Die Schlagschnur (Schockvorfach)

 

Für das werfen beim Brandungsangeln darf die Schnur nicht zu dünn sein, sonst reißt sie durch die enormen Kräfte in der Beschleunigungsphase einfach durch. Die gesamte Montage mit Blei und allem drum und dran bleibt hinter einem am Strand liegen (wenn man Glück hat) oder, was meistens der Fall ist sie fliegt auf nimmer wiedersehen auf Rekordweite ins Meer. Um diese Schnurbrüche schon im Anfangsstadium des Wurfes zu vermeiden, die Hauptschnur aber nicht zu dick sein darf, denn das kostet Wurfweite, hilft man sich mit einem sogenannten Schockvorfach. Viele Angler nehmen eine 0,50mm Schlagschnur. Dünner sollte sie auch nicht sein denn dann würde die Schnur nicht die enorme Kraft aushalten und der Knoten den ich hier beschreibe würde wohl auch aufrutschen. Ich benutze eine 0,61mm Schlagschnur oder geflochtene Dynema 0,30mm. Denn je dicker die Schlagschnur ist um so weniger dehnt sich diese. Das hat zur Folge das die gesamte Kraft die man für den Wurf einsetzt in die Rute geht und dadurch die Rute optimal aufgeladen wird.

 

 

Um eine feste und haltbare Verbindung zwischen Schlagschnur und Hauptschnur herzustellen verwende ich den Schnurverbindungs-Knoten oder auch Schlagschnur-Anwindeknoten. Auf den Bildern sieht man links den Knoten in der Herstellung und rechts wenn er fertig ist. Hier habe ich den Knoten mit einer 0,31mm Daiwa Tournament Hauptschnur und einer 0,75mm Suffix hergestellt. Dadurch fällt besonders der orange Knoten sehr groß aus mit einer 0,50 oder 0,61mm Schnur ist der Knoten natürlich nicht so groß. Die Länge des Schockvorfachs muss so bemessen sein, daß die Montage mit Haken und Zubehör frei von der Rutenspitze herunterhängt, während sich 5-10 Wicklungen des starken Materials auf der Rolle befinden.   Im allgemeinen ist Monofile Schnur das Material für Brandungs- und Küstenangler. Es versuchen aber immer mehr Angler das geflochtene Schnurmaterial einzusetzen. Ich selber habe auch eine meiner Ersatzspulen mit 0,17mm Fire Line bespult. Die Schnur  hat den Vorteil das man besonders weit werfen kann durch den geringen Durchmesser hat aber auch den Nachteil das durch die nicht vorhandene Dehnung der eine oder andere Fisch verloren geht. Entsprechend der Forderung nach weiten Würfen sollte die Rolle, je nach Schnurstärke, die verwendet wird, ein Fassungsvermögen von ca. 200 Metern haben. Das gibt dem Angler unter anderem die Möglichkeit hin und wieder die ersten paar Meter der Hauptschnur abschneiden zu können wenn diese durch Muscheln oder Steine beschädigt wurde.

 

© 2001 Meeresangler Schwerin

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