Die leuchtende Zitrone

 

Bei wenig oder keinem Wind wenn die Schuppenträger nicht so richtig ans Band kommen und nur vorsichtig beißen verwende ich beim Brandungsangeln eine spezielle Methode um die zaghaften Bisse der Fische zu erkennen. Ich benutze eine alte Zitronensaftflasche aus dem Supermarkt. In dem Deckel befestige ich ein langes Stück Messing oder VA Schweißdraht mit einem Haken am oberen Ende um die Zitrone in die Schnur einzuhängen. Der Draht sollte so lang sein das man locker an die Schnur über dem Führungsring kommt. Dort wird die Zitrone eingehängt und nach unten gezogen bis zur Rolle. Mann kann sie auch weiter herunter ziehen aber an der Rolle hat man den besten Anhaltspunkt ob ein Fisch am Köder herumgelutscht hat. Das ist nämlich der Clou, wenn sich ein Fisch noch so vorsichtig an dem Köder zu schaffen macht sehe ich das an der Zitrone, nämlich das sie hoch steigt oder herunter fällt, was bei vorsichtigen Bissen sehr oft vorkommt. Da die Zitronenflasche alleine natürlich zu leicht ist fülle ich sie je nach Windstärke mit Wasser. So kann ich bis zu Windstärke 4 mit dieser Methode die Bisse erkennen. Wenn es dann dunkel wird werfe ich einfach ein aktiviertes Knicklicht in die Flasche und diese leuchtet wie eine Glühlampe und ist von weit her am Strand zu sehen.

 

© 2001 Meeresangler-Schwerin

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