Åheim am Vanylvsfjord / Westkap 2005

unser Norwegenurlaub vom 17.07 - 04.08.2005

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Sonntag 17.07.05 (1. Tag)
Es ist 2:00 Uhr und der Wecker klingelt. „Endlich“ es geht los! Schnell ist die Familie aus den Federn geholt (dieses Mal gehört Kumpel Frank zur Familie, da unser Sohn Peter in Australien zum Schüleraustausch ist). Nach einer Tasse Kaffee und gefüllten Thermoskannen für die Fahrt ging es los. Der Passat wurde am Abend schon bis unters Dach voll gepackt, so dass wir schnell aufbrechen konnten. Zirka 5,5 Stunden Fahrt bis Hirtshals lagen vor uns.  Die Fahrt verlief absolut gut und problemlos, so dass wir um 9 Uhr auf die Ragnhild gefahren sind. 10:30 legte die Fähre ab und stach in See Richtung Bergen. Das Wetter war für die Überfahrt richtig gut, es war zwar ein wenig windig, aber bei dem schönen Sonnenwetter war das nicht weiter schlimm. Das große Schiff hat die anrollenden Wellen locker geschluckt, so dass von Seegang gar nichts zu spüren war.
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Montag 18.07.05 (2. Tag)
Endlich Norwegen. Um 9 Uhr lief die MS Ragnhild im Hafen von Bergen ein und wir verließen, mit vom tollen Frühstücksbuffet gefüllten Magen, das Schiff Richtung Westkap. Vom Zoll war an diesem Morgen weit und breit keine Spur zu sehen und so traten wir die Reise an. Die Fahrt verlief bei allerbestem Wetter wieder sehr gut und ohne Probleme. Gegen 15:30 Uhr bezogen wir unser Haus Namens Skorgehøgda am Ende des Vanylvsfjorden in der Nähe vom Westkap. Ein wunderschönes neu gebautes Haus zirka 80 Meter über dem Fjord. Unser Vermieter Petter Morseth hatte uns schnell in Alles eingewiesen und uns das Boot gezeigt, so konnten wir sogar noch auf die erste kleine Erkundungstour gehen. Eine ganze Menge Makrelen waren der Lohn. Damit  war das Naturköderangeln am nächsten Morgen gleich möglich, ohne vorher auf Köderjagd gehen zu müssen.
Einen großen Teil der Makrelen hatten wir aber auch in Senf eingelegt so wie ich es immer mache wenn wir Makrelen aus dem Feuer essen wollen. Die sollte es dann am nächsten Tag nach dem Angeln geben.
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  Dienstag 19.07.05 (3. Tag)  
  Punkt 8:00 Uhr standen wir an der Tanke im Ort, um das Benzin für unseren Bootsmotor zu holen. Meine Nichte, die mit ihren Eltern im Nachbarhaus Urlaub macht erzählte uns, dass Tankstelle und Supermarkt um 8 Uhr öffnen. Aber was war? Wir standen vor verschlossenen Türen.  Um 9 Uhr wurde erst geöffnet, also mussten wir uns noch eine Stunde gedulden. Aber dann endlich konnten wir Sprit und Getränke fassen  und dann ging es los zum ersten Versuch auf Leng und Co. Das ging auch ganz gut los. Bei der ersten Drift bekamen Hannes und ich gleich zwei Leng. Nicht sehr groß, aber ok. Franky und Karola gingen leider leer aus. Die folgenden Driften waren abwechselnd, mal besser, mal schlechter. Am Ende des Tages hatten wir 8 Leng und 2 Köhler. Die Leng waren aber leider nicht besonders groß, immer so zwischen 50 und 70 cm. Aber das kann ja nur besser werden, in den nächsten zwei Wochen. Für den ersten Angeltag waren wir jedenfalls sehr zufrieden. Im Allgemeinen benötigt man fast immer erst mal die erste Woche, um das Gebiet kennen zu lernen.   
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Mittwoch 20.07.05 (4. Tag)
Heute war der zweite Angeltag und ich hatte für den Tag eine Untiefe im Vanylvsfjorden ausgesucht, wo wir es versuchen wollten. Makrelen hatten wir am Vorabend schon gefangen, so dass wir nicht erst viel Zeit mit der Geschichte vertrödeln mussten. Irgendwie wollten die Fische heute aber gar nicht an unsere Haken. Es hat sehr lange gedauert bis ich als erster einen kleinen Leng hatte. Dafür hatten wir hier wegen des felsigen Grundes massive Hänger,die uns unsere Montagen mit samt Blei gekostet haben, aber auch das gehört zum Angeln hier in Norwegen. Einmal hatten Franky und ich genau zur selben Zeit einen Hänger. Als wir uns umsahen wussten wir auch warum, in einiger Entfernung schwamm eine große orange Boje auf dem Wasser und auf der anderen Seite des Fjordes auch eine. Alles klar unsere schönen Montagen wird sich der Fischer holen.

