Meine Naturködermontage für Norwegen

 

Hallo Norgefans und Bootsangler!

Ich möchte Euch an dieser Stelle ein wenig das Naturköderangeln in Norwegen beschreiben. Und bei der Gelegenheit meine Lieblingsmontage vorstellen.

Genau so wie es auf dem Bild links zu sehen ist versuche ich in Norwegen in Tiefen ab 50 Meter Leng, Steinbitt und Co an den Haken zu locken. Der Haken sollte nicht kleiner sein als 7/0. Ich bevorzuge hier die Mustad Haken die man in Großpackungen in Norwegen erheblich günstiger bekommen kann als hier in Deutschland. Nun gibt es viele verschiedene Meinung zum Vorfach. Ich verwende hier ein Stahlvorfach mit 25 Kilo Tragkraft. Aber auch Monofile Schnur die allerdings nicht dünner sein sollte als 0,80 Millimeter kann hier Ihren Zweck erfüllen. Zwischen Vorfach und Hauptschnur kann man nach Bedarf nun noch eine sogenannte Sollbruchstelle einbauen. Bestehend aus 0,50 bis 0,60 Millimeter Monofiler Schnur. Wenn zum Beispiel auf besonders steinigem, hängergefährdetem Grund geangelt wird ist diese Methode sehr zu empfehlen. 

Denn es ist doch schade wenn man wegen einem heftigen Hänger am Haken gleich das gesamte System verliert. Bei der Gestaltung des Vorfachs sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt ob ohne alles und nur mit Makrelenfilet oder mit Perlen und Spinn`N`Glow. Alles kann zum Erfolg führen. Aber man sollte es auch nicht übertreiben denn viel hilft nicht immer viel. Wie man so schön sagt. Wenn sehr tief geangelt werden soll wo es doch schon ziemlich dunkel ist kann es manchmal sehr fängig sein wenn an dem Vorfach kurz vor dem Haken ein Knicklicht befestigt wird. Das ist ganz einfach und zwar zieht man das Stück Gummischlauch welches jedem Knicklicht bei liegt mit auf das Vorfach.

Dort hinein wird das Knicklicht dann gesteckt. Es gibt viele Möglichkeiten die Vorfächer an der Hauptschnur zu befestigen. 

Hierfür können Drahtarme in verschiedenen Längen verwendet und so als Seitenarmmontage gefischt werden oder es kommen solche Messingröhrchen zum Einsatz. Diese Röhrchen haben den Vorteil das man praktisch mit einer Nachläufermontage angelt und das Blei auf der Hauptschnur beweglich ist so das der Fisch beim Anbiss auch ruhig etwas Schnur abziehen kann ohne gleich Wiederstand zu spüren. Ich fische ausschließlich mit dem Messingröhrchen System denn das hat doch einige Vorteile.  Der Köder wird immer am Grund hinter dem Blei geführt. Durch das über den Grund schleifende Blei und die auf und ab Bewegung des gleichen erweckt man die Aufmerksamkeit der Fische, wenn dann einen Halben bis einen Meter hinter dem Blei ein schmackhaftes
Makrelenfilet angeschwommen kommt dann kann doch kein Meeresräuber wiederstehen. Sollten keine Makrelen als Köder zur Verfügung stehen was ja zu den kalten Jahreszeiten in Norwegen normal ist und Heringe sind auch nicht zu bekommen dann können eben so gut die Filet`s von jungen Köhlern (Seelachs) oder ganze Stintdorsche (Lieblingsnahrung vom Leng) verwendet werden. Weitere fängige Köder sind Garnelen (Reker) und Muscheln. Die müssen aber auf grund Ihrer weichen Beschaffenheit mit Band oder Draht am Haken befestigt werden. Eine weitere Möglichkeit solch weiche Köder zu fixieren oder gar ein kleines Rubby-Dubby am Blei zu befestigen ist wenn man netzartige Verbandüberzieher aus der Apotheke oder vom Chirurgen verwendet. Die gibt es in verschiedenen Größen und ich verwende für diese Angelei die Fingerüberzieher.

Das soll es soweit gewesen sein. Wenn noch Fragen offen sind so könnt Ihr mir gerne eine E-Mail schreiben ich werde versuchen alle Fragen zu beantworten.

 

(c) 2001 Meeresangler-Schwerin

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