Unser zweites gemeinschafts- Brandungsangeln 2001

 

Am 15. September trafen wir uns im Angelladen Wattwurm in Rerik um unser zweites diesjähriges Brandungsangeln durchzuführen. Die Wetterbedingungen waren leider an diesem Tag nicht so gut aber wir hatten uns vorgenommen das beste aus dem Nachmittag zu machen und das sollte uns auch gelingen. Während der gesamten Fahrt von Schwerin nach Rerik hatte es stark geregnet.  

Aber als wir zum Strand kamen ließ der Regen nach und wir konnten alles in Ruhe vorbereiten. Wir hatten uns für den Strandabschnitt in Rerik in der sogenannten Wolfsschlucht entschieden denn der Wind kam aus Südwest der Stärke 5 Bft. der aber später stark nachlassen sollte. Bedingt durch den Wind der von der linken Seite den Strand entlang blies hatten wir eine schöne Brandung und das Wasser hatte eine gute trübe Farbe. Durch das aufgewühlte Wasser treibt viel freigespülte Nahrung in der Brandung was für das Beißverhalten der Fische sehr gut ist. Also nahmen wir unsere Plätze ein und  brachten die Brandungsruten in Stellung. Da es aber noch sehr früh am Tag war haben wir erst noch ein paar Übungswürfe gemacht. Durch 
die lange Sommerpause ist man doch schon ganz schön aus der Übung gekommen und da kann es nicht schaden durch Trockenübungen wieder das Feeling für den Bewegungsablauf beim Wurf zu bekommen. Die folgende Zeit bis zur Dämmerung überbrückten wir  mit schmackhaften Bratwürsten und der einen oder anderen Flasche Bier. Natürlich kamen auch die Geschichten die uns Angler doch

so berühmt machen nicht zu kurz. Wir haben viel Spaß gehabt. Gut gesättigt sollte es dann endlich mit der Angelei losgehen aber so lange es hell war wollte sich einfach kein Fisch an unsere ausgelegten Ködert verirren. Es kam aber auch erschwerend hinzu das bei jeder Routinekontrolle der im Wasser befindlichen Montagen völlig blank gelutschte Haken an den Strand gekurbelt wurden.  Ich vermute mal das durch das doch noch sehr warme Wasser noch ziemlich viele Krabben unterwegs sind. Um so verwunderlicher war eigentlich das wir nicht einen Aal gefangen haben. Da hatte ich eigentlich fest mit gerechnet eventuell noch einen Aal zu fangen. Es liegt doch schon sehr weit zurück das ich das letzte mal ein Aal in der Ostsee fangen 

 

 

 

konnte. Na wie auch immer, Aale waren keine mehr da und mit der einsetzenden Dämmerung hatten wir dann auch die ersten Bisse. Meine Rute war es die als erste einen Biss anzeigte. Aber nicht in der Form wie es beim Brandungsangeln üblich ist. Nein die Spitze schnellte nicht heftig nach vorne so wie bei einem anständigen Dorschbiss sondern die Angelschnur verlor die Vorspannung und die Rute schnellte zurück. Das bedeutet das die Dorsche auf uns zu kamen. Dieses Phänomen sollten wir den ganzen Abend beobachten. In den folgenden zwei Stunden hatten wir einige schöne Bisse. Ich konnte bei diesem ersten Biss auch gleich einem Dorsch von 46 Zentimeter den Weg zum Strand zeigen. Oh das geht ja gut los dachte ich und beförderte einen frischen Köder Richtung Horizont. Sofort hatte ich den nächsten Biss und wieder kam ein Dorsch aus dem Wasser allerdings nur noch 41 Zentimeter groß. Die Nachbarn hatten inzwischen auch damit zu tun Fische aus dem Wasser zu ziehen. Diese zwei Stunden waren richtig gut und lassen auf schöne noch folgende Angelabende hoffen. Leider ließ plötzlich der Wind stark nach und das Wasser in der Ostsee wurde plötzlich immer weniger. Mit dem ablaufenden Wasser ließen dann leider auch die Bisse nach und wir beschlossen um 23:00 Uhr den tollen Angelabend zu beenden.Wir bekamen nicht sehr viele Fische aber der Spaß steht für uns bei unseren Gemeinschaftsangeln doch mehr im Fordergrund als die Angelei. Trotzdem konnten sich unsere Erfolge am Ende doch schon sehen lassen. Wenn man bedenkt das die Brandungsangelsaison ja erst anfängt so war das doch schon ganz gut. Wir hatten insgesamt 6 Dorsche und eine Flunder. Ich freue mich jedenfalls schon auf alle noch folgenden Brandungsangeln und wünsche Euch...

 

© 2001 Meeresangler-Schwerin

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