Nach diesen zahlreichen Verlusten sind wir dann wo anders hin. Wir hatten sehr schöne steinige Stellen gefunden, aber die großen Fische wollten nicht so richtig anbeißen. Wenn wir was fingen dann waren es kleine Lengfische bis 70 cm. Am Nachmittag aber, der Hochwasserstand war schon überschritten, da knallte es plötzlich in Franky`s Rute. Oh, der geht sogar in die Bremse sagte er. Bei einer Wassertiefe von knapp 100 Meter dauerte es dann auch eine Weile bis ich einen schönen Lumb von 87 Zentimeter und 6,6 Kilo gaffen und ins Boot ziehen konnte. Es gibt sie also doch in diesem Fjord, die Großen. Mit dieser Erkenntnis beendeten wir diesen Angeltag.

Am Abend gab es lecker gegrilltes Fleisch und Bratwürste bei unseren Nachbarn, die wir ja „zufällig“ gut kannten. Es war meine Schwester mit Familie und Freunden. War es wirklich Zufall? J Am Abend wollten wir dann noch wieder die Makrelen für den nächsten Tag fangen was aber gar nicht so einfach war. Die Schwärme die wir die zwei Tage vorher hatten waren weg. Einfach weg, Es hat ganz schön lange gedauert bis wir 5 Makrelen zusammen hatten, aber wir hatten sie und das war das Wichtigste.
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Donnerstag 21.07.05 (5. Tag)

Leider konnten wir mit den Makrelen gar nichts anfangen, denn der Wind stand schon am frühen Morgen so in unsere Bucht, dass eine Ausfahrt mit unserem Boot zwar möglich gewesen wäre, aber Spaß hätte das bestimmt nicht gemacht.

So beschlossen wir, mit meinem Schwager Torsten und seinem Kumpel Bernd, nach Holmedal zur Helle Messerfabrik zu fahren. Es war zwar ein ganz schöner Ritt von 430 Kilometern, aber für die Helle Messer nimmt man das schon mal auf sich. Als wir um 18 Uhr zurück waren, war der Wind etwas schwächer und wir konnten nach dem Essen noch einmal zum Spaßangeln rausfahren. Und was für ein Spaßangeln das wurde.
Wir waren gerade 300 Meter vom Steg weg und ließen in der Nähe vom Nachbarboot bei 40 Meter die Pilker zum Grund sausen. Die Eisen waren noch gar nicht ganz unten, als die ersten Ruten schon krumm waren. Die Köhler waren in unsere Bucht gekommen und ab ging die Post. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir einen Fisch nach dem anderen in Größen von bis zu 75 Zentimeter. Das war aber noch gar nichts. Anke, Bernd`s Frau aus dem Nachbarhaus, hatte eine Dublette von je 85 Zentimetern. Das war natürlich der Hammer. So kamen wir noch zu dem Vergnügen, so kurz vor Mitternacht Fischfabrik zu spielen. Das Ergebnis waren leckere Seelachsfilets zu Herstellung von Fischstäbchen. Nach einer angenehm herrlichen Dusche um Mitternacht ging es in die Falle, denn am kommenden Tag wollten wir Alesund besuchen.
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Freitag 22.07.05 (6. Tag)

Heute ging es also nach Alesund. Dort hatten wir uns am Meeresaquarium mit Laksos und seiner Familie (Freunde aus dem Anglerboard) verabredet. Wie abgesprochen standen sie auch schon da, auf dem Parkplatz und warteten auf uns. Die Kinder waren sehr überrascht, denn die wussten ja nichts von diesem Treffen. Umso mehr hatten sie sich gefreut sich mal wieder zu sehen.

