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Unser Norwegenurlaub am Eidsfjord vom 27.7.03 - 13.8.03 |
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Mit den Resten der Makrelen habe ich dann von Land den ersten Versuch unternommen, mit der Brandungsrute ein Paar Fische zu erbeuten. Es ging auch gleich gut los. Nach kurzer Zeit konnte ich gleich einen Knurrhahn landen, der durfte aber wieder wegschwimmen . Beim zweiten Auswerfen konnte ich dann zwei schöne Butt an Land kurbeln. Eine schöne Scholle und eine stattliche Flunder waren die ersten Fische die den Weg in unsere Kühltruhe fanden. Mit den schon erwähnten knusprigen Makrelenfilets fand so der Anreisetag ein schönes Ende. Am nächsten Tag sollte aber der erste Versuch auf dem Wasser unternommen werden. Leider war das Wetter nicht sehr schön. Es hat zwar nicht geregnet, aber es war sehr windig, sodass an ein gemütliches angeln nicht zu denken war. Wir fuhren dennoch auf den Fjord hinaus um die ersten Eindrücke zu bekommen und um den Fjord in der näheren Umgebung mit Seekarte und Echolot zu erkunden. Der Untergrund war aber sehr weich und vermutlich sogar matschig, was nicht die besten Bedingungen sind für Lumb, Leng und Co. Denn das sind meine Zielfische in Norge. Wir fischen hauptsächlich mit Bootsruten und Naturköder- Schleppmontagen am Grund. Bei Wassertiefen bis maximal 40 Meter und diesem Untergrund machte es keinen Sinn noch weiter zu angeln und da der Wind weiter zunahm konnten wir auch nicht weiter weg fahren. Also ging es erst mal wieder an Land zum Mittag essen. Am Abend dann nahm der Wind ab und mit auflaufenden Wasser bin ich mit Karola noch einmal auf den Fjord gefahren. Diesmal ging es aber weiter den Fjord hinauf, wo laut Seekarte auch größere Wassertiefen zu erreichen waren. Endlich wurde es auch steiniger am Grund und wir fanden schöne Kanten und Löcher die wir an den nächsten Tagen erfolgreich beangeln sollten. An diesem ersten Abend fingen wir auch gleich einige Lumben und einen Leng. Die waren zwar nicht übermäßig groß, aber der Urlaub war ja noch lang und das würde mit Sicherheit noch werden. Der dritte Tag war am Morgen schon sehr regnerisch und wir beschlossen mit dem Auto eine Tour zu unternehmen. Wir fuhren nach Holmedal zur Helle Messerfabrik. Im dortigen Werksverkauf kann man die gesamte Palette an Hellemessern einkaufen. Am Abend angelten wir noch ein paar Fische von Land. Die nächste Bootstour brachte dann auch die ersten größeren Fische. Es war stark bewölkt, regnete aber nicht und der Wind war nicht zu doll, sodass wir eine angenehme Drift hatten. So konnten wir an diesem Tag wieder Lumb und Leng fangen. Auch kamen die ersten Dorsche und Schellfische ins Boot. Das Highlight des Tages war allerdings ein Steinbeißer von 84 cm den ich aus 90 Meter Tiefe hochpumpen konnte. Der "Schreck" war ganz schön groß als plötzlich der dicke graue Kopf mit den Riesenzähnen neben dem Boot auftauchte. Alle Mann die Beine hoch und rein mit dem Fisch ins Boot. Der Junge hat in der Kiste ganz schön Alarm gemacht, aber nach ein paar kräftigen Schlägen zwischen die Augen war auch bald wieder Ruhe an Board.
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In den folgenden Tagen war das Wetter nicht sehr sommerlich, aber auch nicht kalt. Bei wechselnder Bewölkung mit einzelnen Schauern war beim Angeln immer Regenzeug angesagt, aber damit konnten wir gut leben. Norwegen kann wettertechnisch auch schlimmer sein, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Die zweite Urlaubswoche wurde dann aber richtig schön sommerlich, sodass wir sogar im Fjord planschen und kurzärmlich aufs Wasser konnten. Zu unserem Norwegenurlaub gehören auch Touren zu den Gletschern, wenn sie dann in der Nähe sind. So fuhren wir in diesem Jahr zum Jostedalsbreen. Wir besuchten den Boyabreen und das Gletschermuseum dort in der Nähe. Das Museum ist sehr informativ und umfangreich ausgestattet. Ich kann einen Besuch dort nur empfehlen wenn man mal in der Nähe ist. Eine weitere Tour führte uns ans Meer auf die Insel Fedje. Auch eine Bergwanderung hinter unserem Urlaubshaus stand wie immer mit auf dem Programm. Es ist doch immer wieder ein Erlebnis wie schön Norwegen von oben aussieht.
