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Gerätetipps für die Wattwurmsuche Allgemein auch plümpern genannt. |
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Hallo! Der beste Naturköder im Meer ist der Wattwurm. Um an diesen exelenten Köder zu kommen gibt es verschiedene Varianten. Die einfachste aber auch teuerste ist das käufliche Erwerben der Wattis beim Angelgerätehändler. Jeder Angelladen an der oder in der Nähe der Küste hat diese Köder und natürlich auch alle anderen im Angebot. Mir ist es jedenfalls noch nicht passiert das ein Händler an der Küste gesagt hat "nein so was führen wir nicht". Eine weitere Möglichkeit ist das graben der Würmer mit einer Grabegabel (Forke) oder Spaten in den trocken gefallenen Wattgebieten. Diese Variante wird häufig an Nordsee und Atlantik durchgeführt. In der Ostsee ist es nicht ganz so sinnvoll denn hier gibt es keine Küstenabschnitte die regelmäßig trocken fallen. Eine dritte und für die Ostsee ertragreichste Variante ist das Plümpern. Man sagt auch Spühlen oder Pümpeln dazu. Es gibt bestimmt noch viel mehr Ausdrücke für diese Art der Wurmsuche jeder hat da so seinen eigenen Namen. Im Gesetz heißt der Vorgang "Wattwurmwerbung". Im folgenden möchte ich Euch einmal meine Gerätschaften für diese Köderbeschaffung zeigen und auch erklären wie das genau geht denn viele Angler wissen gar nicht wie man sich die Wattis selber erarbeiten kann.
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Bevor man auf die Wurmsuche gehen kann ist erst mal ein wenig Bastelarbeit angesagt. Wie links auf dem Bild zu sehen ist. Das wichtigste ist die Wathose, das muss nicht unbedingt eine Neoprenhose sein denn beim Würmersuchen steht man in der Regel nicht so lange im Wasser wie beim Spinnangeln. Ich verwende eine einfache PVC Wathose die nimmt auch weniger Platz weg. Eben so wichtig ist der Plümper selber. Den muss man sich bauen. Dazu benötigt man einen Besenstiel oder eine andere leichte Stange ich habe dafür ein Aluminiumrohr verwendet. Das ist leicht und unkaputtbar. An einem Ende des Stieles wird ein Pümpel befestigt. Den gibt es im Baumarkt bei Sanitärbedarf. Wichtig ist es den Pümpel mit einer Schlauchschelle am Stiel zu befestigen denn durch die Saugarbeit am Sandgrund rutscht dieser auch schnell vom Stiel und dann ist er schwer wiederzufinden. Am anderen Ende habe ich ein Küchensieb befestigt um die freigespülten Würmer auch einsammeln zu können. Das war erst mal das wichtigste ohne dem gar nichts geht. Um mir nun die Arbeit ein wenig zu erleichtern habe ich noch zwei weitere Gegenstände immer dabei. Zum einen ist das ein Becher (links unten auf dem Foto) den ich mir um den Hals hänge um die gefundenen Würmer während der Suchaktion zu verwahren. Rechts auf dem Bild kommt nun der Clou. Da habe ich bei einem alten Plastikeimer der Boden herausgetrennt und eine Glasscheibe eingeklebt. |
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Eimer ist sehr gut um die freigespülten Würmer überhaupt zu finden. Oft
ist das Wasser ziemlich wellig und nach dem plümpern auch trübe, da ist
es nicht so einfach durch die Wasseroberfläche zum Grund zu gucken. Nun
drücke ich den Eimer durch die Wasseroberfläche und kann ähnlich wie
mit einer Taucherbrille den Grund sehr gut sehen. Jeder einzelne Wurm wird
dabei gefunden auch wenn diese sich schon wieder zu Hälfte eingegraben
haben. Wichtig ist vor allem auch im großen Radius um das freigespülte
Loch zu suchen denn die Wattis werden ziemlich weit im Umkreis verteilt.
Manchmal kann man gar nicht glauben wie weit die entfernt vom eigentlichen
Loch liegen.
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| So nun
will ich doch mal den eigentlichen Vorgang des plümperns erklären. Als
geeignete Stellen sind die flachen sandigen Küstenabschnitte sehr
empfehlenswert. In Mecklenburg ist die Top Stelle für die Wattwurmwerbung
die Wohlenberger Wiek und der Strand bei Hohen Wieschendorf in der
Wismarer Bucht. Nun begebe ich mich mit meinen Gerätschaften ins Wasser.
Eine Tiefe kann man nicht bestimmt festlegen. Am besten man sucht dort die
Würmer, wo am meisten Sandwürste auf dem Grund liegen. Diese Würste,
Kringel oder Haufen zeigen wie zahlreich die Würmer vorhanden sind. Mit
dem Plümper muss nun durch kräftige auf- und ab- Bewegung ein Loch von
ungefähr 50 Zentimeter Tiefe freigespült werden. Wenn sich der
hochgespülte Sand wieder auf den Grund gelegt hat kann man mit dem
"Glaseimer" die Wattis sichten und mit dem Küchesieb am anderen
Ende des Stiels einsammeln.
Das war es eigentlich schon. Wenn man einen guten Tag erwischt, hat man so in einer Stunde schnell 100 Würmer zusammen. Natürlich kann oder sollte man auch die großen weißen Muscheln mitnehmen die mit freigespült werden denn besonders auf Butt sind diese ein sehr guter Köder. |
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