Im Aquarium konnten wir uns sehr schön all die tollen kapitalen Fische ansehen auf die wir es im Fjord eigentlich abgesehen hatten. Leider haben wir aber schon seit zwei Tagen ziemlich heftigen Wind, so dass angeln keinen Spaß machen würde. Naja, jedenfalls haben wir uns in Alesund einen schönen Tag gemacht. Anfangs im Meeresaquarium und später dann mit einem Stadtrundgang durch die City. Alesund ist eine sehr schöne Stadt die man jedem empfehlen kann, der in die Nähe fährt.
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Samstag 23.07.05 (7. Tag)
Heute ist der dritte Tag mit ziemlich starkem Wind. Wir haben es versucht, aber es machte keinen richtigen Spaß. Wir hatten 2 mittelgroße Köhler und ein paar Makrelen als wir das Angeln abbrachen. Nach einer kräftigen Suppe sind wir auf die schon traditionelle Wanderung „auf den Berg hinterm Haus“ aufgebrochen. Das war wie immer eine sehr anstrengende Wanderung aber der Anblick ist fantastisch von da oben. 474 Meter hoch angekommen konnte man bis zum Meer oder bis zum Gletscher schauen. Einfach herrlich. Dafür nimmt man die Strapaze der Wanderung gerne auf sich. Denn der Aufstieg war verdammt steil. Am Abend haben wir dann mit der Familie und Freunden Hannes Geburtstag gefeiert.
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Sonntag 24.07.05 (8. Tag)
Vierter Tag mit Starkwind, stärker noch als gestern. Heute war Landangeln angesagt. Das haben wir jedenfalls versucht. Wir sind Richtung Maløy gefahren und wollten in einer ruhigen Bucht blinkern und eventuell Butt angeln. Aber leider stand genau dort, wo man hätte fischen können, der Wind auf die Küste. Wenn der Wind einem ständig ins Gesicht bläst, macht es keinen Spaß. In den ruhigen windgeschützten Buchten war kein rankommen an das Wasser. Eine Stelle konnten wir aber dann doch noch finden. Auf einer kleinen Insel die man über eine Brücke erreichen konnte war das blinkern möglich. Lohn war ein mittlerer Pollak. Während dieser Fahrerei sind wir bis Maløy gefahren und von dort noch weiter zum Kannestein. Wir hatten schon viel von diesem urigen Stein gehört so das wir den natürlich auch sehen wollten wenn wir schon mal in der Nähe sind. 
Hoffentlich können wir morgen endlich mal wieder Boot fahren!
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Montag 25.07.05 (9. Tag)
Endlich ist der Fjord ruhig. Hoffentlich bleibt das so. Deshalb war ich gleich los Makrelen angeln. Als ich zurück kam, lagen die anderen noch in den Federn. Also Alarm gemacht, Frühstück gegessen und ab auf den Fjord.
Das Wetter war den ganzen Tag fantastisch. Der Wind frischte zwischendurch immer mal ein wenig auf, aber das war ok, denn ohne diese Frischwindphasen hätten wir den ganzen Tag kaum Drift gehabt. Die Sonne schien und das Angeln hat richtig Spaß gemacht. Leider waren die Fänge aber nicht so, wie wir uns das gewünscht hätte. Die Leng waren durch die Bank alle wieder sehr klein. Franky konnte aber einen schönen Seehecht „verhaften“. Zum Ende des Tages hat dann aber Hannes noch das Highlight gesetzt. In seinem Krabbenkorb, den er zum Geburtstag bekam und der zum ersten mal im Einsatz war, hatte sich ein großer Dorsch verirrt. Der war so groß, dass er gar nicht richtig hinein passte. Da haben wir alle nicht schlecht geguckt. Wir hatten schon sehr oft Krabbenkisten oder Körbe im Einsatz, aber so etwas war noch nicht vorgekommen.
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Dienstag 26.07.05 (10. Tag)
Wieder war am Morgen kein Wind, so dass wir noch einmal eine Ganztagestour zum Angeln machen wollten. Mit den Makrelen lief es sehr gut am Morgen, also war die Köderfrage für den Tag schnell geklärt. Auf dem Weg zum Angelplatz versenkten wir noch den Krabbenkorb von Hannes, um eventuell einen Krabbensalat am Ende des Urlaubs machen zu können. 

