorme Bisse verloren. Nach dem Anhieb setzte eine bärenstarke Flucht des Fisches ein. Sie unterschied sich von den anderen Erfolgen durch ihre auffällig ruhige Stärke. Jeweils Lothar und Gerhard hatten solch ein Erlebnis. Ein paar Meter aufholen, dann wieder die Flucht, so dass die Bremse quietschte. Ein Großer befreite sich vermutlich durch das Reiben der geflochtenen Schnur über Felsen – die Schnur riss, der Zweite konnte den Haken vom Vorfach abreißen. Wir vermuten die Bisse von ordentlichen Plattfischen. Aber toll und aufregend war es trotzdem. |
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Wenn die Drift zu stark war, verzogen wir uns wenige hundert Meter nördlich, im Schatten einer langgezogenen Insel. Bei einer Tiefe von 30 m war die Drift gut genug, uns über dieses Revier zu treiben. Hier konnten wir kleinere Leng, Plattfische, Köhler und sogar ein paar Dorsche landen. Im Übrigen war vor Ort keine Dorschzeit, aber wir hatten genug andere Fische, vor allem immer genug Makrele um leckere Fetzenköder anbieten zu können. |
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Gerhard mit seinem super Leng. |
Achim mit Leng und Flügelbutt. |
Basti mit seinem großen Lumb. |
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| Gerhard fing den größten Leng. Mit einer Länge von 148 cm brachte er 18,7 kg auf die Waage. Lothar und Basti zeigten sich als Lumbspezialisten. Die Fische waren durchschnittlich 100 cm lang und 12 kg schwer. Ich sollte der Angler der übrigen Fischsorten werden: Dornenhai, Rotbarsch, Schellfisch und einiges mehr. Natürlich holte ich auch meinen Leng und Lumb, allerdings nicht die „Riesen“. |
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Erstaunlicherweise wurden wir um eine Erfahrung reicher. Während der ersten beiden Angeltörns in 160 m Tiefe, gelangten nur Gerhard große Fänge, wir anderen Drei hatten das Nachsehen. Ich stellte fest, dass Gerhard mit einem Vorfach angelte, das einem Brandungsvorfach ähnelte. Auf der Sehne der beiden Haken befanden sich Leuchtschläuche. Zum Glück hatte ich meine Restbestände an Knicklichtern mit. Diese befestigten Lothar, Basti und ich direkt vor unseren beiden Haken des Naturködervorfachs. Es war kaum zu glauben, ab sofort gingen uns in großer Tiefe ebenfalls Leng und Lumb an den Haken. |
| Ab und zu fuhren auch Marlies, Renate und Maria mit auf See. Sie fanden Begeisterung vor allem beim Makrelen-fang. | ||
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Gletscherzunge des Folgefonn bei Sundal. |
Wasserfall am Eingang zum Maurangerfjord. |
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| Jeden zweiten Tag waren wir in der näheren Umgebung unterwegs. Auf Karmoy konnten wir an den schönsten weißen Sandstränden baden, die Insel Bomlo wurde ebenfalls erkundet, Bergen statteten wir einen Besuch ab und an den Fuß einer Gletscherzunge des Folgefonni führte uns eine Wanderung. Allein das Autofahren abseits der größeren Straßen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Und natürlich Blaubeeren bis zum Abwinken. |
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Wir sind uns einig, Norwegen ist ein wunderschönes Land und ein Paradies für Angler und Naturliebhaber. Dieser Sommer war einfach traumhaft und wir alle hatten sehr schöne und große Fische gefangen. Dieser Urlaub wird lange in unserer aller Erinnerung bleiben. Bis zum nächsten mal Achim und Basti ----------------------------------------------------------------------------------------------------- |
(c) 2002 Meeresangler-Schwerin
