Anglerboardtreffen auf Fehmarn Himmelfahrt 2002

von Thomas Effing, Frank Voelkle und Joerg Schneider

 

Angeln, Kochen Ostseeküste. Unter diesem Motto trafen wir uns am 09.05. auf der schönen Insel Fehmarn. Das Motto beschreibt allerdings lange nicht alle sportlichen Höhepunkte die wir bei diesem unvergesslichen und rundum gelungenen Treffen noch so vor uns hatten. Auf dem Programm standen noch Gleichgewichtsübungen, Magenstretching, Dauerlachen und die wichtige Jugendarbeit bei der sich alle Teilnehmer ausnahmslos dazu bereiterklärten, den für die Kids so gefährlichen Alkohol zu vernichten.

Nachdem Donnerstags Abend so langsam alle bei der wirklich empfehlenswerten Ferienanlage „Haus Grashof“ in Dänschendorf eingetrudelt waren und sich ein bisschen „beschnuppert“ hatten, starteten wir unser Treffen mit einem zünftigen Gemeinschaftsgrillen.

 

beim grillen

nach dem grillen im Gemeinschaftsraum

 

Jeder hatte was mitgebracht und wohl auch noch was als Reserve eingeplant, falls jemand  sein Grillgut zu Hause gelassen hätte. So hatten wir dann neben verschieden Salaten, Soßen, Baguette mit und ohne, „Knoblauchpudding á la Havkat“ und weiss der Geier nicht noch alles. Bei strahlender Sonne hielten wir es in der windgeschützten und gemütlichen Grillecke der Anlage erstaunlich lange aus. Später bezogen wir dann unseren Gemeinschaftsraum. Dieser  war 1A ausgestattet:  Kinderspielzeug, Tischtennis, Billard oder Dartspiel, Gläser und Kühlschränke in Hülle und Fülle. Hier beschäftigten wir uns erneut mit der Jugendarbeit und ließen wir Abend dann am frühen Morgen ausklingen um fit fürs Kutterangeln zu sein.

 

Freitag Morgen um 5:15 Uhr war Wecken. Nachdem wir unsere Geduld fürs Angeln prima an der Kaffeemaschine getestet hatten, fuhren wir gemeinsam nach Orth in den Hafen, um die „Antares“, auf der wir 19 Plätze reserviert hatten, zu entern. Bei 6-7 Windstärken ging es dann raus zum angeln. Während der Fahrt gab es schon den ersten kulinarischen Genuss. Bernd, unser „Seehund“, hatte frische Matjes mitgebracht die auf drei extra für uns reservierten Tischen in Form von Matjesbrötchen kredenzt wurden. Nach dem leckeren Frühstück waren Gleichgewichtsübungen angesagt. Duschen war schon im Preis mit drin, denn der Käpt`n nahm jede Welle, die er kriegen konnte, voll mit und benetzte so einige Angler mit frischem Ostseewasser. War ganz lustig... (Anm. eines Betroffenen: für Umstehende ja...).

Einigen der insgesamt 38 (!!) Anglern an Board schien das Wetter doch übel mitzuspielen und hielten sich verkrampft an der Reling fest, oder machten es sich im Salon mit dem Köpfchen auf den Tischen bequem... Die Angelboardies hielten sich sehr tapfer, jedoch ist Seekrankheit kein Spaß und treffen kann es jeden!

 

Kalle25 mit einem schönen Dorsch

Tiffy und Kalle25

 

EsoxP und Hafjo

 

Siggi und Seehund

Havkat und Chippog

Franky

Angelheini

 

 

 

 

 

 

 

Wir fuhren erst ein bisschen weiter raus in etwas tieferem Wasser und fingen vereinzelt Dorsche mit guten Durchschnittsgewichten. Im Laufe des Tages fuhren wir immer dichter unter Land und angelten zuletzt in Wassertiefen in denen man schon fast stehen konnte. Einige meinten, dass der Pilker bei der enormen Drift gar nicht unten ankommt, dabei lag das Ding bereits schon lange auf Grund. Damit uns aber nicht langweilig wurde, dachten sich vereinzelt ein paar Jungs neue Spielchen aus: z.B. Gesichtsfarbänderungen oder Mützenweitfliegen (grrr).

Naja, eine Klappbox haben wir dann am Ende doch noch fast bis oben mit Dorschen füllen können. Als der Skipper, der mal einen Benimmlehrgang und Grundkurs in Sachen Kundenorientierung mitmachen sollte, um ca. 14.00 Uhr die Angeltour beendete, hatte eigentlich niemand was dagegen. Auf der Rückfahrt sorgte der nette Mensch immer wieder für reichlich Spritzwasser an Bord, damit man auch ja sauber im Hafen ankam. Die Fische haben wir allerdings nicht  an Deck filetiert, sondern für später aufgehoben.