Als wir dann endlich unseren Fjordzipfel verlassen hatten um in den richtigen Tiefen zu fischen, hatte der Wind inzwischen wieder so sehr aufgefrischt, dass das Angeln dort draußen fast unmöglich war. Also verzogen wir uns wieder in unseren Fjord und angelten windgeschützt hinter einer kleinen Insel. Aber es war scheinbar gar keine so schlechte Stelle. Ich hatte eine Kante gefunden an der wir von 40 Meter bis auf 90 Meter Wassertiefe drifteten. Schnell hatte Hannes als Erster einen Leng und danach bekam auch ich noch einen. Im Verlauf der folgenden Driften konnten wir einige Leng und auch kapitale Köhler und Wittlinge fangen. Mit kapitalen Wittlingen meine ich da so die Größen um die 55 Zentimeter. Das ist natürlich selten.

Um die Mittagszeit so gegen 16 Uhr, ;-) zogen wir uns auf die nahe Insel zurück und entfachten auf der windgeschützten Seite ein kleines Feuer, in dem wir unsere mitgenommen Würste und Brot grillten. Das war lecker.
Frisch gestärkt machten wir dann noch ein-zwei Driften, aber außer zwei mittelprächtigen Lengfischen passierte da nicht mehr viel.
Am Ende des Tages konnten wir behaupten, dass dies der bisher beste Angeltag gewesen ist, denn die Größen der Fische waren durchweg besser als an den Vortagen. 
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Mittwoch 27.07.05 (11. Tag)
Nach zwei kompletten Angeltagen sollte heute wieder eine Tagestour stattfinden. Wir hatten uns den Geirangerfjord und die Trollstiegen vorgenommen. Das war zwar eine lange Tour, aber die sollte sich lohnen. Das aha Erlebnis kam aber schon nach wenigen Kilometern auf der Hintour. In Stryn, einem größeren Ort auf unserer Strecke, stand eine junge Dame am Straßenrand die mich anhielt und mir solch einen schwarzen Lederumhüllten Kasten hinhielt. Ich verstand nur „Promillekontrolle“. Ups, das gab´s ja noch nie. Naja was soll`s, ich hatte ja nichts getrunken und pustete der Dame in ihr Kästchen. Nach einem Augenblick sagte sie „ok danke schön“. Puh, ich wusste ja dass alles ok sein würde, aber ein komisches Gefühl war das schon. Da fährt man schon so viele Jahre nach Norwegen und sieht nie einen Polizisten und dann kommt gleich eine Promillekontrolle.
Von Stryn weiter ging unsere Fahrt über die E15 bis zur Abfahrt nach Geiranger wo wir in ein sehr schönes Hochland auf 1400 Meter ü.d. Meer kamen. Von da oben begann dann die überwältigende Strecke runter nach Geiranger. Eine Serpentinenstrasse wie ich sie noch nicht gefahren bin. Einfach fantastisch. Auf der anderen Seite von Geiranger ging diese Strasse genau so imposant wieder bergauf. Die Aussicht auf den Geirangerfjord von da oben kann man jedem empfehlen. Wer dort in der Nähe ist, sollte sich die Zeit nehmen und sich das nicht entgehen lassen.

Auf der Heimfahrt machten wir an einem kleinen Gebirgsbach ein Picknick zu dem wir uns extra frisches Brot und halbe Hähnchen (Kyling) gekauft hatten. 

