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Köder für Meeresangler |
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Niemand sollte auf das Märchen hereinfallen, das der im Süßwasser so erfolgreiche Tauwurm auch als Köder für Meeresfische eingesetzt werden kann. Es sei denn man möchte in den Sommermonaten an der Ostseeküste Aale fangen, dann könnte der gute alte Tauwurm ein Top-Köder sein. Der Grund sind die sehr oft und zahlreich vertretenden Krabben, diese futtern Ruck Zuck jeden Wattwurm vom Haken. Der Al aber mag genau so gerne den Tauwurm, also sollte man im Sommer ruhig ein paar von den Würmern dabei haben. Für den Rest des Jahres gilt die Regel: Wer Meeresfische fangen will muss ihnen artgerechte Nahrung anbieten. Es gibt zwei große Gruppen von Ködern, die beim Angeln im Meer verwendet werden: |
| Naturköder und Kunstköder. |
| Als Naturköder kann man all das verwenden, was Meeresfische als Nahrung aufnehmen - Meereswürmer, Fischfleisch, Muscheln und anderes. Kunstköder sind flüchtenden oder verletzten Beutetieren nachgebildet, die an der Angel so geführt werden das sich der Fisch darauf stürzt und anbeißt. Es gibt ein Vielzahl unterschiedlichster Kunstköder wie die hier schon einmal vorgestellten Pilker, oder auch Blinker und Jigs. Hier möchte ich aber auf die Vielzahl von Naturködern eingehen. | ||||||
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| Die absolut billigsten Köder überhaupt sind die Wattwürmer wenn man sie sich mit der Grabegabel oder dem sogenannten Pümpel am Besenstiel selber in den flachen Gebieten der Ostsee oder Watgebieten der Nordsee selber durch Muskelkraft erarbeitet. Wer sich allerdings diese Arbeit ersparen möchte kann die Wattwürmer in fast allen Angelgeschäften im In- und Ausland erwerben. Doch dann können sie unter Umständen ziemlich teuer sein. Es gibt zwei verschiedene arten von Wattwürmern. Den roten und den schwarzen Wattwurm. Die roten Würmer sind sehr klein und empfindlich, was das Aufziehen auf den Haken sehr erschwert und am Haken sterben sie dann schnell ab. Die schwarzen Würmer sind da schon wesentlich Wiederstandsfähiger, sie kommen nur nicht so oft vor weil sie wesentlich tiefer im Sand verborgen leben. Wattwürmer bewohnen einen U-förmigen Bau, dessen Ausgang durch die kleinen Sandwürste am Meeresgrund gekennzeichnet sind. Genau hier muss der Hobbysammler mit seiner Grabegabel oder dem Pümpel ansetzen um den Würmern auf den Pelz zu rücken. |
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Unter den Steinen des Uferschlamms findet man die Seeringelwürmer. Sie können bis zu 50 Zentimeter lang werden. Allerdings kommen diese großen Arten nur in großen Tiefen vor und sind so mit nicht für den Angler zu erreichen. Für uns kommen da die kleinen Exemplare zum Einsatz. Auch diese Würmer kann man im Angelfachgeschäft erwerben. Sie sind speziell wenn sie mit dem Wattwurm als Kombiköder eingesetzt werden sehr fängig |
| Seit kurzem gibt es in einigen Angelgeschäften an der Küste auch den sogenannten French-Worm. Dieser Wurm sieht fast genau so aus wie der Seeringelwurm ist aber viel viel kleiner. Um mit diesen Würmern einen 3,0er Haken zu füllen muss man schon so 7 bis 15 Stück aufziehen. Da diese Würmer dazu noch sehr teuer sind ist das ein ganz schön kostspieliger Köder und ehrlich gesagt so toll ist er gar nicht. Wir haben den Wurm mehrfach ausprobiert und die Fangerfolge waren nicht so als das man sagen könnte "den Köder nehmen wir jetzt immer". |
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Diese kleinen schlanken Fische gehören zu den besten Fischködern, die der Meeresangler verwenden kann. Es ist der kleine Sandaal oder Tobiasfisch. Da sie nicht leicht zu sammeln oder zu fangen |
| sind, kauft man Sandaale am besten tiefgefroren oder konserviert in Gläsern im Angelgeschäft. Oder man fragt bei den vom Fang einlaufenden Fischern im Fischereihafen nach den Tobsen. Die Fischer haben sie oft als Beifang in den Netzen. |
| Makrelen sind nicht nur als Beute bei den Anglern beliebt, sondern auch ein hervorragender und vielseitig verwendbarer Köder. Für große Raubfische wie Hai oder Heilbutt und große Leng benutzt man sie ganz. Normalerweise wird die Makrele aber filetiert und in längliche Stücken geschnitten die der Hakengröße angepasst sein sollten. Die Kombination aus der glänzenden Haut und dem öligen duftenden Aroma welches eine unwiderstehliche Duftspur durch das Wasser zieht ist dies der beste Köder für Naturköderangler. Ähnlich fängig wie die Makrele ist der Hering. Auch er wird Hauptsächlich als Fetzenköder verwendet, nur muss er mit besonderer Vorsicht und Sorgfalt angeködert werden weil das Fleisch sehr weich und empfindlich ist. Beim werfen mit der Brandungsrute kommt es schon mal vor das der Fetzen sich verabschiedet und der Haken blank im Wasser landet. Wesentlich festeres Fleisch hat da der Tintenfisch. Viele Meeresangler unterschätzen diesen Köder. Aber besonders in Norwegen ist er ein Top Köder für Leng und Lumb. Mit Glück und Zufall kann man den Tintenfisch sogar angeln ansonsten ist er in Fischereihäfen frisch vom Kutter zu bekommen. |
| Garnelen und Krabben eignen sich sehr gut als Angelköder. Warum sonst bekommt man Garnelen in allen möglichen Größen als Kunstköder zu kaufen. Kleine Krabben werden ganz auf den Haken gezogen. Weil sie aber sehr weich und empfindlich sind ist es ratsam die Kraben mit einem Band oder Gummi zusätzlich am Haken zu befestigen. |
| Muschelfleisch ist auch ein sehr guter Köder aber es ist noch weicher als die Krabben. Darum ist es zum Brandungsangeln nur bedingt geeignet. Fast immer macht es sich selbstständig wenn man volle Pulle wirft. Darum ist es für Bootsangler besser geeignet. Beim Bootsangeln kann man das Fleisch in feine Netze füllen (z.B. Haarnetz oder Fingerverbandschutz vom Chirurgen), dieses kleine Säckchen am Haken ist besonders fängig für zum Beispiel Steinbeißer in Norwegen. |
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© 2001 Meeresangler-Schwerin
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