Circle Haken beim Brandungsangeln

(auch genannt Heilbutthaken oder Kreishaken)

 

 

 

 

 

 

 

 

In der letzten Zeit konnte man immer mehr Berichte im Internet und in der illustrierten Anglerpresse über die sogenannten Circle Hooks (Kreishaken) lesen. Der Ursprung dieser Hakenform liegt vermutlich in Norwegen. Die norwegischen Fischer benutzen diese Haken an ihren Langleinen um speziell den Heilbutt damit zu fangen. Daher auch der Name "Heilbutthaken".  Der Haken hat den Vorteil, dass bei einem Biss nicht angeschlagen werden muss was bei einer Langleine ja auch nicht möglich ist.
Nun habe ich mir gedacht, was bei einer Langleine gut funktioniert müsste doch in der heimischen Ostsee beim Brandungsangeln auch ganz gut gehen. Denn auch beim Brandungsangeln kann man nicht immer sofort den Anschlag setzen, aus diesem Grund hat man die Ruten steil am Strand stehen, so dass der Fisch sich selber haken kann. Was liegt da näher als diesen Haken auszuprobieren.
Als ich nun auf der Suche war nach diesen speziellen Haken fand ich im  Anglerboard den Link von Hakuma. Und weil Hakuma sich speziell auf die Meeresangelei spezialisiert hat, mit dem Herstellen und dem Verkauf von Pilkern und Bleien und vielem mehr,habe ich dann eine Anfrage an die
Firma gesandt. Die Antwort von Hakuma lies auch nicht lange auf sich warten und mir wurde mitgeteilt, dass ich die von mir gewünschten Haken in verschiedenen Größen  zum testen zugeschickt bekomme. Nach einigen Tagen lag ein Katalog und einige Haken die meinen Wünschen entsprachen in meinem Briefkasten. Dafür ein herzliches Dankeschön an die Firma Hakuma.  Der beste Haken den ich für mein Vorhaben gebrauchen konnte war dann der VMC Circle Haken, Modell 7384 in den Größen 1,0 und 3,0.

Der Test konnte also beginnen.
Ich habe mir von den 3,0er Haken Nachläufermontagen gebaut. Weitere fängige Montagen zum Brandungsangeln kann man sich hier ansehen. Da aber die Nachläufermontage eigentlich immer fängig ist habe ich diese für meinen Test ausgewählt. Zu aller erst  mussten natürlich Wattwürmer auf den Haken. Das stellte schon mal das erste kleine Problem da, denn durch die fast runde Hakenform ist es sehr gewöhnungsbedürftig die Köder mit oder auch ohne Ködernadel auf den Haken zu bekommen. Der Wurm muss praktisch von der Nadel über den Haken einmal im Kreis auf die Schnur gefädelt werden. Was ein wenig Übung erfordert aber kein großes Problem darstellt. Ich ziehe die Würmer bei dieser Art der Montage 
komplett auf die Mundschnur. Durch die Zugkraft beim Wurf rutscht der Wurm von ganz alleine wieder auf den Haken zurück. 
Mit einem eher lockeren Wurf platzierte ich den Köder bei ungefähr 80 Meter kurz vor die dritte  Sandbank. Bei Einbruch der Dämmerung sollten da normalerweise zu erst die Flundern  beißen. An diesem Abend wollten die Plattfische aber nicht so wie wir das gerne hätten. Nicht eine Flunder verirrte sich an meine Haken. Egal, Dorsche gibt es ja auch noch in der Ostsee, dachte ich und wartete weiter ab. Hin und wieder warf ich mein Blei mit Montage und Köder auch mal etwas weiter hinter die Sandbank. Da sollte doch endlich mal ein Fisch anbeißen dachte ich und plötzlich war es dann auch so weit. Ausgerechnet an der Rute mit dem Circle Haken hatte ich den ersten Biss. Ich wartete einen Augenblick, so dass der Fisch auch Zeit hatte sich zu haken und begann ohne Anzuschlagen mit dem Einholen. Ich selber hatte die Erfahrung noch nicht gemacht, aber ein Freund sagte, dass man bei diesem Haken nicht mal ansatzweise anschlagen darf. Das tat ich auch nicht und der Fisch saß. Nach einem kurzen Drill der eigentlich gar kein richtiger Drill war, lag ein kleiner Dorsch von 38 Zentimetern vor meinen Füßen.
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Nachdem ich den Dorsch versorgt hatte, betrachtete ich mir den Haken, wie dieser sich durch die Wange gebohrt hatte. Ich war begeistert, ein Ausschlitzen oder Abgehen des Fisches wäre überhaupt nicht möglich gewesen. Leider war das mein einzigster Fisch an diesem Abend und ich musste meinen Test mit einem gefangenen Fisch beenden. Aber nach diesem einen Fisch weiß ich, dass die Haken gut sein müssen und ich werde auf jeden Fall mit diesen Haken weiterfischen. Auf dieser Seite werde ich dann über meine weiteren Tests in Wort und Bild berichten

 

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© 2002 Meeresangler-Schwerin

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