Zu Hause angekommen mussten wir natürlich noch einmal auf den Fjord, um in Hannes Krabbenkorb zu gucken. Doch leider war heute keine Krabbe drin. Die Makrelen die wir als Köder hinterlassen hatten waren jedoch komplett aufgefressen.
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  Donnerstag 28.07.05 (12. Tag)  
  Heute wollten wir am Nachmittag angeln fahren, da das Hochwasser für ca. 17 Uhr angesagt war. Also konnten wir endlich mal etwas länger schlafen, „Ist ja schließlich Urlaub.“  
  Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Westkap. Dort in der Nähe sollte eine Geschützstellung und Bunkeranlage aus dem II. Weltkrieg zu besichtigen sein. Das wollten wir uns mal ansehen. Wir hatten ja schon einige solcher Anlagen in Norwegen gesehen, aber diese gehört zu den besseren. Man konnte noch sehr gut erkennen wo damals die Kanonen standen und kleine Unterstände waren noch erhalten.  
  Weiter fuhren wir dann zum Westkap. Je höher wir kamen, desto nebliger wurde es. Das Westkap war in eine dicke Wolke gehüllt und somit hatten wir nicht mal 50 Meter Sicht. Daraufhin begaben uns wieder auf die Heimfahrt. Es gab Mittag und dann hieß es angeln fahren.  
  Mit den Makrelen lief es heute nicht so doll. Es hat eine ganze Zeit gedauert bis wir unseren Tagesbedarf an Ködern zusammen hatten. Aber wir haben es dann doch geschafft und 6 Makrelen gefangen.  
  Nun fuhren wir mit Zwischenstopp an Hannes Krabbenkorb auf den Fjord. Der Krabbenkorb war heute ein richtiger Volltreffer. Sechs fette Taschenkrebse hatten sich auf unseren Köder in dem Korb verirrt. Hmm, das wird ein leckerer Salat!  
  Nun ging es aber endlich weiter auf den Fjord zum „richtigen angeln“.  
 

Aber das war scheinbar nicht so einfach heute. Irgendwie wollte sich kein Fisch an unsere Haken verirren. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert bis Karola endlich einen Biss hatte und auch einen guten Leng ins Boot brachte.

 
  So verging die Zeit, mal hatte der eine ein zuppeln an der Rute, mal hatte der andere einen Fisch. Aber so richtig wollten die heute gar nicht. So kurz vor Schluss als wir schon fast abbrechen wollten, hatte Karola plötzlich noch einen guten Biss. Als sie so beim pumpen war und ich zur Hilfe eilen wollte machte sich meine Rute plötzlich auch krumm. „Mist, ich kann nicht helfen, sagte ich“ und fing selber an zu pumpen. Das war mein bester Fisch bisher, das war mir sofort klar. Also pumpten wir synchron unsere Fische zur Wasseroberfläche. Das war stark, Karola hatte einen Leng von 79cm und meiner war 97cm.  
  Franky holte seine Rute ein um Fotos zu machen, oder uns zu helfen und als er sein Blei bis zur Hälfte hoch geholt  hatte, verspürte auch Franky plötzlich ein heftiges Zittern und Rucken in seiner Rutenspitze. Im Mittelwasser war ein guter Köhler eingestiegen.  
  „Schönes Ding“ sage ich und plötzlich war unsere eben noch fast leere Kiste gut gefüllt und wir traten die Heimreise an. Das Filetieren ging recht fix so das wir nach dem Abendessen den Tag in Ruhe zu Ende bringen konnten.  
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Freitag 29.07.05 (13. Tag)
Wieder sind wir ein paar Kilometer durch die Landschaft gefahren um nach dem Mittag auf den Fjord zu fahren. Karola und Hannes hatten heute keine Lust zum Angeln, also fuhr ich mit Frank alleine los.
Wie üblich stand erst mal Makrelenangeln an, was heute wieder recht mühsam war. Ganze 1,5 Stunden brauchten wir für 8 Makrelen. Hannes Korb musste auch wieder kontrolliert werden, also noch schnell dorthin gefahren. Beim hochziehen war ich baff. Schon als der Korb noch in großer Tiefe war konnte ich erkennen, dass da heute ordentlich was drin war. Ganze 7 Taschenkrebse hatten sich für unsere Köder interessiert. Diese brachten wir noch schnell an Land, damit Karola und Hannes sie abkochen konnten und sich schon an das Auspulen des Krabbenfleisches machen konnten.

Nun ging´s zum Angeln, es sollte heute mal in größere Tiefen gehen, um eventuell doch mal einen dickeren Fisch zu fangen. Aber da machte uns, wie schon so oft in diesem Urlaub, der Wind einen Strich durch die Rechnung. Wir waren gerade eine halbe Stunde am Schleppen als der Wind dermaßen zunahm, das trotz Driftsack ein normales Naturköderangeln nicht mehr möglich war. Wo gestern noch 300 Gramm locker reichten, kamen heute 600 Gramm nicht richtig zum Grund. Die Folge war schlechter Kontakt zum Blei und sehr viele Hänger. Also brachen wir das Angeln ab und hofften auf besseren Wind für den nächsten Tag.

