|
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
||
|
Ein Reisebericht von Frank Völkle (Franky) und Jörg Schneider (Meeresangler_Schwerin) Bilder bitte anklicken! |
||
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
||
| . | ||
|
Åvik-Brygge – Budenbericht von ganz hinten links inner Ecke 6.10.2004 – Abreisetag mit Elchferien für die Boardie-Norwegentour nach Åvik-Brygge. Jede Menge total verrückter Boardies werden in Norwegen einfallen. Menschenskinners, was können einem die Einheimischen leid tun! An diversen Rastplätzen wurden vom Luxusbus von Ditters Angelreisen diversere Teilnehmer eingesammelt um sich mit diversesten weiteren Jungs und Mädels in Hirtshals an der Fähre nach Kristiansand zu treffen. Gegen 1:15 sollte das Schiff am 7. Tag des Oktobers im Jahre 2004 ablegen... Leider trat dieses Ereignis erst eine Stunde später ein, denn wetterbedingt musste diese Verspätung in Kauf genommen werden. Allerdings konnten wir uns alle dann in die Kabinen zurückziehen, um eine Mütze Schlaf zu nehmen, denn am Morgen sollte die MS „Christian IV“ in Kristiansand einlaufen. Für einige blieb die Option „eine Mütze Schlaf nehmen“ leider nur eine Option, denn „man“ ging anderen „Aktivitäten“ nach. Der blanke Hans spielte mit uns nach seinen Regeln, und wer nicht ganz Seefest war, rief nach „Jörg“ oder wollte nach „Augsburg“... An viel Schlaf war da nicht zu denken. Gottseidank blieben Jörg und ich davon verschont und konnte – nach Ohrenzeugenberichten – tatsächlich ein kleines Cap Schlaf nehmen. Ein besonders heftiges Schaukeln mit ca. 5 m Höhenunterschied und anschließendem „Krawumms“ soll mit einem „Treffer Mittschiffs, Herr Kaleu“ meinerseits kommentiert worden sein... Irgendwann so gegen 6:00 haben Jörg und ich dann Kaffedurst gehabt und „genossen“ diesen leckeren Trunk (oder „laue Brühe“) in der Cafete... Als wir dann wieder allesamt an Land waren, und sich die seekranken Crewmitglieder während der Passage unter Landschutz einigermaßen schon erholen konnten, ging es im Bus weiter nach Åvik. Kurzer Zwischenstop im Supermarkt und Grundnahrungsmittel fassen. Brot, Mehl, alkoholfreie Getränke und und und und... Nachdem auch Familie „Chinook“ vom Einkaufsbummel zurückkehrte, konnte zum Endspurt angesetzt werden. Ein letzter Engpaß zwischen zwei Häusern wurde von unserem Stavros aka „Uga“ gemeistert, ohne anzuecken. Wäre auch Schade um die Dächer gewesen... Buden beziehen, Angelklotten fertig machen und Bootsübernahme. Das waren die nächsten Aufgaben, die uns beschäftigten. Für mich als „Norwegenneuling“ war das eine „Premiere“. Klar kannte ich das Gerät – nur kennen und benutzen sind zwei gaaaanz verschiedene paar Schuhe. Prinzipiell ist das Schleppen mit Naturködern in der Ostsee ja identisch mit dem in Norwegen – nur dass statt 80 g auch mal 800 g oder mehr in 200 m statt 20 m heruntergebracht werden... Dank Jörg war ich also auch mit einer 30 Pfund Bootsrute und passender Rolle mitsamt Schnur ausgerüstet. Blei und Vorfächer bekam ich von allen dreien, wenn nötig, gestellt!! Danke Jungs!!!!!! Unser erster Angeltag verlief „cool und relaxed“. Leichte Spinnrute für jeden und ab in die Schären. Der Wind vom Vortag hat noch für eine gute Welle gesorgt, so dass wir in die windgeschützen Buchten fuhren. Hier und da die Blinker durchs Nass gepflügt blieben für mich tatsächlich 2 Pollacks hängen, die den Snaps (schwarz mit Hologlitter getuned) unwiderstehlich fanden – und ich die Pollacks... ;-) Der Drill an 40 g Spinnrute war klasse. Es machte viel Spaß, die „Kämpfer“ aus dem Seegras zu zoppen. Abends gab es bei uns dann Bratwurst und gegrillte Köder! Das, was wir an Ködern nicht verfüttern konnten, wurde einfach in die Pfanne gehauen und genossen. Brathering, schööön kross, ist eine verdammt leckere Sache... ;) Ein letzter Schluck, und dann ging`s früh in die Koje, denn es warteten noch 5 „anstrengende“ Tage auf uns! |