 

 

 

 

Hier sind wir alleman bei Bernd auf der MS Seehund zum Bier eingeladen.

Als alle Ihre Angelsachen in den Fahrzeugen verstaut hatten, nahmen wir die Einladung von Bernd gerne an, und wir begaben uns zur Jugendarbeit auf die „MS Seehund“. Ein Schiff wie aus dem Bilderbuch. In jeder Ecke und jedem Winkel konnte man sehen, mit wie viel Liebe Christa und Bernd Ihren „Seehund“ auf Vordermann halten. Für Interessierte fanden auch Führungen unter Deck statt. Schweren Herzens mussten wir die „Seehund“ verlassen, da der Fisch noch im Auto lag, und die Sonne wahrscheinlich das traditionelle Garen der Dorsche überflüssig machte. Also los auf zum Grashof.

Hier dienten die Dorsche dann als Anschauungsmaterial für ein Filetiervideo, das im Bilderforum gewünscht wurde. Jeder musste mal ran und jeder hat sich bei jedem mal angeschaut wie die einzelnen Leute das machten. Man lernt ja nie aus. Nebenbei widmeten wir uns wieder der Jugendarbeit und hatten selbst beim Filetieren eine Menge Spaß miteinander. Es war sowieso ein prächtiges Miteinander während des gesamten Treffens.

 

und wieder gutes Essen

hier die neuen Original Anglerboardmützen

Chippog und Havkat beim schlemmen

 

Am Abend wurde dann der Gemeinschaftsraum für das einzigartige Himmelfahrtskommando 6 Gänge Menü eingedeckt. 

Menükarte:

°  Avocados gefüllt mit Krabben in Aoli á la Bernd (Seehund).
°  Fischsoljanka á la Ines und Karola (Koralle)
°  Matjessalat á la Torsten
°  Gedünsteter Dorsch in einer Gelbwurzsoße dazu Reis á Christian (Chippog)
°  Fischauflauf á la Kalle (Kalle25)
°  Käseplatte á la Ines und Thomas (Tiffy)
°  Dazu wurde Weißwein gereicht

An dieser Stelle fehlen mir jetzt die Worte (mir auch). Es war wirklich lecker ich kann es einfach nicht beschreiben (ich auch nicht). 

Torsten und Frank wurden dann noch die neuen Angelboardmützen verliehen, da sie beim Wettbewerb im Mützenweitfliegen die ersten Plätze belegt hatten. Siehe Bilder!

Wir ließen den Abend dann in gemütlicher und lustiger Runde am frühen Morgen ausklingen.

 

Samstag am Strand haben wir Urlaub gehabt,

denn Abends gab`s schon wieder legger Essen!

 

Der Samstag stand dann jedem zur freien Verfügung. Einige gingen Angeln, andere Shoppen und wieder andere machten eine Inseltour. Karola, Ines, Inga, Jörg, Frank und ich beschlossen kurz die Haie im Meereszentrum zu besuchen – angeln durften wir die leider nicht... Danach verbrachten wir den sonnigen Tag mit voller Kühlbox am Strand. Natürlich auch nicht ohne Angelzeug. Ein paar Würfe auf Hornhecht oder vielleicht auch Mefo wollten wir uns schon noch an diesem Tag gönnen. Nur gewissenhaft wie wir waren, haben wir uns dann doch lieber wieder der Jugendarbeit zugewandt. Ok, die Köder haben wir ein paar mal ins Wasser geworfen aber ernsthaft geangelt haben wir an diesem schönen Nachmittag nicht. Wir genossen die Sonne die Ostsee und die nette und herzliche Atmosphäre, die während des gesamten Wochenendes das Himmelfahrtstreffen prägte. Es war ein schöner Nachmittag. Abends wollten wir mit havkat als Guide eigentlich einen ernsthaften Versuch auf Meerforellen unternehmen. Ein Gewitter machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung da niemand von uns in Besitze einer isolierten Gummispinnrute war J. Den Abend verbrachten wir dann als Schwedischen Abend den unser Chippog durch mitgebrachte Schwedische Spezialitäten und einer sehr leckeren Fischsuppe super hinbekommen hat. Diverse Reste des vorherigen Abends passten prima in das Menü.

Als Fazit des ganzen Wochenende kann man eigentlich nur sagen: es war megagut unser Treffen auf Fehmarn. Dafür herzlichen Dank an alle Teilnehmer – jeder trug für das gelungene Treffen seinen Teil bei!!

 

Dieser junge Mann wollte nicht erkannt werden. ;-)))

 

© 2002 Meeresangler-Schwerin

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