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| So vergingen Tag um Tag unseres so lange ersehnten Urlaubs. Wir badeten im Fjord, gingen wandern und fuhren manchmal einfach so mit dem Auto durch die Gegend, um diese Ecke von Norwegen kennen zu lernen. Natürlich ging es auch weiterhin zum angeln auf den Fjord. An einem Tag konnten wir bei absolut warmen, ja fast extremen Temperaturen, nicht einen anständigen Fisch ins Boot heben. Lediglich ein schöner Lippfisch, ein größerer Schellfisch und einige kleine Dorsche fanden unsere Köder am Grund. Dafür ging es dann abends besser. In der zweiten Woche kam am Abend auch die Flut und so hatten wir optimale Bedingungen für die Grundangelei. An dem Tag, wo tagsüber gar nichts ging, war ich dann abends noch einmal alleine los. Schnell waren 4 Makrelen für die Köderzubereitung gefangen und ab ging es zu den erfolgversprechenden Stellen, die wir im Laufe der ersten Woche ausfindig machen konnten. An der ersten dieser Stellen begann ich eine Drift die mich von 40 Meter Wassertiefe durch eine Schlucht von 80 Meter wieder hinauf an die Felsen auf 30 Meter treiben sollte. Da es abends kaum noch Wind gab, dauerte die Drift ewig lange und ich wäre beinahe eingeschlafen. Doch plötzlich, noch etwa 15 Meter von den Felsen entfernt bei 45 Meter Tiefe hatte ich den ultimativen Biss. Mann habe ich mich erschrocken. Ich konnte grad noch so die Rute halten und den Anhieb setzen. Zum Glück hatte ich die Bremse an meiner Abu 10000 C richtig eingestellt und so riss der Fisch auch gleich ein paar Meter Schnur von der Rolle. Die Rute bog sich im Halbkreis bis zur Wasseroberfläche, das war ein tolles Gefühl. Zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht was am Haken war, aber bei sehr steinigem Grund und dieser Wassertiefe hatte ich eigentlich nicht viel zu erwarten außer einem großen Schellfisch, Pollak oder Köhler. Nach einem ganz anständigen Drill kam dann aus den Tiefen des Fjordes ein großer länglicher weißer Bauch an die Wasseroberfläche. Ich erkannte früh, dass es sich um einen Leng handelte. Und was für einer. Ich konnte am Ende des Drills einen super Leng von 107 Zentimetern und 12 Pfund landen. |
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| An unserem letzten Angeltag sind wir dann noch einmal alle gemeinsam auf den Fjord gefahren. Für die Mittagszeit hatten wir uns etwas Holz für ein Feuer und ein paar Bratwürste mitgenommen. Das haben wir diesen Urlaub sehr oft gemacht und es macht riesigen Spaß, irgend wo im Fjord mit dem Boot anzulanden um auf den Felsen dicht am Wasser, ein kleines Feuer zu machen. Lecker im Feuer geröstete Bratwurst oder auch Makrelenfilets am Spieß schmecken da doppelt so gut. Auch heute machten wir die besten Fänge gegen Abend. Karola fing zwei sehr schöne und auch große Köhler, wo der größere von beiden 68 Zentimeter maß. Peter fing neben einigen anderen guten Fischen einen Leng von 79 Zentimeter. Na das war doch schon mal ein toller Tag und kurz bevor wir den Abschluss des Angelurlaubs verkünden konnten, meldete sich Hannes plötzlich noch einmal mit einem starken Biss. Oh dachte ich, die Rute bog sich ganz gut durch und Hannes hatte auch ordentlich zu tun, mal sehen was da hoch kommt. Eigentlich hatte ich ja wieder mit einem Lumb gerechnet, denn von denen hatten wir in diesem Urlaub überdurchschnittlich viele, aber dem war nicht so. Als ich so schemenhaft erkennen konnte was da hoch gekurbelt wird, meldete ich sofort die anstehende Landung eines weiteren Steinbit an. Alle nahmen die Füße hoch und warteten ab was da so kommen würde. Das ist schon ein tolles und sogleich mulmiges Gefühl wenn man so ein Urfisch über die Bordkante hebt. Aber auch dieser Fisch war nach drei kräftigen Schlägen zwischen die Augen schnell Ko. und Hannes konnte endlich seinen tollen Fang in Empfang nehmen. Man konnte gut sehen wie stolz Hannes auf diesen Fisch war und wie sehr er sich darüber gefreut hat. Einen Katfisch von 66 Zentimeter hält man eben nicht jedes Jahr in den Händen. Auf der Rückfahrt nahmen wir noch einige Makrelen mit die genau neben dem Boot räuberten. Diese sollten unser Abendbrot werden. Frisch geräuchert im Barbecue Grill waren sie ein Leckerbissen und genau der richtige Abschluss unseres Norgeurlaubs. Natürlich mußten die vielen Fische erst noch versorgt werden, aber dann konnten wir uns dem leckeren Abendessen widmen. |
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Tja, der schönste Urlaub geht einmal zu Ende und so war es auch dieses Mal. Wir packten unsere 7 Sachen und mussten nach zwei Wochen die Heimreise antreten. Aber eines ist sicher, uns hat es am Eidsfjord super gut gefallen und das Haus und der nette Vermieter sind absolut weiter zu empfehlen. ----------------------------------------------------------------------- Diese und viele weitere Urlaubsfotos könnt ihr auf dieser Seite betrachten.
Bei unserem Vermieter Roald Ellingsen möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal für das tolle Ferienhaus bedanken, das mit allen Dingen für einen angenehmen Urlaub ausgestattet war. Mange takk!!! Vielen Dank Roald!!! |
(c) 2003 Meeresangler-Schwerin