||
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
|
Am Mittwoch dem 6.10. sollte es nun endlich los gehen. Die lange Warterei hatte ein Ende und pünktlich um 13 Uhr holten mich meine Eltern ab um mich nach Hamburg auf die Raststätte Harburger Berge zu bringen wo um ca. 15 Uhr der super Reisebus von Dirk Ditters eintreffen sollte. Leider wurden die heranrollenden Boardies mit samt Bus ein wenig hier und da aufgehalten so das ich mir mit Jürgen Cosz und seinem Kumpel die Zeit auf der Raststätte vertreiben musste. Das war aber nicht weiter schlimm und die Zeit verging wie im Fluge denn wir hatten schon einiges zu erzählen. Als der Bus dann endlich da war ging alles ruck zuck. Mindestens 20 Boardies kamen auf uns zu gestürmt, jeder griff sich irgend was von unseren Sachen und verstaute diese im Bus. Es war gar nicht so einfach den Überblick zu behalten wo welche Tasche im Bus verschwand. Da aber auf dem Fleck wo die Sachen vorher lagen nichts übrig blieb waren wir und ziemlich sicher das auch alle Klamotten von uns den Weg gen Norden angetreten haben. Im Bus gab es eine Begrüßung von allen für alle und man hat sich bekannt gemacht. Franky hatte mir schon einen Platz gesichert und so sollte die Reise ihren Verlauf nehmen. |
||
| . | ||
| . | ||
|
Der zweite Tag sollte uns endlich auf `s große Wasser bringen. Dank unseres Yellow Boats das wir günstig von Elchferien gemietet hatten war das auch selbst bei größeren Wellen überhaupt kein Problem. Der Wind war sehr schwach und die Sonne schien vom Himmel herab als wären wir in der Südsee. Nur die Temperaturen waren mit ca. 15 Grad noch sehr frisch aber dafür hatten wir ja alle unsere warmen Floatings angezogen. Da noch niemand von uns in diesem Seegebiet gefischt hatte mussten wir uns mit Seekarte, Echolot und GPS bewaffnet gute Angelplätze suchen. Nach verlassen unseres Fjordes steuerte ich erst mal auf die gegenüber liegende Insel zu um dort an den Kanten mit ein wenig Glück ein paar Makrelen zu erbeuten. Das Makrelenangeln war sehr mühsam so fett waren die Schwärme nicht mehr aber wir haben an diesem wie auch an allen folgenden Tagen immer genug Makrelen zusammen angeln können so das wir immer reichlich Köderfleisch zur Verfügung hatten. Ja es war sogar immer noch was übrig um die Filets tiefgekühlt mit nach Hause zu nehmen oder vor Ort zu verzehren. Nachdem wir nun also genug Köder hatten ging es hinaus auf eine Kante die ich mir in der Seekarte ausgeguckt hatte und mit Hilfe meines GPS auch gezielt ansteuern konnte. Ich setzte das Boot auf einer Wassertiefe von 75 Metern und hoffte das uns der Wind in die richtige Richtung drücken wird. So geschah es dann auch und nach und nach wurde es tiefer bis wir bei 140 Meter angelangt waren. Während dieser ersten Drift die mit Hilfe eins Treibankers sehr langsam vonstatten ging konnten wir auch gleich einige von den begehrten Grundfischen fangen. Ich hatte meinen Köder noch keine 5 Minuten am Grund als es schon heftig in der Spitze meiner neuen Daiwa Inliner rüttelte. Der Anschlag saß und ich pumpte aus 90 Metern Tiefe einen stattlichen Leng zur Oberfläche. Jau, sagte ich so soll es sein und freute mich über den ersten schönen Fisch in Südnorwegen. Es aduerte auch nicht sehr lange da konnten Franky einen guten Lumb und Martin und Björn jeweils einen schönen Leng in die Kiste legen. Durch die Stürmische See der Vortage war es hier draußen aber doch noch ganz schön bergig was unserem Martin ganz schön zusetzte. Der wenige schlaf von der Überfahrt und der letzten Nacht taten ihr übriges so das er uns bat ihn doch bitte nach Haus zu bringen. Logischerweise kamen wir dieser Bitte sofort nach