|
Bootstour mit meinem Vater vor Meschendorf im September 2003
|
||
| Nach langer Angelabstinenz (seit meinem Urlaub war ich nicht mehr mit dem Boot auf dem Wasser), beschloss ich am Sonntag dem 28.09.03 nach Meschendorf zu fahren um mit unserem Boot ein wenig auf der Ostsee herumzukurven und eventuell den einen oder anderen Dorsch zu fangen. Einen Partner hatte ich schnell gefunden denn mein Vater ist auch eine halbe Ewigkeit nicht auf dem Wasser gewesen und wollte natürlich mitkommen. |
![]() |
Am morgen nach dem Frühstück holte ich meinen Daddy von zu Hause ab und ab ging es nach Meschendorf. Dort angekommen stellten wir fest das die Ostsee nicht richtig ruhig war. Eine leichte Dünung war von Land aus zu erkennen aber der Wind kam absolut schwach daher so das unserem Ausflug aufs Wasser nichts im Wege stand. Der Wetterbericht vermeldete weiter nachlassenden Wind so das eher mit dem Rückgang der Dünung zu rechnen war als mit einer Zunahme. Schnell waren die Utensilien zusammengerafft und das Boot klar gemacht und los |
| ging
es. Bernd und Martin haben sich uns angeschlossen und sind mit dem
zweiten Boot auch mitgekommen. Die Richtung die wir an diesem Tag
einschlugen brachte uns direkt zum Trollegrund. Dort hatten wir schon so
viele schöne Angeltage erlebt und dort auf ca. 18 Meter Wassertiefe
wollten wir es auch heute zu erst mal versuchen. Wenn dort kein Fisch zu
fangen ist hätten wir auch schnell weiter ins Flache fahren können an
die Kante von 9 auf 18 Meter. Irgend wo dort hatten wir noch immer Dorsche
gefangen.
Von weitem konnten wir schon erkennen das da draußen eine Menge los war. Angelkutter und Angelboote standen über eine große Fläche verteilt dermaßen dicht an dicht das es schon fast nicht mehr feierlich war. So eine Anhäufung von Anglern mitten auf der Ostsee hatte ich bis da hin noch nicht gesehen. |
![]() |
Vor Ort angekommen haben wir etwas Abseits der "großen Meute" auch unsere Pilker zum Grund geschickt und siehe da, uns wurde auch sogleich klar warum hier so viel Angler unterwegs sind. Neben Dorschen um die 40-50 Zentimeter gingen uns laufend gute Wittlinge an den Haken. Hätte man hier mit Beifängern gefischt dann wäre die Fischkiste innerhalb kürzester Zeit randvoll gewesen. So konnten wir es auch von weitem auf den Kuttern beobachten. Da wurden Wittlinge über Wittlinge aus der Ostsee gezogen. Petri Heil den Fängern denn solche Fangerfolge gibt es auf der Ostsee nicht all zu |
| oft. Wir nahmen zwar auch einige von den äußerst schmackhaften Wittlingen mit aber hatten es dann doch auf etwas größere Dorsche abgesehen. Also entfernte ich mich wieder etwas von den vielen Kuttern und Angelbooten und fuhr an die 20 Meter Kante. |
![]() |
Egal
ob Wittlinge oder Dorsche die Fische bissen heute dermaßen gut,
so das wir kaum Aussteiger hatten. Sehr oft saßen die Pilker so tief im
Schlund des Fisches so das nach dem Abschlagen des selben nur eine
tiefer gehende Operation in Frage kam um den Pilker zurück zu bekommen.
Nördlich vom Trollegrund angekommen angelten wir dann weiter. Die Ostsee war inzwischen fast platt da kaum noch Wind ging. Dadurch hatten wir nur eine leichte Drift Richtung Westen, welche uns die |
| besagte Kante immer hoch treiben sollte. Beim dritten Wurf konnte mein Daddy auch gleich einen Hänger vermelden. Nur war der Hänger kein Hänger sondern ein Fisch. Und was für einer! Die Bremse surrte und die Rute war so krumm als wenn sie jeden Augenblick brechen wollte. Aber eine YAD Cleveland gibt nicht so schnell auf und mein alter Herr schon lange nicht. So konnte ich nach gut 10 Minuten Drill einen satten Dorsch von 95 Zentimetern gaffen und ins Boot heben. Geeeiiiillllllll !!! dachte ich hier sind wir genau richtig. | ||
| . |
|
|
|
| . | ||
| So
ging es nun Schlag auf Schlag. Neben Wittlingen und kleineren Dorschen
die wir alle wieder frei ließen konnten wir noch einige sehr gute
Dorsche fangen. Am Ende hatte mein Daddy zwei Dorsche von 95 Zentimeter
und einen von 87 Zentimeter die als besonderer Fang zu vermelden waren.
Ich selber hatte mit den ganz Großen nicht so viel Glück war doch aber
trotzdem sehr zufrieden. Mein größter Dorsch maß 88 Zentimeter und
hat mir auch einen sehr schönen Drill geliefert.
--------------------------------------------------------------------------------- Am Ende des Tages waren wir beide sehr zufrieden. Hatten wir doch reichlich Dorsche gefangen und einen wunderschönen Tag auf der Ostsee bei herrlichem Wetter erleben dürfen. Auch Bernd und Martin die uns im Laufe des Tages aus den Augen verloren hatten haben außerordentlich gute Dorsche und Wittlinge gefangen. |

© 2003 Meeresangler-Schwerin