  Wir fuhren schnell nach Hause, denn da gab`s Gegrilltes und  lecker zubereiteten Krabbensalat. Auch nicht schlecht.  
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Samstag 30.07.05 (14. Tag)
Das Wetter schien heute fantastisch zu werden. Also beschlossen wir Wurst, Brot und Feuerholz mitzunehmen und den ganzen Tag auf dem Fjord zu bleiben. Die Zeit war zwar denkbar ungünstig weil das Hochwasser morgens und abends war, aber das war uns egal, wir wollten einfach nur einen schönen Tag auf dem Wasser haben. Am Anfang war auch alles noch bestens, die Sonne schien, der Wind nur schwach und Makrelen hatten wir auch schnell zusammen. Doch als wir dann aus unserem kleinen Fjord (Kjödepollen) kamen, um auf den „großen“ Fjord zu fahren war der Wind wieder ziemlich heftig. Also beschlossen wir auf die andere Seite rüber zu schippern wo es hoffentlich etwas windgeschützt sein sollte. War es auch, erst mal. Aber nach etwa einer halben Stunde drehte der Wind, so dass wir auch dort nicht mehr ordentlich fischen konnten. So suchten wir uns eine kleine Insel wo wir im Windschutz anlanden konnten um das Feuer für unser Mittagspicknick zu machen. Das Feurer haben wir schnell in Gang gebracht. Als wir so am Feuer saßen und unsere Wustscheiben grillten wurde auch hier der Wind immer heftiger. Nun aßen wir etwas schneller, damit wir schnell wieder ablegen konnten um das Boot nicht zu gefährden. Schöner Mist dachte ich, der blöde Wind verfolgt uns nun schon die ganzen zwei Wochen und machte uns fast jede Angeltour kaputt. Immer sind wir bei ruhigem Wetter los und wenn wir draußen waren kam der Wind. Echt zum heulen.
Trotz allem habe ich einen schönen Lumb gefangen und Hannes einen mittleren Leng. Dann fuhren wir aber rein weil es einfach zu stürmisch wurde. Vom Boot her wäre es noch gegangen, aber die Drift und die Schaukelei waren einfach zu stark.
Am Bootsanleger zurück, wollte Hannes noch mit seinem großen Reifen vom Boot gezogen werden und baden. War heute doch der erste Tag wo die Sonne richtig schön warm vom Himmel schien.

Den Rest des Tages ließen wir auf der Terrasse mit Sonnenbaden ausklingen.

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Sonntag 31.07.05 (15. Tag)
Um dem Wind ein Schnippchen zu schlagen sind wir heute schon sehr früh zum angeln raus gefahren. Bisher war es nämlich jeden Tag so, dass früh morgens kein Wind war aber dieser im Laufe des vormittags immer mehr zunahm.
Um 5 Uhr hatte ich den Wecker gestellt und auch heute war es wieder so wie die ganzen zwei Wochen. Der Fjord war platt wie ein Tisch. Also packten wir schnell das Nötigste und etwas zu Essen zusammen und fuhren los. Karola und Hannes wollten noch schlafen, also sind Frank und ich alleine aufgebrochen.
Als Angelstelle hatte ich für heute mal drei Berge mitten im Fjord rausgesucht, die sich aus rings um 200 Meter auf 139 Meter erhoben. Mit dem Gps war der erste Berg schnell gefunden und los ging es. Die Köder waren schnell montiert, sodass wenige Sekunden nach dem Stoppen auch schon die Montagen zum Grund sausten.
Es dauerte gar nicht lange da hatte Franky auch schon einen „Hänger“. Weil der Hänger sich aber plötzlich zu bewegen begann und immer heftiger ruckte fing Franky an zu kurbeln und zu pumpen. 153 Meter standen auf dem Echolot zu dem Zeitpunkt. Das war ein Spaß. Frank drillte und pumpte das es nur so eine Freude war und nach einiger Zeit habe ich dann einen guten 90iger Lumb gegafft. Wau das war ja ein Auftakt.
So ging es aber weiter. Als nächster war ich an der Reihe. Auch ich hatte einen satten Biß und konnte anfangen zu drillen. Das war wirklich ein Spaß wie die Fische in der Wassertiefe die Ruten immer wieder durchbogen. Endlich war meine Daiwa Inliner mal richtig ausgelastet.
In den nächsten 2 Stunden ging es so weiter. Wir fingen einen guten Lumb nach dem anderen, so dass wir am Ende 6 große Lumben zwischen 85 und 90 Zentimeter und einige kleinere in der Kiste hatten. Mein größter war genau 90 Zentimeter und wog 7,6 Kilogramm. Frankys größter war eben so groß und wog 7,5 Kilo. Um 9 Uhr nahm dann auch wieder der Wind zu,  aber heute konnten wir glücklich und zufrieden nach Hause fahren.
Karola und Hannes waren auch gerade aufgestanden, so konnten wir uns nach der anstrengenden Tour erst mal mit an den fertigen Frühstückstisch setzen.
Frisch gestärkt ging es dann an das filetieren. Das war mal wieder richtige Arbeit, na ja wir wollten das ja aber auch so haben.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann im schönsten Sommerwetter mit wandern und Auto fahren auf dem Westkap. Sehr schöne Sandstrände haben wir bei der Gelegenheit gefunden. So etwas habe ich bisher nur auf Karmoy gesehen. Riesige ausgedehnte weiße Strände und türkis schimmerndes Wasser. Wenn es nicht so windig gewesen wäre, hätten wir uns einen schönen Tag am Strand machen können.