und brachen die Drift ab. Die uns zu diesm Augenblick schon wieder zwei schöne Leng bescherte. Mit 5 Lengfichen und einem Lumb in der Kiste waren wir bis zu diesem Zeitpunkt doch schon ganz zufrieden und brachten den Martin erst mal Heim. Die Fische kurz ausgeladen das Martin sie gleich versogen konnte sind Frank, Björn und ich dann sofort wieder in See gestochen. Maik auch bekannt als Japanrot stand da so gelangweilt an der Kaimauer herum so das es nicht viel Überredungskünste brauchte und er mit in unser Boot stieg für den zweiten Teil des Tages. Die Ausfahrt dauerte eine gute Stunde und vor Ort angekommen merkten wir das die Drift plötzlich ganz anders entlang ging. Wir versuchten also unsere Drift vom Vormittag zu kreuzen. Auch hier lagen teilweise auch ganz schöne Steine am Grund welche ja die Voraussetzung sind um in Norwegen gute Fische zu fangen. Aber irgend wie wollte es nicht mehr so richtig funktionieren. Das ablaufende Wasser tat dazu wohl sein übriges so das wir auf diesem Trip nur jeder einen Leng und Maik einen schönen Dorsch fangen konnten. Als nach einer ganzen Zeit dann überhaupt kein Biß mehr zu verzeichnen war traten wir die Heimreise an. Geschafft und glücklich von dem schönen Angeltag bei herrlichem Wetter legten wir nach einer Stunde in Avik wieder an wo uns die anderen Boardies schon erwarteten. Gefangen wurde an diesem Tag eigentlich sehr gut. Einige hatten etwas weniger Fisch in der Kiste andere dafür wieder etwas mehr. Wir hatten uns ja ausschließlich aufs Naturköderangeln spezialisiert und waren mit unseren Leng und Lumb doch recht zufrieden. Ich muss ehrlich gestehen das ich mit so viel Fisch in Südnorwegen gar nicht gerechnet hatte. Der Abend ging dann auch recht schnell vorbei. Ich versorgte die Fische und die andern drei kümmerten sich um das Abendessen. Nach dem leckeren Abendmahl begab ich mich dann noch auf eine kleine „Zeltplatzrunde“ ich nannte das immer so wenn ich auch Tournee gegangen bin. ;-) Martin und Franky folgten mir und so vielen wir gemeinsam vorne in die erste Bude bei Maik und Pasa ein. Hier in dieser tollen Bude wo immer gute Stimmung angesagt war zog es uns an den folgenden Abenden immer wieder hin. War geil bei euch Jungs. Irgend wann in der Nacht überkam uns dann aber doch die Müdigkeit so das wir zu Bett gingen denn der nächste Tag sollte doch auch wieder ein schöner auf dem Wasser werden. |
||
| . | ||
| . | ||
| . | ||
|
Der dritte Tag begann wie der erste und zweite. Wir wurden nach und nach wach und aßen ein gutes Frühstück. Danach wurden die Klamotten sortiert, das Boot klar gemacht und ab ging es wieder in Richtung gegenüber liegende Insel zum Makrelen angeln. An der Stelle wo wir gestern noch fix fertig waren mit Köderbeschaffung war heute gar nichts zu bekommen. Also sind wir die Inselgruppe weiter hoch gefahren und haben es hier und dort mal versucht. Fast am Ende der Inseln an einem steilen Felsen ging es dann wieder sehr schnell und wir konnten nach kurzer Zeit mit dem Naturköderangeln beginnen. Heute fuhren wir aber auf die westliche Seite der Inselgruppe wo nach Seekarte auch gute Wassertiefen zu erwarten waren. Schwer war es nur die richtigen steinigen Kanten zu finden. Größtenteils war es in dem gesamten Gebiet rund um Avik doch sehr modderiger Lehmboden. Steinig war es immer dort wo es tiefer wurde. Sobald der Boden eben wurde war er auch weich. Da ist es dann mit Fisch fangen nicht so prickelnd aber an den steinigen Kanten hatten wir immer gute Bisse. Wir fischten an diesem Tag so manche steinige Stelle ab und konnten dabei auch wieder Lumb und Leng fangen. Auch Pollak gingen beim Naturköderangeln an den Haken. Sogar eine Dublette konnte Martin fangen. Plötzlich war es schon wieder später Nachmittag und wir beschlossen rein zu fahren. Im Hafen angekommen kümmerte ich mich sogleich wieder um die gefangenen Fische und schnitt diesen das Fleisch von der Grete. Der Franz der mich besuchen kam um mir über die Schulter schaute hielt nebenbei ein nettes Schwätzchen mit mir was mich sehr erfreute. Das der Franz nur auf mich angesetzt wurde und aufpassen sollte weil die anderen Jungs einen Rutenneubau mit meiner Inliner geplant hatten wusste ich da noch nicht. Als ich dann nach getaner Arbeit wieder zur Stube kam präsentierte mir Martin gleich meine neue Angelrutenkombi. Die Bengels hatten doch tatsächlich meine schöne neue Inliner versaut und eine Stationärrolle samt Komplettberingung daran befestigt. Ui sah das cool aus. Die späteren Besucher bei unserm Grillabend hatten auch ihren Spaß an dieser Rutenneuentwicklung. Vielleicht sollte man so etwas mal den Professionellen Rutenbauern vorführen. ;-)Für diesen Abend hatten wir uns vorgenommen unser mitgebrachtes Grillfleisch zu essen. Ein Grill war schnell organisiert und Holzkohle hat uns neben anderen wichtigen Sachen die wir benötigten der Micha (dorsch01) mitgebracht. Auch andere Budenbesatzungen kamen zu unserem grillen. Rob brachte seinen kleinen Räucherofen mit und bereitete uns leckere Makrelen und Hornfische zu. Ein Genuss kann ich nur sagen. Berty der sich mit unserem Fahrer Uga auch zu uns gesellte spendierte sogar zwei Fässchen Bier und eine Kiste Bier. Danke dafür Berty. Uga konnte an den Bierfässchen auch gleich zeigen das er nicht nur Bus fahren kann. ;-) In geselliger Runde ging auch dieser Abend schnell, ja zu schnell zu Ende und gut gesättigt von dem guten Essen und trinken gingen wir zu Bett. |
||
| . | ||
| . | ||
| . | ||
|
Am vierten Tag fuhren wir wieder hinaus aufs offene Wasser. Die Sonne schien wieder sehr schön an diesem Morgen nur der Wind hatte ein wenig aufgefrischt. Als wir am Fjordende um die Ecke kamen war es doch schon sehr wellig aber mit unserem Yellow Boat war das überhaupt kein Problem. Makrelen waren wieder schell gefangen und wir fuhren auf die Stelle wo wir am ersten Tag gute Fänge hatten. Leider ging hier gar nichts da wir voll im Wind standen und mit ganz schön hoher Dünung zu kämpfen hatten. Wir machten eine Drift die nichts brachte. Vermutlich war die Drift einfach zu schnell trotz Driftsack. Durch die hohen Wellen machte es aber auch nicht gerade viel Spaß hier weiter zu angeln denn ständig musste man sich irgend wie festhalten. Also beschlossen wir wieder zwischen den Inseln hindurch zu fahren und auf der anderen Seite im Windschatten zu fischen. Ruhiger war es hier ja auch aber fische wollten trotz der langsameren Drift nicht an unsere Haken gehen. Wir fingen nur noch kleine Leng, nichts richtig gutes mehr. Irgend wann hatten wir dann die Lust verloren und fuhren zum Hafen. So hatten wir einen längeren geselligen Nachmittag mit Fliegenbindekurs bei Martin vor uns. Im Hafen machte ich mich wie immer wieder an die Fische. Viele waren es ja heute nicht und als ich nur noch einen vor mir hatte passierte das Unglück. Beim Meserschärfen zog ich mir das selbe tief durch den linken Zeigefinger. Auaaaaaaaaa....... Wat für ein Schreck, ich bin natürlich gleich zur Bude gelaufen um mich vom Filetier- und Abwaschdienst für den Rest des Urlaubs abzumelden. Martin hatte wie immer die Situation voll im Griff und legte mir einen super Verband an um vor allem die doch sehr starke Blutung zu stillen. Was auch gelang, für die Nacht bekam ich dann noch mal einen frischen Verband mit Keimhemmender Salbe von ihm. Danke Martin. Bist mein Held. ;-) Den Abend verbrachten wir wieder in der Bude ganz vorne, ich sagte ja schon mal, da war immer was los. |
||
| . | ||
| . | ||
| . | ||
|