Den Tag beschlossen wir am Abend mit einem kleinen Feuer, in dem wir mal wieder leckere Senfmakrelenfilets rösteten.

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Montag 01.08.05 (16. Tag)
Heute sollte nicht mehr sehr viel passieren, außer Angelsachen putzen und Haus reinigen. Eventuell hatten wir noch ein „Spaßangeln“ geplant, aber das haben wir uns wegen dem mal wieder zu starkem Wind verkniffen. So fuhren wir am Morgen nach dem Frühstück anstatt auf den Fjord, nach Maloy. Dort haben wir uns die Stadt angesehen und noch etwas eingekauft.

Am Nachmittag wurden die Angelklamotten gereinigt und verpackt, das Haus auf Vordermann gebracht, so dass wir guten Gewissens wieder nach Hause aufbrechen konnten.

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Dienstag 02.08.05: Abreise (17. Tag)

Um halb sechs klingelte der Wecker. Jeder Urlaub hat irgendwann ein Ende und heute war es so weit. Zügig wurden die Fischkiste und das Auto gepackt und ab ging die Reise nach Oslo. Die Fahrt verlief störungsfrei und zügig, so waren wir schon um drei Uhr in Oslo. Zuerst mussten wir zur Deutschen Botschaft um Hannes Portemonnaie abzuholen, welches er auf der Hinfahrt verloren hatte. Anschließend fuhren wir noch zum Holmenkollen. Das Skistadion wollte ich mir immer schon mal ansehen. Wir waren überrascht wie klein da alles ist. Im Fernsehen wenn die Sportübertragungen  laufen, kommt das alles sehr viel größer rüber. Wir haben uns das dortige Museum angesehen und sind auch auf den Turm der Skischanze gefahren. Von dort hatte man einen herrlichen Blick über Oslo. Schade dass das Wetter so diesig war. Zum Abschluss grillten wir (auf einem Einmalgrill) noch die letzten Bratwürste mitten auf der Loipe am Gratishaugen und fuhren dann zur Fähre. Die wartete schon auf uns und leider, leider legte sie viel zu schnell ab und nahm Kurs auf Hirtshals.

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Mittwoch 03.08.05 (18. Tag)

Am endgültig letzten Tag passierte natürlich, oder auch zum Glück nicht mehr sehr viel denn es hieß nun nur noch, Richtung Heimat fahren und gesund dort ankommen. Wir fuhren dann auch ohne Probleme von Hirtshals nach Schwerin und zu Ende war der wieder einmal sehr schöne und doch zu kurze Norwegenurlaub.

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Nächstes Jahr gibt es bestimmt wieder ein neues Ziel in Norwegen!

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(c) 2005 Meeresangler-Schwerin

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