Tag Nummer fünf brach für uns sehr früh an, da es draußen sehr ruhig war und Magnus, unser Mann vor Ort, prophezeite, dass es ab 10:00 wieder windig werden sollte. Am Vorabend wurde mit Maik bereits alles geplant – wir „tauschten“ einmal denn für Martin standen heute noch Filmaufnahmen mit dem österreichischen Kamerateam Rob und Bruhno an. Zwischen den Schären war das Fliegenfischen in Norwegen auf dem Programmplan, und so fuhren wir, leicht zeitversetzt hinaus... Maik, Jörg und ich bildeten die eine Crew, die recht zügig zu den Makrelengründen vordrang und erstaunlich schnell die Kiste voll machte. Am Horizont erblickten wir das „Filmteam“ und beschlossen einmal, nach dem rechten und linken zu sehen, denn uns interessierte das natürlich auch! Martin wurde einfach ausgesetzt und machte auf einem Felsen, mitten im Wasser, seine „Flugübungen“. Zwei schöne Pollacks gingen ihm auf den Leim und er freute sich wie ein Schneekönig! Rob und Bruhno schienen nicht unzufrieden... ;-) Wir nutzten die Zwischenzeit aus und blinkerten mit leichtem Geschirr zwischen den Felsen herum. Auch Jörg hatte Glück bei der Sache und erwischte ebenfalls einen prima Pollack...Da es, wie von Magnus angekündigt war, ziemlich auffrischte, verpieselten wir uns hinter Landschutz. Einige Driften später, bei denen für mich ein Leng, oder besser auch „Kurz“ heraussprang, beschlossen wir eine seichte Bucht anzufahren, um dort unser Glück auf Plattfisch zu machen. Verheissungsvoll begannen wir mit leichten Pilkruten und einfachen Montagen die Makrelenfetzen hinter uns her zu schlurfen. Ausser Knurrhähnen blieb aber nix übrig, und so fuhren wir dicht unter Land im „kuscheligen“ Windschutz wieder heimwärts! Jeweils ein Viertel Zwiebelkuchen später jedoch beschlossen wir die „berühmte“ Plattfischbucht kurz um die Ecke aufzusuchen, da die Sonne herausgekommen war und dort absoluter Windschatten herrschte. Leider waren die Platten verdammt lütt gewesen, und auch die bunten Lippfische und kleinen Wittlinge, die wir überlisten konnten, wanderten wieder ins Naß... Im letzten Büchsenlicht machten wir wieder fest und brachen zur obligatorischen Zeltplatzrunde zur Hütte ganz vorne auf... |
||
| . | ||
| . | ||
| . | ||
|
Tag Nummer sechs sollte für uns der letzte Angeltag sein... Es wurde immer windiger und selbst die stabilen Yellowboats schaukelten bei kräftiger See. Sichere Passagen sind kein Problem für die Kutter, aber entspanntes Angeln ist absolut unmöglich gewesen. Daher haben wir uns windgeschützte Buchten, diesmal auf der anderen Seite, ausgesucht, die wir mit leichtem Geschirr auf eventuell vorhandene Fische überprüfen wollten... So leicht war das allerdings nicht, denn diese Idee hatten so ziemlich alle – Wurstmarken in den Buchten wäre eine eventuelle Lösung gewesen... ;-) Dennoch wurde es einigen zu windig und zu unangenehm, zumal es noch einen kräftigen Regenschauer gab. Unsere Ausdauer sollte aber belohnt werden. In einer Bucht warf Martin, mit Fliegenrute bewaffnet, eine Stelle an, und hatte Biss... Irgendein etwas hüpfte aus dem Wasser heraus!!! Dieses „etwas“ entpuppte sich als kleine Forelle, unserer Meinung nach Meerforelle, aber auch Browntrout war nicht ausgeschlossen. Zu vielfältig sind die Fischarten, um jede 100% zu bestimmen... Dieser ominöse „Felsen“ erwies sich als gut bestückt, denn kurz darauf erwischte ich auch eine Miniaturforelle... Jörg hatte in der Zwischenzeit auf Blinker einen starken Fisch erwischt, der ihn zu einer ganzen Runde im Boot zwang. Leider leider schlitzte der Bursche aus! Vermutlich DER Fisch des Urlaubs – aber ändern können wir das leider nicht mehr Den Abschluß des Angeltages bildete dann ein Besuch in der Plattfischbucht vom Vorabend, aber wo es gestern noch rappelte wie blöd, war jetzt Totentanz. Kein Biss, kein Zupper – NIX... Also, ab in den Hafen und Feierabend einläuten, der, wie sollte es auch anders sein, mit einer Zeltplatzrunde und kleinem Fliegenbindekurs für Maik – diesmal bei uns - endete... |
||
| . | ||
| . | ||
|
Am letzen Tag war nur noch aufklaren angesagt... Unser Yellowboat wurde geräumt, gesäubert und der Tank komplett aufgefüllt. Das gehört sich schließlich so, dass geliehene Sachen, egal was, in guten Zustand wieder abgegeben werden! Auch die Hütte wurde aufgeräumt, sämtliche Angelklotten wieder verpackt und bereits in den Bus verladen, der uns früh – sehr früh – leider zu früh – wieder nach Hause bringen sollte. Als das soweit fertig war, hieß es „Grill fertigmachen“... Mit vereinten Kräften gelang es, trotz Starkwindes, den Grill anzuschmeissen und unser Fleisch zu garen. Martin und Jörg betätigten sich prima als Windschutz und Grillmeister. Es blieb kein Auge trocken, und das lag nicht am Wind... ;-) Unser Budennachbar Superfranz hat für seinen Geburtstag, der am Abreisetag war, für jede Bude ein kleines Fässchen Bier spendiert. Dafür auch hier noch einmal ganz herzlichen Dank – war äußerst schmackhaft!!! Um die Kühlung brauchte sich ja weissgott keiner Sorgen zu machen, da der Wind dies sehr kompetent übernahm... Die heutige Zeltplatzrunde führte uns in Haus „Chinook“, wo die letzten Bierreserven aufgebraucht wurden... |
| . | ||
| . | ||
|
Der Tag des Aufbruchs begann schon um kurz vor fünf Uhr... *GÄHN* Uga wollte die restlichen Klotten, wie Reisetaschen und Kühlboxen rechtzeitig verstauen, damit wir auch pünktlich unsere Fähre zurück nehmen konnten... Es klappte alles, auch wenn einige Meter Holzplanke der Hafenmole in die ewigen Fischgründe eingingen... ;-) Dennoch Kompliment an den entenfangenden Ersatzgriechen, der den Bus über die schmale Mole zum Wendekreis brachte... An Bord der Fähre hieß es erst einmal frühstücken!!! Das Buffet war reichhaltig gedeckt und dank der leichten Brise konnten sich auch alle „gefahrlos“ zum Futtern begeben. Eines muß man Colorline jedoch lassen: einen solch hammerharten Kaffee habe ich selten getrunken... ;-) Übung macht den Meister, und derjenige, der die Kaffeeautomaten einstellt, sollte noch ein wenig üben, bis die „Brühe“ nicht mehr ganz wie „Knüppel auf Kopp“ schmeckt!!! ;-) Im „Wikingerland“, kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze, machten wir die erste große Pause. Gegen 19:30 brachen wir wieder Richtung Hamburg auf, wo uns die ersten Passagiere verlassen würden. Ein kurzes Halloooooo mit Mama und Papa Schneider, samt Jule, die ihren Jörg wieder mit nach Schwerin nahmen, später ging es über Allertal dann auch weiter nach Schwarmstedt, wo Björn und ich ausstiegen. Gegen 22:30 meldete sich Jörg schon als „zu Hause“, während wir noch ca. 45 Minuten Fahrt im Bus vor uns hatten. Bei Björn angekommen, mit „Umfahrerei“ eines Schwertransportes, der scheinbar auf dem Weg zur A1 war, konnte ich dann endlich um 0:20 meine letzten 50 km antreten... Den Schwertransport glaubte ich hinter mir – musste mich allerdings eines besseren belehren lassen, als kurz vor Syke ein verräterisches gelbes Blinklicht in Sicht kam... 1:30 Uhr – Auffahrt vors Haus – alles stockdunkel... Fisch einfrieren, Klotten ausladen und Auto in die Garage bringen! Ein verdammt langer Tag geht zu Ende, genauso wie ein toller Urlaub in Norwegen, der wie jeder Urlaub viel zu kurz war! |
| . | ||
| . | ||
|
Lange Dankesworte möchten wir uns mal sparen – aber trotzdem kommen wir nicht umhin, allen Freunden für einen gelungenen Törn zu danken! Auch Berty und Uga sollen natürlich noch einmal extra erwähnt sein, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre!!! Danke Jungs – war ein tolles Ding, was nach Wiederholung schreit! |
||
| . | ||
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
(c) 2004 Meeresangler-Schwerin
